mini|hochkant=2|Blick auf den Stadtkern von Süden Die Liste der Straßen in Essen-Stadtkern beschreibt das Straßensystem im Essener Stadtkern mit den entsprechenden historischen Bezügen.Sofern nicht anders angegeben, wird als Quelle benutzt:

Einführung und Überblick Im Stadtkern leben Einwohner () auf einer Fläche von 0,94 km². Der Stadtkern bildet zusammen mit dem Osten des Westviertels und dem Westen des Ostviertels den Postleitzahlenbezirk 45127.

Einige Straßenbezeichnungen im Stadtkern reichen mehrere Jahrhunderte zurück, beispielsweise die der Kettwiger- und der Limbecker Straße. Jedoch sind die Namen nicht mit den heutigen amtlichen Benennungen mit Hausnummern (zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung) identisch und dienten in früherer Zeit mehr als Lagebezeichnung im weiteren Sinn. 1810 wurde die erste Hausnummerierung eingeführt, die am Steeler Tor der Essener Stadtmauer mit Nr. 1 begann und mit dem Haus Nr. 719 an der → Burgstraße endete. Damit orientierte sie sich nicht an Straßennamen. Am 26. April 1861 beschloss die Stadtverordnetenversammlung die Änderung nach der zuvor durch die Commission für Wege- und Bausachen erarbeiteten Grundsätze für die neue Nummerierung der Häuser und Bezeichnung der Straßen und öffentlichen Plätze. Darin stand, dass im Stadtkern, nämlich innerhalb der Akazien-, Linden-, Kastanien- und Postallee eine Nummerierung nach Straßen aufgebaut werden sollte. So erhielten die bisher nicht öffentlichen Straßennamen ihren neuen amtlichen Charakter.

Der Stadtteil Stadtkern wird, im Nordosten beginnend, im Uhrzeigersinn folgendermaßen begrenzt: Viehofer Platz zum Nordviertel, Schützenbahn, Ribbeckstraße, Alfredistraße, Gustav-Hicking-Straße, Steeler Straße, Varnhorststraße, Bernestraße, Hollestraße und Gildehofstraße zum Ostviertel, Essener Hauptbahnhof und Bert-Brecht-Straße zum Südviertel, Hindenburgstraße, Limbecker Platz, Ostfeldstraße, Berliner Platz und Friedrich-Ebert-Straße zum Westviertel.

Im Stadtkern gibt es 82 benannte Verkehrsflächen, darunter 20 Plätze. 15 Straßen befinden sich nur teilweise im Stadtteil: Ribbeck-, Alfredi-, Gustav-Hicking- und Varnhorststraße bilden die Grenze zum Ostviertel, Steeler Straße und Hollestraße werden im Ostviertel fortgesetzt. Die Schützenbahn und die Altenessener Straße verlaufen weiter im Nordviertel, Am Hauptbahnhof südlich vom Hauptbahnhof im Südviertel. Friedrich-Ebert-, Ostfeld- und Hindenburgstraße bilden die Grenze zum Westviertel, Hache- und Maxstraße sowie die Alfred-Herrhausen-Brücke werden im Westviertel fortgeführt.

Durch den Essener Stadtkern verlaufen:

die Landesstraße auf der Schützenbahn, der Varnhorststraße und die die Landesstraße auf der Friedrich-Ebert-Straße.

Liste der Straßen und Plätze Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die vorhandenen Straßen, Wege und Plätze im Stadtteil sowie einige dazugehörige Informationen.

