Oelschnitz ist ein Gemeindeteil des Marktes Stammbach im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Oelschnitz liegt in der Gemarkung Straas.
Geografie Das Dorf liegt an der Ölschnitz und am Querenbach, der innerorts als linker Zufluss in die Ölschnitz mündet. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Querenbach (1,3 km östlich) bzw. zur Kreisstraße HO 21 bei Stammbach (1,3 km westlich). Ein Anliegerweg führt nach Steinfurth (0,9 km südlich). Geologisch liegt Oelschnitz im Südwesten des naturräumlichen Gebietes der Münchberger Gneismasse.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 460f.
Geschichte Oelschnitz war eines der sogenannten „Sieben freien Dörfer“; die Herren von Schlegel waren ursprünglich im Ort begütert. 1369 verkaufte Albrecht von Schlegel seine Ansprüche für 957 Pfund Heller an den Nürnberger Burggrafen Friedrich V.
Zur Realgemeinde Oelschnitz gehörte Steinfurth. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Oelschnitz aus 17 Anwesen (1 Dreiviertelhof, 4 Halbhöfe, 3 Viertelhöfe, 1 Söldengütlein, 3 Häuser, 4 Tropfhäuser, 1 Mühle). Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Das Kastenamt Münchberg war Grundherr sämtlicher Anwesen.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 427. Hier werden abweichend 16 Anwesen als Gesamtzahl angegeben.
Von 1797 bis 1810 unterstand Oelschnitz dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Oelschnitz dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Straas und der zugleich entstanden Ruralgemeinde Straas zugewiesen.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 501f. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Oelschnitz am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Stammbach eingemeindet.
Baudenkmäler Haus Nr. 1: Ehemalige Mühle Haus Nr. 12: Wohnstallhaus
ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 6: Zweigeschossiger Wohnstallbau mit Satteldach, Eckquaderung. Der Scheitelstein der geohrten Haustürrahmung bezeichnet „AJL 1790“.T. Breuer: Landkreis Münchberg, S. 34. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 9: Zweigeschossiger Wohnstallbau mit Halbwalmdach, der Scheitelstein der Wohnungstür bezeichnet „JND 1829“ (=Johann Nikol Dietel). Im Erdgeschoss Räume mit Segelgewölben. Haus Nr. 23: Eingeschossiges Kleinhaus mit Satteldach, der Scheitelstein der Haustür bezeichnet „J. S. S. 1824“ (=Johann Simon Schott). Haus Nr. 24: Eingeschossiges Kleinhaus mit Satteldach, der Scheitelstein der Haustür bezeichnet „1820“. Haus Nr. 29: Eingeschossiges Kleinhaus mit Satteldach, der Scheitelstein der Haustür bezeichnet „1829“.
Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1812 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 129 109 158 218 208 199 161 123 175 160 162 125HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 19 23 27 26 27 24 31 39Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 255.
Religion Oelschnitz ist bis heute nach St. Maria (Stammbach) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 427.
Literatur
Freiwillige Feuerwehren Biengarten, Querenbach, Oelschnitz: Festschrift - 100jähriges Jubiläum. 1974.
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Geographie (Stammbach) Kategorie:Ersterwähnung 1369