Kong: Skull Island ist ein Fantasy-Abenteuerfilm des Regisseurs Jordan Vogt-Roberts aus dem Jahr 2017, der die fiktive Figur des King Kong aufgreift. Er lief am 9. März 2017 in den deutschen und einen Tag später in den US-amerikanischen Kinos an. Der Film gehört zum sogenannten MonsterVerse.

Handlung 1944: Der Zweite Weltkrieg tobt im Pazifik. In einem Luftkampf zwischen dem US-Amerikaner Hank Marlow und dem Japaner Gunpei Ikari werden deren Flugzeuge so stark beschädigt, dass sie abstürzen. Beide Piloten landen mit ihren Fallschirmen auf einer Insel, wo es zu einem Kampf Mann gegen Mann kommt. Ikari gewinnt und ist kurz davor, Marlow zu töten, als ein riesiger Affe auftaucht und den Kampf unterbricht.

1973: Bill Randa, Leiter der Regierungsorganisation Monarch, will mit seinem Team auf der unberührten und mysteriösen Insel Skull Island nach urzeitlichen Lebewesen suchen. Er besorgt die notwendigen Gelder und heuert neben einer Militärtruppe, die gerade aus dem Vietnamkrieg heimkehren will, den Fährtenleser und Kriegsveteran James Conrad sowie die Kriegsfotografin Mason Weaver an. Das Kommando hat Lieutenant Colonel Packard. Zur ständig sturmumtosten Insel startet die Gruppe mit 13 Helikoptern von einem Schiff. Da eine Kommunikation mit dem Mutterschiff von der Insel aus nicht möglich ist, wird ein späteres Treffen mit einem Unterstützungsteam am Nordende der Insel vereinbart.

Nachdem die Helikopter den Sturm durchflogen haben, werden von Monarch Bomben fallen gelassen, um durch seismologische Auswertungen die geologische Struktur zu erforschen. Einer der Forscher entdeckt mit aufgestellten Messgeräten, dass sich unter der Insel ein gewaltiger Hohlraum in der Erdkruste befindet, in dem urzeitliche Wesen überlebt haben könnten. Plötzlich werden die beiden vorausfliegenden, bombenwerfenden Helikopter von einem riesigen Affen zu Boden gebracht. Der Beschuss mit Bordwaffen kann den Riesenaffen nicht ernsthaft verletzen, dieser bringt auch alle restlichen Helikopter zum Absturz. Die Überlebenden werden im weiten Umkreis im Dschungel zerstreut. Zwei Gruppen bilden sich: Weaver, Conrad, die Forscher sowie einer der Soldaten zum einen, zum anderen die weiteren Soldaten und Randa einige Kilometer entfernt. Letztere machen sich unter der Leitung Packards auf die Suche nach dem überlebenden Soldaten Chapman und den Waffen im Transporthubschrauber, um damit den Affen zu töten.

Die andere Gruppe trifft unterdessen auf Einheimische. Unter ihnen lebt auch der 1944 abgestürzte Pilot Marlow. Er erzählt ihnen vom Riesenaffen Kong als dem Beschützer der Insel und den friedfertigen Riesenkreaturen. Doch es gibt daneben bösartige, unter der Erde lebende Riesenechsen (von ihm spontan „Schädelkriecher“ getauft). Mit den „kleinen“, jetzt teilweise durch die Bomben nach oben gekommenen dieser Echsen würde Kong fertigwerden, doch der „Große“ habe alle anderen Riesenaffen getötet. Sollte auch Kong sterben, würden die Schädelkriecher die Herrschaft über die Insel gewinnen. Als Weaver wenig später versucht, einem unter einem der Helikopter eingeklemmten Riesenwasserbüffel zu helfen, wird sie von Kong beobachtet, der den Hubschrauber entfernt und Weaver nicht mehr als Feind ansieht.

Das Treffen mit dem Unterstützungsteam ist die letzte Chance, von der Insel zu kommen. Da die Zeit drängt, bietet Marlow Hilfe an: Nach dem Absturz hatten er und Ikari vor dessen Tod aus alten Flugzeugteilen ein Boot gebaut. Es gelingt der Gruppe, das Boot fahrbereit zu machen und mit Marlow nordwärts zu starten. Unterwegs auf dem Fluss treffen sie auf die übrigen Soldaten und folgen Packard auf der Suche nach den Waffen. Ein Schädelkriecher, der Chapman getötet hat, greift sie an und frisst Randa. Die Gruppen trennen sich wieder. Doch Conrad will nicht zulassen, dass Packard mit seinen Untergebenen Kong tötet. Der Riesenaffe wird in einem See, der mit Napalm bedeckt wurde, in Brand gesteckt und fällt bewusstlos ans Ufer. Conrad, Marlow und Weaver verhindern, dass an Kong Sprengladungen detonieren; Packard wird danach von Kong zerquetscht. Der große Schädelkriecher erscheint, schlägt Kong erneut bewusstlos und verfolgt die Gruppe, der sich Packards verbliebene Soldaten angeschlossen haben.

