mini|400px|Lage der höchsten Hauptgipfel (Schartenhöhe > 300 m) Die Liste der höchsten Berge in Deutschland führt die Berge mit den höchsten Gipfeln Deutschlands auf. Alle diese Berge befinden sich im südlichsten Bayern nahe der Grenze zu Österreich. Innerhalb der Alpen liegen sie in den Ostalpen und sind Teil der Nördlichen Kalkalpen. Zum größten Teil gehören sie den Gebirgsgruppen Wetterstein und Karwendel (grün in nebenstehender Abbildung), Berchtesgadener Alpen (rot in nebenstehender Abbildung) und Allgäuer Alpen (blau in nebenstehender Abbildung) an.
Da die Definition eines Berges nicht allgemeingültig festgelegt ist, wird zwischen Hauptgipfeln und übrigen Gipfeln unterschieden. Nicht aufgeführt sind Nebengipfel. In den Alpen gilt ein 4000er-Gipfel laut UIAA-Definition ab einer Schartenhöhe von 30 Metern als eigenständig. Um einen Gipfel aber auch als eigenständigen Berg zu klassifizieren, werden Mindest-Schartenhöhen von 100 m oder (nach anderen Quellen) von 300 Metern vorgegeben. Nach letztgenannter Definition werden nur noch die Hauptgipfel ganzer Bergmassive gezählt. Alle Erhebungen unter einer Schartenhöhe von 30 Metern werden als Nebengipfel betrachtet.
Die höchsten Hauptgipfel Deutschlands sind Zugspitze (2962 m), Hochwanner (2744 m) und Watzmann-Mittelspitze (2713 m). Wertet man alle eigenständigen Gipfel, folgen nach der Zugspitze der Schneefernerkopf (2875 m) und die Mittlere Wetterspitze (2750 m) auf den Plätzen zwei und drei. Beide sind jedoch Teil des Zugspitzmassives und liegen relativ nahe am Zugspitzgipfel.
Der höchste Hauptgipfel, der komplett auf deutschem Staatsgebiet steht, ist die Watzmann-Mittelspitze mit 2713 Metern Höhe, so auch der Hochkalter (2607 m), der Große Daumen (2280 m) und die Höfats (2259 m). Ebenfalls vollständig auf deutschem Staatsgebiet, aber mit einer wesentlich geringeren Eigenständigkeit, liegen die Mittlere Höllentalspitze (2742 m) und der Hochblassen (2703 m).
Ein Großteil der Gipfel wurde nachweislich im 19. Jahrhundert bestiegen, Watzmann-Mittelspitze und Hoher Göll beispielsweise schon im Jahr 1800. Die Zugspitze wurde zum ersten Mal offiziell bestätigt im Jahr 1820 bestiegen. Allerdings gibt es zu vielen Gipfeln Vermutungen, dass sie in früheren Zeiten von Unbekannten bestiegen worden sind.
Das Birnhorn () in den Leoganger Steinbergen befindet sich privatrechtlich in bayerischem Eigentum, liegt jedoch in Österreich.
Da sich im Lauf der Geschichte die Grenzen Deutschlands vielfach veränderten, gab es in der Vergangenheit verschiedenste „höchste Berge“. Während der Kolonialzeit bis 1918 war der 1889 erstmals bestiegene Kibo im Kilimandscharo-Massiv (seinerzeit „Kaiser-Wilhelm-Spitze“) in der Kolonie Deutsch-Ostafrika mit 5895 m der offiziell höchste Berg des Deutschen Kaiserreiches. Im Großdeutschen Reich von 1938 bis 1945 kam dieser Titel dem Großglockner zu, dieser ist mit 3798 m heute der höchste Berg Österreichs. Höchster Berg der DDR war der Fichtelberg (1215 m).
Legende Rang: Rang, den der Gipfel unter den höchsten Bergen Deutschlands einnimmt. Bild: Bild des Berges Gipfel: Name des Gipfels Höhe: Höhe des Berges in Metern Gebirge: Gebirge, in dem der Berg liegt. Massiv: (Nur Tabelle 1) Gibt die Massiv-Zugehörigkeit an. Ist das Massiv nach einem verlinkten Hauptgipfel benannt, so wird hier auf eine Verlinkung verzichtet. Lage: (Nur Tabelle 2) DE = Berg liegt vollständig auf deutschem Staatsgebiet; DE/AT = Berg liegt im Bereich der Staatsgrenze von Deutschland und Österreich, das deutsche Staatsgebiet reicht aber zumindest bis zum Gipfel. Dominanz: Die Dominanz beschreibt den Radius des Gebietes, das der Berg überragt. Angegeben in Kilometern mit Bezugspunkt. Schartenhöhe: Die Schartenhöhe ist die Höhendifferenz zwischen Gipfelhöhe und der höchstgelegenen Einschartung, bis zu der man mindestens absteigen muss, um einen höheren Gipfel zu erreichen. Angegeben in Metern mit Bezugspunkt. Erstbesteigung/Erstbesteiger: Namen der Erstbesteiger mit Datum. Leeres Feld bedeutet, dass der Erstbesteiger oder das Datum nicht mehr nachvollzogen werden können.
