mini|hochkant|Wappen derer von Oelsen im Baltischen Wappenbuch mini|hochkant|Wappen derer von Oelsen im Wappenbuch des Westfälischen Adels Oelsen ist der Name eines preußisch-baltischen Adelsgeschlechts, dessen Ursprung bis in das 13. Jahrhundert zurück reicht.
Geschichte In zeitgenössischen Urkunden fand man den Namen überwiegend als Ulsen geschrieben, hin und wieder auch Olsen, Ulsen oder Uelsen. Die geographische Einordnung reicht von Uelzen über Lübeck bis Schwerin. Früher noch als in Preußen trat das Geschlecht in Estland auf: erstmals 1259 mit dem dänischen Vasallen Christianus de Olsen. Ihm folgten 1275 der Ritter Henricus de Ulsen und 1287 Odwardus de Ulsen. 1325 siegelte Henricus de Ulse (Henricus de Ulcen), ein Vasall im livländischen Wierland, mit einem geharnischten Arm, der einen Ring hält.Genealogisches Handbuch der baltischen Ritterschaften, Görlitz o. J., S. 446.
Livländisches Adelsgeschlecht Nochmals in Preußen trat als erster 1296 der Ritter Theodoricus de Ulsen als Vasall des Bischofs Eberhard von Neisse von Ermland auf. Im Bistum Ermland wurde die Familie im 14. und 15. Jahrhundert reich begütert und breitete sich schnell aus. 1538 machte sich aus diesem Familienzweig Dionysius Oelsen im SchujenschenKirchspiel Schujen: Das Schloss Schujen wurde im Jahre 1255 von dem Ordensmeister Andreas von Stuckland erbaut und gehörte zu den Besitzungen des Landmarschalls. In: Heinrich von Hagemeister, Materialien zu einer Geschichte der Landgüter Livlands, Band 1, Verlag Frantzen, Riga 1836, S. 204, aufgerufen 16. Juni 2016. Distrikt des livländischen Ordensgebietes zum Gutsbesitzer, er kaufte ein Gesinde Duxten nebst einer Wiese. 1539 wurde der Besitz bestätigt und ab 1540 erweitert. Die Besitzungen erbte Dionysius’ Sohn Barthold, der 1571 den angrenzenden KayenhofGermus und Kayenhof: Der Ordensmeister Plettenberg verlieh im Jahre 1533 dem Wolff Brüggenschädel verschiedene Grundstücke um Schujenschen, die er im Jahre 1539 dem Dionysius von Oelsen verkaufte. Bartolomaeus von Oelsen erwarb hierzu noch einige Ländereien…Die Brüder Johann und Dionysius von Oelsen erhielten 1592 von dem Könige Sigismund III. die Bestätigung ihres Besitzrechts (…) In: Materialien zu einer Geschichte der Landgüter Livlands, Band 1, Verlag Frantzen, 1836, S. 206–207. erwarb, seine Söhne Johannes und Dionysius II. erhielten 1599 von Warschau die Zuerkennung der Güter.Genealogisches Handbuch der baltischen Ritterschaften, Görlitz o. J., S. 445–447.
Mitglied in der Kurländischen Ritterschaft Dionysius II., der kurfürstlich Brandenburgischer Hauptmann zu Ortelsburg in Preußen, gelang durch seine zweite Ehe mit Margaretha von Tiesenhausen, der Witwe des kurländischen Kanzlers Georg von Tiesenhausen, der Weg nach Kurland. Er kaufte von der Familie Medem Gut Gemauerthof mit Schwethof, das zum Stammsitz der Familie werden sollte. Er wurde als Landmarschall Mitglied der kurländischen Regierung und am 17. Oktober 1620 erfolgte der Eintrag in die kurländische Ritterschaft. Gemauerthof wurde an Dionysius III. übertragen, von dessen Söhnen setzte Ernst Bernhard auf Gemauerthof den kurländischen Stamm fort, während Dionysius IV. Albrecht die preußischen Güter erbte.
Stammlinie und Angehörige Baltikum
Preußen Johann Christian Magnus von Oelsen (1775–1848), 1816–1819 preußischer Gesandter im Königreich Sachsen
Wappen Blasonierung: In Rot ein silberner geharnischter, von Rechts kommender Arm, der einen goldenen Ring in der Hand hält. Auf dem Helm mit rot-silbernen (oder rot-goldenen) Helmdecken der Arm, aus dessen Gelenk eine goldene Straußenfeder hervorgeht.
Literatur Genealogisches Handbuch der baltischen Ritterschaften, Görlitz o. J. (Digitalisat). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 96 (uni-duesseldorf.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 234 (uni-duesseldorf.de).
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1259 Kategorie:Baltisches Adelsgeschlecht Kategorie:Preußisches Adelsgeschlecht Kategorie:Deutsches Adelsgeschlecht