Kou Lei (; * 20. November 1987 in Peking) ist ein ukrainischer Tischtennisspieler chinesischer Herkunft, der von 2016 bis 2017 in der deutschen Bundesliga spielte.

Werdegang Kou Lei kam im Jahr 2005 in die Ukraine und erhielt vor den Olympischen Spielen in Peking 2008 die ukrainische Staatsbürgerschaft, sodass er für die Ukraine antreten konnte. Er schied jedoch bereits in der ersten Runde aus. 2008 nahm er zudem erstmals an einer Weltmeisterschaft teil und erreichte mit der in der zweiten Division startenden Mannschaft Platz 26. 2010 nahm Kou Lei zum ersten Mal an einer Europameisterschaft teil und gewann Bronze im Doppel. Bei der WM startete das Team nun in der ersten Division, erreichte aber nur den 21. Rang und musste daher 2012 wieder in der zweiten Division antreten. Mit Platz 25 konnte die Ukraine allerdings gleich wieder in die erste Division aufsteigen und 2014 Platz 15 erreichen. In diesem Jahr stieß Kou Lei außerdem zum ersten Mal in die Top 100 der Weltrangliste vor. Bei der WM 2015 kam er im Einzel bis ins Achtelfinale, wo er mit 2:4 gegen Patrick Franziska ausschied. Bei den Europaspielen in Baku gewann er im Einzel nach einer Halbfinalniederlage gegen Vladimir Samsonov und einem Sieg über Paul Drinkhall die Bronzemedaille. 2016 erreichte er mit der ukrainischen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft wieder Platz 15 und zog bei den Olympischen Spielen im Einzel ins Achtelfinale ein, das er gegen Marcos Freitas verlor. Bei der Europameisterschaft 2016 kam er ins Viertelfinale, bei seiner ersten Europe Top 16-Teilnahme 2017 auf den vierten Platz. Dadurch erreichte er mit Platz 20 in der Weltrangliste eine neue Bestmarke.

Zur Saison 2016/17 wechselte er vom französischen Club Roanne LNTT zum deutschen Bundesligisten TTC Zugbrücke Grenzau, für den er eine Bilanz von 10:10 erreichte. Im Oktober 2017 nahm er zum ersten Mal am World Cup teil und erreichte die Hauptrunde, in der er gegen Dimitrij Ovtcharov ausschied. Auch verletzungsbedingt startete er mit einer 1:5-Bilanz in die Bundesliga-Saison 2017/18, konnte sich in der Folge auf 6:8 steigern, wurde dann aber entlassen, als er sich für den 10. Spieltag krankmeldete, gleichzeitig aber bei einem Turnier im Oman spielte. Auch 2018 und 2019 nahm er am Europe Top 16 teil, schied aber jeweils in der ersten Runde aus. Erfolgreich war er erneut bei den Europaspielen, bei denen er 2019, an Position 33 gesetzt, den 4. Platz erreichte.

Turnierergebnisse (abgerufen am 19. August 2016) Verband Veranstaltung Jahr Ort Land Einzel Doppel Mixed Team UKR Europameisterschaft 2018 Alicante ESP letzte 16 letzte 32 UKR Europameisterschaft 2017 Luxemburg LUX 7. Platz UKR Europameisterschaft 2016 Budapest HUN Viertelfinale letzte 16 UKR Europameisterschaft 2015 Jekaterinburg RUS letzte 16 letzte 32 16. Platz UKR Europameisterschaft 2014 Lissabon POR 17.–18. Platz UKR Europameisterschaft 2013 Schwechat AUT letzte 32 UKR Europameisterschaft 2012 Herning DEN letzte 32 UKR Europameisterschaft 2011 Gdańsk-Sopot POL Viertelfinale UKR Europameisterschaft 2010 Ostrava CZE Halbfinale UKR Europaspiele 2019 Minsk BLR 4. Platz UKR Europaspiele 2015 Baku AZE Bronze letzte 16 UKR Europe Top 16 2019 Montreux SUI letzte 16 UKR Europe Top 16 2018 Montreux SUI letzte 16 UKR Europe Top 16 2017 Antibes FRA 4. Platz UKR Olympische Spiele 2021 Tokio JPN letzte 48 UKR Olympische Spiele 2016 Rio de Janeiro BRA letzte 16 UKR Olympische Spiele 2008 Peking CHN Qual. UKR ITTF Challenge Series 2018 Minsk BLR letzte 32 Silber UKR ITTF Pro Tour 2009 Minsk BLR letzte 32 Halbfinale UKR Weltmeisterschaft 2021 Houston USA letzte 128 UKR Weltmeisterschaft 2019 Budapest HUN letzte 64 UKR Weltmeisterschaft 2018 Halmstad SWE 27.–28. Platz UKR Weltmeisterschaft 2017 Düsseldorf GER letzte 64 letzte 64 UKR Weltmeisterschaft 2016 Kuala Lumpur MAS 15.–16. Platz UKR Weltmeisterschaft 2015 Suzhou CHN letzte 16 Qual. letzte 64 UKR Weltmeisterschaft 2014 Tokio JPN 15 UKR Weltmeisterschaft 2013 Paris FRA letzte 128 letzte 64 letzte 64 UKR Weltmeisterschaft 2012 Dortmund GER 25 UKR Weltmeisterschaft 2011 Rotterdam NED letzte 128 letzte 32 UKR Weltmeisterschaft 2010 Moskau RUS 21 UKR Weltmeisterschaft 2009 Yokohama JPN letzte 128 letzte 128 UKR Weltmeisterschaft 2008 Guangzhou CHN 26 UKR World Cup 2017 Lüttich BEL letzte 16

Weblinks Kou Lei Artikel über Kou Lei auf der Website des Tischtennis-Weltverbandes ittf.com (englisch) Kou Leis Weltranglistenplatzierungen

Einzelnachweise + Zeitschrift tischtennis, 2018/1 Seite 29: René Adler: Ein Ende mit Schrecken

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