Differenzen zu anderen metrischen Angaben können auftreten. In den Tabellen werden das deutsche Höhenbezugssystem Normalhöhennull und Daten der Bayerischen Vermessungsverwaltung verwendet.
Die höchsten Gipfel In der Tabelle werden die 31 höchsten eigenständigen Gipfel Deutschlands aufgeführt. Ein Gipfel benötigt zumindest im Falle von 4000ern laut UIAA eine Schartenhöhe von über 30 Metern, um als eigenständig zu gelten, diese Regelung wird analog (aber willkürlich) auch hier angewandt. Rang Bild Gipfel Höhe (m) Gebirge Massiv Dominanz (km) Schartenhöhe (m) Erstbesteigung 1 80px|Zugspitze (2.962 m) von der Alpspitze gesehen Zugspitze 2962 Wettersteingebirge Zugspitze 24,6 Acherkogel 1746 Fernpass Josef Naus, Johann Georg Tauschl, Messgehilfe Maier 2 80px|Schneefernerkopf aus Südwesten (2.874 m) Schneefernerkopf 2874 Wettersteingebirge Zugspitze 1,7 Zugspitze 175 Schneefernerscharte Hermann von Barth 3 80px|Zugspitz-Massiv mit Schneefernerkopf (mittig rechts, 2.750 m) Mittlere Wetterspitze 2750 Wettersteingebirge Zugspitze 0,6 Schneefernerkopf 67 Einschartung zum Schneefernerkopf 4 80px|Hochwanner Südseite (2.744 m) Hochwanner 2744 Wettersteingebirge Hochwanner 5,5 Zugspitze 701 Feldernjöchl Hermann von Barth 5 80px|Mittlere Höllentalspitze (Mitte, 2.743 m) Mittlere Höllentalspitze 2743 Wettersteingebirge Zugspitze 1,6 Zugspitze 116 Einschartung Jubiläumsgrat zur Zugspitze Hermann von Barth 6 80px|Innere Höllentalspitze (links vorne, 2.741 m) Innere Höllentalspitze 2741 Wettersteingebirge Zugspitze 0,6 Mittlere Höllentalspitze 90 Einschartung zur Mittleren Höllentalspitze Hermann von Barth 7 80px|Äußere Höllentalspitze (Mitte, 2.720 m) Äußere Höllentalspitze 2720 Wettersteingebirge Zugspitze 0,6 Mittlere Höllentalspitze 35 Einschartung zur Mittleren Höllentalspitze Hermann von Barth 8 80px|Watzmann-Mittelspitze (Mitte, 2.713 m) Watzmann-Mittelspitze 2713 Berchtesgadener Alpen Watzmann 15,9 Hochseiler 939 Trischübelpass Valentin Stanič 9 80px|Watzmann-Südspitze (2.712 m) Watzmann-Südspitze 2712 Berchtesgadener Alpen Watzmann 0,8 Watzmann-Mittelspitze 110 Einschartung Watzmanngrat Peter Carl Thurwieser 10 80px|Hochblassen (vorne rechts, 2.703 m) Hochblassen 2703 Wettersteingebirge Zugspitze 1,1 Äußere Höllentalspitze 143 Falsche Grießkarscharte Hermann von Barth, Peter Klaisl 11 80px|Zugspitz-Massiv mit Wetterwandeck (rechts, 2.698 m) Wetterwandeck 2698 Wettersteingebirge Zugspitze 0,5 Südliche Wetterspitze 30 Einschartung zur Östlichen Wetterspitze Hermann von Barth 12 80px|Leutascher Dreitorspitze (2.682 m) Leutascher Dreitorspitze 2682 Wettersteingebirge Dreitorspitze 5,2 Hochwanner 346 Westliche Wangscharte Hermann von Barth 13 80px|Östliche Plattspitze (2.680 m) Östliche Plattspitze 2680 Wettersteingebirge Zugspitze 1,1 Wetterwandeck 204 Wetterscharte Hermann von Barth 14 80px|Hinterreintalschrofen (hinten links im Bild, 2.669 