Querenbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Stammbach im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Querenbach liegt in der Gemarkung Straas.
Geografie Das Dorf liegt auf freier Flur am Petzberg (). Unweit östlich wird die Flur von der Bundesautobahn 9 durchschnitten. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Oelschnitz (1,3 km westlich) bzw. die A 9 unterquerend nach Biengarten (1,1 km nördlich). Geologisch liegt Querenbach im Südwesten des naturräumlichen Gebietes der Münchberger Gneismasse.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 490.
Geschichte Querenbach war eines der sogenannten „Sieben freien Dörfer“; die Herren von Schlegel waren ursprünglich im Ort begütert. 1369 verkaufte Albrecht von Schlegel seine Ansprüche für 957 Pfund Heller an den Nürnberger Burggrafen Friedrich V.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Querenbach aus 18 Anwesen (1 Hof, 7 Halbhöfe, 6 Viertelhöfe, 1 Sechstelhof, 1 Achtelhof, 2 Tropfhäuser). Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Das Kastenamt Münchberg war Grundherr sämtlicher Anwesen.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 429f.
Von 1797 bis 1810 unterstand Querenbach dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Querenbach dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Straas und der zugleich entstanden Ruralgemeinde Straas zugewiesen.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 501f. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Querenbach am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Stammbach eingemeindet.
Baudenkmäler Baudenkmäler sind Wohnstallhäuser, die bis in das 18. Jahrhundert zurückreichen, darunter eines mit charakteristischem Frackdach.
ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 1: Zweigeschossiger Wohnstallbau mit Halbwalmdach, 18./19. Jahrhundert, die profilierten Türrahmungen geohrt.T. Breuer: Landkreis Münchberg, S. 35. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 9: Eingeschossiger, ehemaliger Wohnstallbau mit strohgedecktem Satteldach, 18./19. Jahrhundert, Giebel verschalt, Türrahmungen geohrt. Haus Nr. 16: Erneuerter, zweigeschossiger Satteldachbau, der geohrte und profilierte Türstock wohl noch aus dem 18. Jahrhundert. Haus Nr. 18: Eingeschossiger Wohnstallbau mit Satteldach, die Türrahmungen geohrt und profiliert, die der Wohnungstür bezeichnet „18 S 23“ (=Schlegel). Die Mittelsäule des gewölbten Stalles bezeichnet „JGS 1823“ (=Johann Georg Schlegel). Zugehörige Scheune mit strohgedecktem Satteldach.
Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1812 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 100 97 125 191 163 156 132 116 114 109 102 79HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 20 20 21 22 21 18 20 24Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 407.
Religion Querenbach ist bis heute nach St. Peter und Paul (Münchberg) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.
Literatur
Freiwillige Feuerwehren Biengarten, Querenbach, Querenbach: Festschrift - 100jähriges Jubiläum. 1974.
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Geographie (Stammbach) Kategorie:Ersterwähnung 1369