Knüllwald ist eine Gemeinde im Schwalm-Eder-Kreis in Hessen (Deutschland).
Geografie Knüllwald liegt im Knüllgebirge zwischen den Flüssen Efze und Beise südlich von Kassel. Mit einem Gemeindegebiet von 10.053 ha, davon über 60 % bewaldet, belegt Knüllwald einen der vorderen Plätze unter den flächengrößten Kommunen in Hessen.Gemeindeporträt Knüllwald mini|Typischer Fachwerkstil der Region, hier in Schellbach
Nachbargemeinden Knüllwald grenzt im Norden an die Gemeinde Malsfeld, im Osten an die Gemeinden Morschen (beide im Schwalm-Eder-Kreis), Alheim und Ludwigsau, im Süden an die Gemeinde Neuenstein (alle drei im Landkreis Hersfeld-Rotenburg) und die Stadt Schwarzenborn, sowie im Westen an die Stadt Homberg (Efze) (beide im Schwalm-Eder-Kreis).
Gliederung Die Gemeinde besteht aus den 16 Ortsteilen Appenfeld, Berndshausen, Ellingshausen, Hausen, Hergetsfeld, Lichtenhagen, Nausis, Nenterode, Niederbeisheim, Oberbeisheim, Reddingshausen, Remsfeld (Sitz der Gemeindeverwaltung), Rengshausen, Schellbach, Völkershain und Wallenstein.
Geschichte Die Bildung der Großgemeinde Knüllwald im Rahmen der Gebietsreform in Hessen geschah in zwei Etappen. Zum 31. Dezember 1971 hatten sich die Gemeinden Appenfeld, Ellingshausen, Hergetsfeld, Oberbeisheim, Reddingshausen, Remsfeld, Schellbach, Völkershain und Wallenstein freiwillig zur neuen Gemeinde Knüllwald zusammengeschlossen. Kraft Landesgesetz kamen zum 1. Januar 1974 die Gemeinden Berndshausen, Niederbeisheim und Rengshausen zur Großgemeinde Knüllwald. Damit wurde eine der größten Flächengemeinden Hessens geschaffen. Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden von Knüllwald wurden Ortsbezirke nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.
Seit 1998 ist die Großgemeinde Dömsöd (Ungarn) die Partnergemeinde von Knüllwald.
Seit Oktober 2019 betreibt „Amazon Logistics“ in Knüllwald ein Verteilzentrum.Amazon Logistics stellt neues Verteilzentrum in Knüllwald vor, auf lokalo24.de
Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Knüllwald 4537 Einwohner. Nach dem Lebensalter waren 678 Einwohner unter 18 Jahren, 1761 zwischen 18 und 49, 1068 zwischen 50 und 64 und 1029 Einwohner waren älter. Unter den Einwohnern waren 101 (2,2 %) Ausländer, von denen 51 aus dem EU-Ausland, 27 aus anderen europäischen Ländern und 21 aus anderen Staaten kamen. (Bis zum Jahr 2020 erhöhte sich die Ausländerquote auf 5,6 %.) Die Einwohner lebten in 1998 Haushalten. Davon waren 540 Singlehaushalte, 576 Paare ohne Kinder und 669 Paare mit Kindern, sowie 180 Alleinerziehende und 33 Wohngemeinschaften. In 396 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 1221 Haushaltungen lebten keine Senioren.