m) Hinterreintalschrofen 2669 Wettersteingebirge Hochwanner 1,5 Hochwanner 109 Einschartung Teufelsgrat zum Hochwanner Hermann von Barth 15 80px|Hochfrottspitze (2.649 m) von der Mädelegabel Hochfrottspitze 2649 Allgäuer Alpen Hohes Licht 2,2 Hohes Licht 203 Socktalscharte Hermann von Barth 16 80px|Mädelegabel Südseite (2.645 m) Mädelegabel 2645 Allgäuer Alpen Hohes Licht 0,4 Hochfrottspitze 81 Einschartung zur Hochfrottspitze Oskar Sendtner 17 80px|Partenkirchner Dreitorspitze Südseite (2.633 m) Partenkirchner Dreitorspitze 2633 Wettersteingebirge Dreitorspitze 0,5 Leutascher Dreitorspitze 100 Einschartung zur Leutascher Dreitorspitze Jakob Grasegger, Karl Kiendl 18 80px|Alpspitze (2.628 m) vom Osterfelderkopf Alpspitze 2628 Wettersteingebirge Zugspitze 0,8 Hochblassen 165 Grießkarscharte J. Burger 19 80px|Riffelwandspitzen Große Riffelwandspitze 2626 Wettersteingebirge Zugspitze 0,2 Zugspitze 31 Scharte zur Zugspitze F. Resch und C. Sam 20 80px|Vollkarspitze (2.618 m) von Norden Vollkarspitze 2618 Wettersteingebirge Zugspitze 0,5 Hochblassen 40 Einschartung zu den Höllentalspitzen Ferdinand Henning 21 80px|Bockkarkopf (2.609 m) Bockkarkopf 2609 Allgäuer Alpen Hohes Licht 0,6 Hochfrottspitze 106 Bockkarscharte 22 80px|Hochkalter (Mitte, 2.607 m) Hochkalter 2607 Berchtesgadener Alpen Hochkalter 4,5 Watzmann 621 Wimbachscharte 23 80px|Nordöstliche Dreitorspitze (Mitte, 2.605 m) Nordöstliche Dreitorspitze 2605 Wettersteingebirge Dreitorspitze 0,2 Dreitorspitze 40 Einschartung zur Dreitorspitze 24 80px|Biberkopf (2.599 m) Biberkopf 2599 Allgäuer Alpen Biberkopf 3,5 Hohes Licht 337 Große Steinscharte 25 80px|Trettachspitze (2.595 m) Trettachspitze 2595 Allgäuer Alpen Hohes Licht 0,4 Mädelegabel 145 Einschartung zur Mädelegabel Urban, Alois und Mathias Jochum 26 80px|Großer Hundstod (2.593 m) Großer Hundstod 2593 Berchtesgadener Alpen Großer Hundstod 4,5 Watzmann 474 Dießbachscharte Karl Thurwieser 27 80px|Hochvogel (2.592 m) Hochvogel 2592 Allgäuer Alpen Hochvogel 5,4 Urbeleskarspitze 572 Hornbachjoch Trobitus 28 80px|Funtenseetauern (2.578 m) Funtenseetauern 2578 Berchtesgadener Alpen Selbhorn 4 Selbhorn 220 Hochbrunnsulzen Johann Grill, Albert Kaindl 29 80px|Öfnerspitze (rechts, 2.576 m) Öfnerspitze 2576 Allgäuer Alpen Großer Krottenkopf 0,7 Großer Krottenkopf 137 Einschartung zum Großen Krottenkopf 30 80px|Schüsselkarspitze (2.551 m) Schüsselkarspitze 2551 Wettersteingebirge Dreitorspitze 0,3 Leutascher Dreitorspitze 60 Einschartung zur Leutascher Dreitorspitze Heinrich Moser, Oscar Schuster 31 80px|Krottenspitze (rechts, 2.551 m) Krottenspitze 2551 Allgäuer Alpen Großer Krottenkopf 0,3 Öfnerspitze 78 Einschartung zur Öfnerspitze
Die höchsten Hauptgipfel In der Tabelle werden die 21 höchsten Hauptgipfel Deutschlands dargestellt. Als Hauptgipfel eines Massives wird ein Berg dann eingestuft, wenn seine Schartenhöhe mehr als 300 Meter beträgt.