Name: aktuelle Bezeichnung der Straße oder des Platzes. Länge/Maße in Metern: Die in der Übersicht enthaltenen Längenangaben sind gerundete Übersichtswerte, die in Google Earth mit dem dortigen Maßstab ermittelt wurden. Sie dienen Vergleichszwecken und werden, sofern amtliche Werte bekannt sind, ausgetauscht und gesondert gekennzeichnet. Bei Plätzen sind die Maße in der Form a × b angegeben. Der Zusatz (im Stadtteil) gibt an, dass die Länge die des Straßenabschnitts innerhalb des Stadtkerns ist, da die Straße in benachbarte Stadtteile weitergeführt wird. Der Zusatz (alle Straßenabschnitte zusammen) gibt an, dass die Straße so verwinkelt ist, dass keine „Hauptstraße“ besteht. Stattdessen wird die Länge aller Straßenabschnitte zusammengezählt. Herleitung: Ursprung oder Bezug des Namens Datum der Benennung: amtliche Erstbenennung Anmerkungen: zusätzliche Informationen Bild: Foto der Straße oder eines anliegenden Objekts

Name Länge/Maße (in Metern) Herleitung Datum der Benennung Bemerkungen Bild Akazienallee 180 Akazien, Pflanzengattung Nach Abbruch der Essener Stadtmauer war ein ringförmiges Gelände rund um die Stadt herum entstanden, das auf Vorschlag von Friedrich Krupp (1823) in eine Promenade mit Alleen von Linden, Akazien, Eschen, Kastanien, Ahorn, Pappeln und Ebereschen verwandelt wurde. Innerhalb der nächsten Jahre wurden die Grundstücke an dieser Promenade verkauft, die Bäume entfernt und das Gelände bebaut, sodass heute nur noch die Bezeichnungen Akazien-, Kastanien- und Lindenallee sowie einst die Postallee an diese Ringstraßen erinnern. Die Akazienallee liegt im Südosten und verbindet die Lindenallee mit der I. Dellbrügge. 140px|Akazienallee Alfred-Herrhausen-Brücke 120 im Stadtteil Alfred Herrhausen, 1930–1989, Bankmanager Die Alfred-Herrhausen-Brücke ist eine Brücke aus dem Waldthausenpark zum Heinz-Renner-Platz im Westviertel. Sie ist nach dem Bankmanager Alfred Herrhausen benannt, der den Initiativkreis Ruhrgebiet mitbegründete und unter dessen Führung die Deutsche Bank zu einer der wichtigsten internationalen Geschäftsbanken aufstieg. Er starb 1989 bei einem Attentat in Bad Homburg. Bis 1994 hieß die 1965 errichtete Brücke Waldthausenbrücke. 140px|Alfred-Herrhausen-Brücke Alfredistraße 240 Altfrid, 800–874, Gründer des Stifts Essen und Heiliger Die Alfredistraße führt von der Schützenbahn im Stadtkern ostwärts bis zur Gustav-Hicking-Straße und bildet einen Teil der Grenze zum Ostviertel. Sie führt am 1957 aufgehobenen Alfrediplatz vorbei, an dem sich der Alfredi-Brunnen befand. 140px|Alfredistraße Altenessener Straße 45 (im Stadtteil) Straße nach Altenessen Die Altenessener Straße, die ursprünglich Viehofer Chaussee hieß, führt vom Viehofer Platz nach Norden durch den Stadtteil Nordviertel weiter nach Altenessen.140px|Alfredistraße Am Glockenspiel 35 Essener Glockenspiel der Firma Josef Deiter Die Gasse Am Glockenspiel verbindet Rathenaustraße und Kettwiger Straße in Höhe des Glockenspiels an der Fassade des Geschäftshauses der Firma Josef Deiter. 