Kolpien ist ein Wohnplatz im Ortsteil Schöna-Kolpien der Stadt Dahme/Mark im brandenburgischen Landkreis Teltow-Fläming. Der Ort liegt im Übergangsbereich zwischen dem Niederen Fläming und dem Niederlausitzer Landrücken.Dahme/Mark, Dienstleistungsportal des Landes Brandenburg, abgerufen am 18. Januar 2026.

Geographie Kolpien liegt südlich von Berlin in einer hügeligen Landschaft zwischen Fläming und Niederlausitz. Das Dorf befindet sich im äußersten Süden der Gemarkung. Südlich liegt der weitere Wohnplatz Schöna, der wiederum im Süden an die Gemeinde Lebusa im Landkreis Elbe-Elster grenzt. Östlich der Gemarkung befindet sich die Quelle der Dahme, südöstlich der hohe Austenberg. Das Gelände steigt von rund 95 Meter im Norden auf bis zu 102 Meter im Süden hin an.Kolpien, Brandenburgviewer, abgerufen am 18. Januar 2026.

Geschichte und Etymologie mini|Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert Die Region um Kolpien war bereits seit dem 6. Jahrhundert slawisch besiedelt. Ein bedeutendes Bodendenkmal ist der Borchelt, eine slawische Wehranlage am Dorfteich von Schöna, die seit 1958 unter Schutz steht.

Kolpien wurde im Jahr 1376 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname Colpin ist slawischen Ursprungs und bedeutet Siedlung am Schwanenteich. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstand eine Dorfkirche.

Kolpien blieb über Jahrhunderte ein kleines landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Ein wichtiges technisches Denkmal ist die Holländerwindmühle Kolpien, die 1843 errichtet wurde. Sie diente als Getreide- und Sägemühle, war bis 1936 windbetrieben und wurde anschließend mit Elektromotor weitergeführt. Die gewerbliche Nutzung endete 1987; 2006 erfolgte eine umfassende Außensanierung. Im Jahr 1974 schlossen sich die Gemeinden Schöna und Kolpien zur Gemeinde Schöna-Kolpien zusammen. Diese Gemeinde wurde 2003 in die Stadt Dahme/Mark eingemeindet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Holländerwindmühle Die Dorfkirche Kolpien ist ein einfacher Rechtecksaal aus Feldsteinmauerwerk mit einem neogotischen Backsteinturm. Mehrere Raseneisensteine weisen sogenannte Näpfchen auf, aus denen Gläubige früher Material mit vermeintlich heilender Wirkung schabten. Erdholländerwindmühle Kolpien

Weblinks

Schöna-Kolpien, Landschleicher des RBB, abgerufen am 18. Januar 2026.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Teltow-Fläming Kategorie:Geographie (Dahme/Mark) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Teltow-Fläming) Kategorie:Gemeindeauflösung 1974