Am nächsten Morgen erreichen die Überlebenden einen See, an dem der „Große“ wieder auftaucht. Ein Soldat opfert sich für die Gruppe, schafft es jedoch nicht, das Monster zu töten. Mit den Waffen auf Marlows Boot unterstützen die Verbliebenen Kong, der es verfolgt hat. Während des Kampfes der Giganten wird Weaver von einem Felsen ins Wasser gestoßen. Kong rettet sie mit einer Hand. Die angreifende Echse verschlingt Kongs Faust mit Weaver, dieser reißt jedoch mit einem tödlichen Ruck deren Zunge samt Eingeweiden heraus. Die Überlebenden erreichen den Treffpunkt rechtzeitig zum Eintreffen der Helikopter des Unterstützungsteams. Marlow kehrt nach 29 Jahren zu seiner Frau zurück und sieht zum ersten Mal seinen nun erwachsenen Sohn.

In einer Post-Credit-Szene werden Conrad und Weaver von Monarch festgehalten und von den Überlebenden der Skull-Island-Expedition, Brooks und San, verhört. Conrad und Weaver werden darüber informiert, dass Kong nicht das einzige Monster ist, das auf der Welt existiert. Auf Archivaufnahmen, die ihnen gezeigt werden, sind Höhlenmalereien zu sehen, die die Monster Godzilla, Rodan, Mothra und King Ghidorah darstellen. Als der Bildschirm verblasst, ist Godzillas Brüllen zu hören.

Produktion Stab Die Regie übernahm Jordan Vogt-Roberts, das Drehbuch zum Film wurde von Max Borenstein und Derek Connolly geschrieben. Kong: Skull Island ist kein direktes Prequel zu Peter Jacksons King Kong, sondern vielmehr Prequel und Sequel zu dem Mythos um den Riesenaffen insgesamt.Björn Becher: Monströser Plan: Das soll 'Godzilla' und 'Kong: Skull Island' verbinden In: filmstarts.de, 17. September 2015. Vogt-Roberts ließ sich nach eigenen Aussagen bei Kong: Skull Island von Filmen von Hayao Miyazaki inspirieren, der als Regisseur von japanischen Zeichentrickfilmen berühmt wurde, insbesondere von Prinzessin Mononoke. Diese hätten einen starken Einfluss auf das Design und das Verhalten der Monster in Kong: Skull Island gehabt, so Vogt-Roberts. Der Regisseur sagte: „Wenn Kong der Gott der Insel ist, wollten wir die anderen Kreaturen als Götter ihrer eigenen Domäne darstellen. Miyazakis Werk, besonders Prinzessin Mononoke, war eine große Referenz für die Art, die Kreaturen mit eigenem Geist zu erschaffen. [...] Es war wichtig, die Kreaturen so zu entwerfen, dass sie sich realistisch anfühlen, als ob sie in diesem Ökosystem wirklich existieren könnten.“Florian Rinke: Prinzessin Mononoke diente als Inspiration für Kong: Skull Island In: robots-and-dragons.de, 6. Februar 2017.

Besetzung und Synchronisation Brie Larson übernimmt im Film die Rolle von Weaver, Tom Hiddleston spielt Captain James Conrad und Samuel L. Jackson Lieutenant Colonel Packard. Toby Kebbell ist in der Rolle von Major Chapman zu sehen und Tian Jing spielt San. John Goodman übernahm die Rolle von Bill Randa, Jason Mitchell die von Glenn Mill, Corey Hawkins spielt Houston Brooks, und Terry Notary spielt Kong.

Die deutsche Synchronisation übernahm die Synchronfirma FFS Film- & Fernseh-Synchron in Berlin/München nach einem Buch und unter der Regie von Jan Odle.

