Goschütz, Goszyce, ist ein Dorf in der Landgemeinde Birawa im Powiat Kędzierzyńsko-Kozielski der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie Das Straßendorf Goschütz liegt etwa 13 Kilometer östlich von Birawa, 18 Kilometer südöstlich von Kędzierzyn-Koźle (Kandrzin-Cosel) und 56 Kilometer südöstlich von Opole. Der Ort liegt in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene). Es ist von Wäldern umgeben, in der Mitte fließt der Bach Łopuszna und an der Grenze zum Wald die Birawka. Nachbarorte von Goschütz sind im Westen Jakobswalde (Kotlarnia) und im Osten Sierakowiczki (Klein Schierakowitz).
Geschichte Der Ort entstand im frühen 16. Jahrhundert und wurde 1532 erstmals urkundlich erwähnt.Website der Gemeinde In den Beytrage zur Beschreibung von Schlesien wurde Goschü(t)z und Goschti(t)z erstmals erwähnt, hatte damals 87 Einwohner, gehörte einer Prinzessin Hohenlohe und lag im Landkreis Tost, mit dem es bis zum Übergang an Polen 1945 verbunden blieb. Belegt sind außerdem ein Hochofen, eine Mühle, sechs Bauern und fünf Gärtner.Friedrich Albert Zimmermann: Beyträge zur Beschreibung von Schlesien, zur Beschreibung von Schlesien.html?id=OSMDAAAAcAAJ Band 2, Brieg 1783
1818 wurde der Ort als Goschütz erwähnt.Geographisch-statistisches Handbuch über Schlesien und die Grafschaft Glatz, Band 2, 1818 Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Goschütz ab 1818 zum Kreis Cosel, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde in Goschütz ein Hochofen errichtet, um das Holz der waldreichen Gegend industriell nutzen zu können. 1865 bestand Goschütz aus einer Dorfgemeinde und einem Dominium, sieben Bauernhöfen, vier Gärtner- und 33 Häuslern. Außerdem gab es eine Mehlmühle und eine Sägemühle. Eingeschult waren die schulpflichtigen Kinder nach Jakobswalde.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865 1874 wurde der Amtsbezirk Slawentzitz gebildet, dem die Landgemeinden Alt Cosel, Birawa, Brzezetz, Goschütz, Jacobswalde, Kandrzin-Pogorzelletz, Klein Althammer, Lenartowitz, Libischau, Medar-Blechhammer, Miesce, Ortowitz, Sackenhoym, Slawentzitz und Slawentzitz-Kolonie sowie die Gutsbezirke Alt Cosel, Birawa, Brzezetz, Goschütz, Jacobswalde, Kandrzin-Pogorzelletz, Klein Althammer, Lenartowitz, Libischau, Medar-Blechhammer, Miesce, Ortowitz und Slawentzitz eingegliedert wurden.Territorial Amtsbezirk Slawentzitz/Ehrenforst 1885 wurden 210 Einwohner gezählt.AGOFF Kreis Cosel
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 45 Wahlberechtigte für einen Verbleib Oberschlesiens bei Deutschland und 88 für eine Zugehörigkeit zu Polen.Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921: Literatur, Goschütz verblieb nach der Teilung Oberschlesiens beim Deutschen Reich. Am 16. Mai 1936 wurde der Ort im Zuge einer Welle von Ortsumbenennungen der NS-Zeit in Meisenbusch umbenannt.
Infolge des Zweiten Weltkriegs fiel der Ort nach Kriegsende 1945 an Polen, wurde anschließend der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen und in Goszyce umbenannt. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehörtes zum Powiat Kędzierzyńsko-Kozielski. Am 23. April 2007 wurde in der Gemeinde Birawa Deutsch als zweite Amtssprache eingeführt. Am 10. Januar 2011 erhielt Goszyce zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Goschütz.
Sehenswürdigkeiten und Bauwerke mini|links|Die Kapelle St. Maria Magdalena
Kapelle St. Maria Magdalena (kaplica pw. św. Marii Magdaleny) aus dem Jahr 1728, mit Dach und Sakristei, aus Holz, sie liegt im Wald. Im Juli treffen sich hier jährlich Pilger.Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. München 2005, S. 326, ISBN 3-422-03109-X Die römisch-katholische Herz-Jesu-Kirche (poln. Kościół Najświętszego Serca Pana Jezusa) aus dem Jahr 1932 war ursprünglich eine Wegkapelle, die erweitert wurde.
Vereine Deutscher Freundschaftskreis Fußballverein LZS Kotlarnia-Goszyce Freiwillige Feuerwehr
Einzelnachweise
Kategorie:Gemeinde Birawa Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Ersterwähnung 1532 Kategorie:Straßendorf