Einwohnerentwicklung
Religionszugehörigkeit • 1987: 4145 evangelische (= 85,5 %), 435 katholische (= 9,0 %), 265 sonstige (= 5,5 %) Einwohner • 2011: 3447 evangelische (= 76,0 %), 358 katholische (= 7,9 %), 732 sonstige (= 13,1 %) Einwohner
Politik Gemeindevertretung Für die Gemeindevertretung der Gemeinde Knüllwald erbrachte die Kommunalwahl am 15. März 2026 folgendes amtliche Endergebnis,Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 15. März 2026 - 23° Election Manager: Knüllwald 2026 in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021
Gemeindevertretung – Kommunalwahlen 2026
Wahlvorschläge%2026Sitze2026%2021Sitze2021%2016Sitze2016%2011Sitze2011%2006Sitze2006%2001Sitze2001 44,7 10 37,7 9 49,3 11 57,1 13 52,6 12 58,6 18 GUT Gut für KnüllwaldInternetauftritt Gut für Knüllwald e. V. 36,8 9 28,1 6 – – – – – – – – 18,5 4 14,4 3 20,5 5 31,6 7 31,9 7 29,0 9 UKW Unabhängige Knüllwälder Wählergemeinschaft – – 19,9 5 26,6 6 – – – – – – – – – – 3,6 1 6,9 2 6,0 2 5,7 2 – – – – – – 4,4 1 5,2 1 – – – – – – – – – – 4,3 1 – –F.D.P.-FWG Freie Bürgerliste F.D.P. – FWG – – – – – – – – – – 6,7 2 Gesamt 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 31 Wahlbeteiligung in % 63,2 59,7 61,0 60,3 59,3 66,5
Bürgermeister Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Knüllwald neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Beigeordneter und neun weitere Beigeordnete angehören.Gemeindevorstand Bürgermeister ist seit dem 1. Januar 2024 der parteiunabhängige Andreas Koch. Er setzte sich am 8. Oktober 2023 im ersten Wahlgang gegen den Amtsinhaber Jürgen Roth (UKW), der sich um eine zweite Amtszeit beworben hatte, bei 74,47 Prozent Wahlbeteiligung mit 69,65 Prozent der Stimmen durch.Votemanager: Bürgermeisterwahl Gemeinde Knüllwald 2023
Amtszeiten der Bürgermeister; Hinweis: für die Ansicht der archivierten Einzelergebnisse ggf. die Endung index.html aus der Webadresse löschen und diese dann neu laden 2024–2029 Andreas KochHNA, 9. Dezember 2023: Andreas Koch setzt auf einen offenen Umgang: „Seinen Job als Bürgermeister wird der 50-Jährige allerdings erst am 1. Januar antreten. Bis dahin ist Jürgen Roth im Amt.“ 2018–2023 Jürgen Roth (UKW)HNA, 22. Dezember 2017: Jürgen Roth ist nun der Chef im Knüllwalder Rathaus. Die Amtszeit beginnt am 1. Januar 2018. 1989–2017 Jörg Müller (SPD)HNA, 30. September 2017: Knüllwalds Bürgermeister Jörg Müller hört auf: „Ich bin mit mir im Reinen“. Nach 28 Jahren räumt Bürgermeister Jörg Müller seinen Schreibtisch.
Ortsbeiräte Für die Ortsteile Appenfeld, Berndshausen, Ellingshausen, Hausen, Hergetsfeld, Lichtenhagen, Nausis, Nenterode, Niederbeisheim, Oberbeisheim, Reddingshausen, Remsfeld, Rengshausen, Schellbach, Völkershain und Wallenstein besteht je ein Ortsbezirk nach Maßgabe der §§ 81 und 82 HGO und des Kommunalwahlgesetzes in der jeweils gültigen Fassung. Die Ortsbeiräte bestehen aus fünf bis sieben Mitgliedern. Der Ortsbeirat des Ortsbezirks wird im Rahmen der Kommunalwahlen gewählt und bestimmt aus seiner Mitte den/die Ortsvorsteher/in. Die Ortsbezirksgrenzen entsprechen den Gemarkungen der eingegliederten ehemaligen Gemeinden.
Sehenswürdigkeiten Museen Landtechnisches Museum Knüllwald im Ortsteil Völkershain Lebendiges Bienenmuseum Knüllwald
Bauwerke Burgruine Wallenstein Wehrkirche Berndshausen: erbaut 1729, renoviert 1962 Kirche Niederbeisheim: erbaut 1775, renoviert 1963 Kirche Oberbeisheim: erbaut 1720, Taufstein, renoviert 1971 Christuskirche Remsfeld: gotische Kirche mit spätgotischem Chor, einem spätgotischen Wandtabernakel und einem Taufstein Kirche Reddingshausen: erbaut 1600, Fachwerk, Malereien. Die Kirche wurde 1953 renoviert. Seit 2007 erste Radfahrerkirche Hessens direkt am R 17 Kirche Schellbach: erbaut im 15. Jahrhundert, renoviert 1966/67 Kirche Völkershain: erbaut 1575, renoviert 1955 und 1971
Weblinks
Webpräsenz der Gemeinde Knüllwald
Einzelnachweise
Kategorie:Gemeindegründung 1971