140px|Glockenspiel Am Handelshof 190 Hotel Handelshof Die Straße Am Handelshof führt als Verlängerung der Lindenallee ostwärts zur Gildehofstraße. Der Handelshof wurde 1911/1912 als Kombination aus Hotel und Büro- und Geschäftshaus errichtet. Da das Gebäude zum Teil auf dem alten Straßenverlauf der Bachstraße liegt, wurde die Straße an der Rückseite des Handelshof, bis hin zum Hotel Vereinshaus, seit 1975 Essener Hof, 1913 in Am Handelshof umbenannt. Der westliche Teil der verbliebenen Bachstraße, an der Rückseite des Haus der Technik, bis zur Gildehofstraße hin, wurde zu Gunsten der Kettwiger Bachstraße, mit der Eingemeindung Kettwigs 1975, auch in Am Handelshof umbenannt. 140px|Am Handelshof Am Hauptbahnhof 290 im Stadtteil Essen Hauptbahnhof Am Hauptbahnhof liegt direkt vor dem 1902 errichteten und 1918 erweiterten Hauptbahnhof der Stadt Essen. Die Straße unterquert die Gleise des Bahnhofs und führt östlich bis zur Gildehofstraße, hinter der sie als Hollestraße fortgeführt wird. 140px|Am Hauptbahnhof Am Porscheplatz 230 Porscheplatz Die Straße Am Porscheplatz verläuft unterhalb des westlichen Eingangsbereiches des Einkaufszentrums Rathaus Galerie, das 1979 als Brückenkonstruktion über den ehemaligen Omnibusbahnhof Porscheplatz gebaut wurde. Sie beginnt am Zwölfling und endet an der Fontänengasse. Von dort gab es einen Aufgang zur darüber liegenden Porschekanzel, der 2002 mit der Gedenkstätte „Stadtwunde“ geschlossen wurde, die an das hier befindliche KZ-Außenlager Schwarze Poth erinnert. Die einstige Straße Schwarze Poth verlief in Ost-West-Richtung etwa von der Gedenkstätte zur Schützenbahn, also unterhalb der heutigen Rathaus Galerie. 140px|Gedenkstätte Stadtwunde Am Waldthausenpark 120 Waldthausenpark, Parkanlage Der angrenzende Waldthausenpark gehörte früher dem Bankier Albert von Waldthausen. Beim Erwerb der Villa Waldthausen durch die Stadt Essen 1936 wurde vertraglich festgelegt, dass das Grundstück als öffentliche Grünanlage den Namen Waldthausenpark tragen muss. Die Straße Am Waldthausenpark führt vom Waldthausenpark zum II. Hagen. Bis 1937 hieß sie Hochstraße. 140px|Am Waldthausenpark An der Reichsbank 110 Reichsbank-Stelle Essen Hier wurde 1907 der Neubau der Essener Reichsbank-Filiale errichtet. Die Straße verbindet Lindenallee und Hachestraße und trug bis 1915 den Namen Neustraße. 140px|An der Reichsbank An St. Quintin 40 St.-Quintins-Kapelle, abgebrochene katholische Kirche Die Quintinskapelle neben der Münsterkirche war die wohl älteste Kirche des Stifts Essen und blieb auch nach dem Bau des Münsters, des heutigen Doms, noch lange in Betrieb. 1820 wurde sie abgebrochen. Die Gasse „An St. Quintin“ bildet eine kleine Stichstraße zur Kettwiger Straße unmittelbar neben dem Dom. 140px|An St. Quintin Berliner Platz 50 × 50 Berlin, Hauptstadt von Deutschland Der Berliner Platz liegt im Nordwesten des Stadtkerns an der Kreuzung Altendorfer Straße / Segerothstraße / Ostfeldstraße / Friedrich-Ebert-Straße. Er wurde 1964 mit der Begründung so benannt, dass das zweigeteilte Berlin täglich der ideellen und wirtschaftlichen Unterstützung der Nation bedarf. In Anwesenheit des Berliner Regierenden Bürgermeisters Heinrich Albertz erfolgte am 10. Juli 1964 die offizielle Namensgebung und die Enthüllung des Standbilds des Berliner Bären. 140px|Berliner Platz Bernestraße 550 Berne, Nebengewässer der Emscher Die Berne ist ein kleiner Fluss, der heute im Bereich der Innenstadt unterirdisch fließt und als Abwasserkanal dient.