Hugo M. Rietveld (* 7. März 1932 in Den Haag; † 16. Juli 2016 in Alkmaar) war ein niederländischer Kristallograph. Auf ihn geht die nach ihm benannte Rietveld-Methode zurück.
Leben Nach der Emigration seiner Eltern nach Australien studierte Rietveld an der University of Western Australia und promovierte unter Begleitung durch Ted Maslen. Thema war die Neutronenbeugung an Einkristallen von p-Diphenylbenzol. Nach der Promotion kehrte er in die Niederlande zurück und forschte am Reaktor in Petten. Dort entstand auch sein erstes Computerprogramm zur Verfeinerung von Neutronen-Pulverdiagrammen. Es war in der Programmiersprache Algol verfasst. Die Methode wurde danach von anderen Wissenschaftlern nur selten verwendet. 1975 verließ Rietveld die Wissenschaft und wurde Bibliothekar am Reaktorzentrum in Petten.
Rietveld-Methode Die Methode fand weitere Verbreitung, als eine erste Fortranversion der Software erhältlich wurde (Alan Hewat, 1971). Der große Durchbruch entstand dann durch die Anwendung auf Pulverdiagramme der viel gebräuchlicheren Röntgenbeugung.
Ehrungen Gregori-Aminoff-Preis (1995) Barrett Award (2003) Orden von Oranien-Nassau (2004) EPDIC Award (2010) Hans-Kühl-Medaille (2010) (siehe Hans Kühl) Das 2016 anerkannte Mineral Rietveldit ist nach ihm benannt
Veröffentlichungen
Literatur Nachruf (niederländisch) Nachruf (englisch)
Kategorie:Kristallograph Kategorie:Träger des Ordens von Oranien-Nassau (Offizier) Kategorie:Niederländer Kategorie:Geboren 1932 Kategorie:Gestorben 2016 Kategorie:Mann