Rolle Darsteller Synchronsprecher Capt. James Conrad Tom Hiddleston Peter Lontzek Mason Weaver Brie Larson Laura Maire Lt.Col. Preston Packard Samuel L. Jackson Engelbert von Nordhausen Bill Randa John Goodman Kaspar Eichel Hank Marlow John C. Reilly Detlef Bierstedt Capt. Earl Cole Shea Whigham Alexander Brem Houston Brooks Corey Hawkins Nils Dienemann San Tian Jing Marcia von Rebay Major Chapman Toby Kebbell Jakob Riedl Victor Nieves John Ortiz Philipp Moog Glenn Mills Jason Mitchell Tobias Kern Slivko Thomas Mann Maximilian Belle Senator Willis Richard Jenkins Andreas Borcherding

Dreharbeiten und Spezialeffekte Die Dreharbeiten begannen am 19. Oktober 2015 und wurden am 18. März 2016 abgeschlossen. Teile des Films wurden in den Landschaftsgebieten Tràng An, Vân Long, Tam Cốc in der Provinz Ninh Bình, in der Halong-Bucht in der Provinz Quảng Ninh und im Nationalpark Phong Nha-Kẻ Bàng in der Provinz Quảng Bình in Vietnam gedreht.Thứ hai: Những địa danh Ninh Bình xuất hiện trong phim Kong: Skull Island In: vnexpress.net, 29. Februar 2016. Weitere Aufnahmen erfolgten in der Chinatown von Honolulu, auf der Kualoa Ranch an der Ostküste von Hawaii, die als Set für einen Knochenfriedhof auf Skull Island diente,Christoph Petersen: FILMSTARTS am Set von… 'Kong: Skull Island' In: filmstarts.de, 1. Februar 2017. und auf der ebenfalls zu Hawaii gehörenden Insel Oʻahu, wo man im Waikāne Valley drehte. Zudem entstanden Aufnahmen an der australischen Gold Coast, wo man ab Mitte Januar 2016 drehte. mini|hochkant|Der Eingang zu einer der vielen Höhlen im Nationalpark Phong Nha-Kẻ Bàng Der Nationalpark Phong Nha-Kẻ Bàng und die Gegend um die Stadt Phong Nha, die für die Dauer der Dreharbeiten weiträumig abgesperrt wurdeKong: Skull Island’ Movie Highlights Vietnam In: vietnam.com. Abgerufen am 22. März 2017., weisen viele Gemeinsamkeiten mit der fiktiven Skull Island auf und gelten aufgrund der komplexen geographischen Struktur, der verschiedene Arten von Felsen wie Sandstein, Quarz, Schisma und Kieselsäure-Kalkstein, als ein riesiges geologisches Museum, das die Geschichte der geologischen Entwicklung der letzten 400 Millionen Jahren seit dem Paläozoikum zeigt, aber auch Veränderungen in der Topographie und der Geomorphologie erklärt. Eine Besonderheit in der ältesten Karstregion in Asien, die in Folge von tektonischen Prozessen zahlreiche und bemerkenswerte geomorphologische Eigenschaften zeigtPhong Nha-Ke Bang National Park In: whc.unesco.org, abgerufen am 1. April 2017., ist zudem das unterirdische System von Flüssen und etwa 300 Höhlen, das sich im Kalkstein der Berge entwickelt hat. In dem Grottensystem findet sich laut der British Cave Association (BCRA) das längste unterirdische Flusssystem der Erde. Zudem wurden im Nationalpark Phong Nha-Kẻ Bàng, der sich rund 450 Kilometer südöstlich von Hanoi, 45 Kilometer nordwestlich von Dong Hoi und 300 Kilometer nordwestlich von Da Nang befindet, verschiedene Säugetierarten gefunden, die in der Welt einmalig sind.Phong Nha Ke Bang and Kong skull island 2017 In: huracars.com, 11. März 2017. In der schwer zugänglichen Region leben Tiere und Pflanzen, die es sonst nirgendwo mehr gibt, so auch 150 Arten an Amphibien und Reptilien, die dort bislang nachgewiesen wurdenVietnams vermintes Paradies In: geo.de, abgerufen am 1. April 2017. und zudem 112 dort lebende Säugetierarten, darunter mindestens neun Affenarten wie Makaken, Languren und Gibbons. Regelmäßig wurden in dem Nationalpark neue Tierarten wie der Riesenmuntjak entdeckt. Zudem gilt der Nationalpark mit mehr als 1320 beschriebenen Pflanzenarten als ein floristisches Zentrum hoher biologischer Vielfalt. Der Nationalpark, der das Kernstück des letzten geschlossenen Waldgebiets in Zentralvietnam bildet, wurde daher 2003 durch die UNESCO in die Liste der Weltnaturerbestätten Vietnams aufgenommen.