Freiherr Gustav Heinrich Philipp von Wrangel-Waldburg (* 15. Juli 1807 in Königsberg; † 28. November 1859 in Waldburg, Kreis Gerdauen) war ein preußischer Landrat in der Provinz Ostpreußen im Kreis Gerdauen (1853–1859).

Leben Er gehörte zur Familienlinie v. Wrangel-Kurkenfeld-Waldburg und war der Sohn des August Friedrich Ludwig Freiherr von Wrangel und dessen erster Ehefrau Henriette Gräfin Truchseß von Waldburg (1777–1816), geschiedene Gräfin von Kameke. Nach dem Tod Mutter ehelichte der Vater 1822 in Königsberg seine Nichte Luise Ulrike Pauline von Wedel (1801–1823). Baron Wrangel hatte mehrere Geschwister, u. a. Angelika Adelheid (1804–1888), die Gustav Stein von Kamienski (1791–1875) heiratete. Ludwig (Louis) von Wrangel-Kurkenfeld (1803–1875) war ein älterer Bruder, Karl von Wrangel war ein jüngerer Bruder.

Wrangel diente im preußischen Militär und schied als Rittmeister aus. Von 1847 bis 1848 wurde er als Interimslandrat im Kreis Duisburg eingesetzt. Gustav von Wrangel wurde 1858 als Ehrenritter MitgliedJohanniterorden (Hrsg.): Liste der Mitglieder der Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem. 1859. Martin Berendt, Berlin 1859, S. 79. Nr. 1275., S. 103. Nr. 70. des Johanniterordens, hier der Provinzialgenossenschaft Preußen.

Familie Gustav von Wrangel heiratete in Sehmen, Kreis Friedland (Bartenstein), Ostpreußen, die Fideikommissherrin zu Sehmen Hedwig Gräfin von Klinckowstroem, TochterGothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. 1876. Jahrgang 49, Justus Perthes, Gotha 1875, S. 446. des Grafen Friedrich von Klinckowstroem und der Friedrike Gräfin von Eulenburg-Prassen. Sie hatten mehrere Kinder, die ersten Söhne wurden noch in Kurkenfeld geboren, so der Sohn Waldemar (1836–1879), der als Leutnant a. D. später Postdirektor wurde und eine Familie gründete. Der Sohn Gustav von Wrangel (1838–1869) übernahm Gut Waldburg und übergab es innerhalb seiner Familie. Der Sohn Konrad von Wrangel (1843–1906)Hans von Rohr: Geschichte des 1. Garde-Dragoner-Regiments. Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1880, S. 55. Nr. 246. erwarb mit Gut Hähnichen eine Begüterung in der Oberlausitz, Kreis Rothenburg O.L. Der jüngste Sohn Fritz von Wrangel (1851–1918) erbte den Besitz der Mutter, Sehmen. Diesen bekam später dessen Sohn, Hans Georg von Wrangel.

Wolf von Wrangel ist sein Urenkel.

Literatur Bärbel Holtz (Bearb.): Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Bd. 4/II. In: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Acta Borussica. Neue Folge. Olms-Weidmann, Hildesheim 2003, ISBN 3-487-11827-0, S. 668 (Online; PDF 1,9 MB). Hans Friedrich von Ehrenkrook, Carola von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen Tiedicke von Flotow, Walter von Hueck, u. a.: Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser A (Uradel) 1962. Band IV, Band 27 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1962, , S. 536–541. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1942. Zweiundneunzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 636–637.

Quellen Bildarchiv-Ostpreussen.de.: Waldburg Kr. Gerdauen, Gutshaus, 18. Jh., Umbau 1886

Einzelnachweise

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