Die Magellandrossel (Turdus falcklandii) ist ein im Süden von Südamerika beheimateter Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae) und der Gattung der Echten Drosseln. Sie gehört nicht zu den gefährdeten Arten.
Sie ist die am südlichsten verbreitete Art der Echten Drosseln (Gattung Turdus).
Beschreibung Die Magellandrossel hat einen dunklen Kopf und grauen Rücken sowie eine cremig-helle Unterseite. Der Schnabel und die Beine sind gelb.
Dieser Vogel erreicht eine Körperlänge (Schnabelspitze bis Ende Schwanzfedern) von 24 bis 27 Zentimetern und ein Gewicht von 95 bis 113 Gramm.
Verbreitung mini|Verbreitung in dunkelgrün Die Magellandrosse ist im Süden Südamerikas beheimatet. Man findet sie in Chile, Argentinien und auf den Falklandinseln.
Unterarten Es sind 3 Unterarten bekannt, wobei nur 2 offiziell anerkannt sind:IOC World Bird List Thrushes
Turdus falcklandii falcklandii ( & , 1824)Jean René Constant Quoy u. a. (1824), S. 104. kommt auf den Falklandinseln vor.
Turdus falcklandii magellanicus (, 1831)Phillip Parker King (1831), S. 14. ist im südlichen Chile und südlichen Argentinien verbreitet.
Turdus falcklandii pembertoni (, 1923)Alexander Wetmore (1923), S. 335. und Turdus falcklandii mochae (, 1934)Frank Michler Chapman (1934), S. 3. werden heute als Synonyme von T. f. magellanicus betrachtet.
Turdus falcklandii mochae wird manchmal als nicht ausreichend differenzierte dritte Unterart geführt.
Ernährung Die Magellandrossel ernährt sich hauptsächlich von Früchten und Beeren, aber auch zu einem geringeren Teil von Würmern und Insekten.
Fortpflanzung In Chile brütet die Magellandrossel zwischen September und Februar und pro Brutsaison können 2 bis 3 Bruten stattfinden. Das Weibchen legt 2 bis 3 blau-güne Eier und bebrütet sie etwa 2 Wochen lang. Die Jungvögel werden von beiden Eltern gefüttert und sind nach 16 bis 18 Tagen flügge.
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung der Magellandrossel erfolgte 1824 durch Jean René Constant Quoy und Joseph Paul Gaimard unter dem wissenschaftlichen Namen Turdus falcklandii. Als Heimat gaben sie die Falklandinseln an. 1758 führte Carl von Linné die neue Gattung Turdus ein.Carl von Linné (1758), S. 168. »Turdus« ist das lateinische Wort für Drosseln.Turdus in The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname »falcklandii« bezieht sich auf den Sammelort des Holotypus. »Magellanicus« bezieht sich auf den Sammelort die Magellanstraße, »mochae« auf die Insel Mocha. »Pembertoni« ist John Roy Pemberton (1884–1968) gewidmet.Alexander Wetmore (1923), S. 333.
Galerie
Literatur
Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7–9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München 1993, ISBN 3-423-05970-2.
Weblinks
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Einzelnachweise
Kategorie:Drosseln