Harald «Harry» Gämperle (* 11. Mai 1968 in St. Gallen) ist ein ehemaliger Schweizer Fussballspieler und aktueller -trainer.
Karriere Als Spieler Harald Gämperle, der als Junior beim FC Bazenheid und beim FC Kirchberg gespielt hatte, In: Neue Zürcher Zeitung, 25. September 2004.Start geglückt In: Toggenburger Tagblatt, 20. März 2005. spielte ab 1986 beim FC St. Gallen, wo er durch starke Auftritte das Aufsehen des Grasshopper Club Zürich erregte. 1990 wechselte er zum amtierenden Meister, mit dem er bis 1998 vier Meistertitel und einen Cupsieg errang. 1995 und 1996 spielte er mit den Zürchern in der UEFA Champions League. 1998 unterschrieb Gämperle beim Ligakonkurrenten Neuchâtel Xamax, bei dem er 2000 aufgrund einer schweren Verletzung seine aktive Karriere beendete.
Für die Schweizer Nationalmannschaft wurde Gämperle erstmals 1989 aufgeboten. Insgesamt kam er auf vier Einsätze.
Als Trainer Direkt im Anschluss an seine Spielerlaufbahn wurde Gämperle als Assistenztrainer zum BSC Young Boys geholt. Nach einem kurzen Intermezzo in der Challenge League beim FC Baden im Jahr 2003 lotste Fredy Bickel, der von Bern zum FC Zürich gewechselt war, Gämperle ebenfalls zum FCZ, angeblich jedoch auf Wunsch des damaligen FCZ-Trainers Lucien Favre.Fussball: Gämperle Assistenztrainer im FC Zürich fussball.ch, 31. Dezember 2003. Diese äusserst erfolgreiche Zusammenarbeit führte 2005 zum Cupsieg und 2006 sowie 2007 zum Schweizer Meistertitel.
2007 ging Gämperle zusammen mit Favre und den Spielern Steve von Bergen und Raffael zu Hertha BSC. Im September 2009 wurden Favre und Gämperle nach einem schlechten Saisonstart zusammen entlassen, nachdem sich Gämperle auf Favres Seite gestellt hatte.Hertha BSC stellt Favre und Gämperle frei In: Focus, 28. September 2009.Harry Gämperle – der Selbstständige In: Aargauer Zeitung, 20. Dezember 2015. Ihm war angeboten worden, interimistisch als Cheftrainer zu übernehmen.Harry fährt vor In: Neue Zürcher Zeitung, 17. März 2012.
Daraufhin kehrte er zum FC Zürich zurück, wo er unter Urs Fischer seine Tätigkeit als Assistenztrainer wieder aufnahm. Nach dessen Entlassung im März 2012 zögerte «Harry» Gämperle diesmal nicht, den Cheftrainerposten zu übernehmen. Nach zwölf Jahren als Co-Trainer war dies seine erste Anstellung als Cheftrainer. Da Gämperle zum damaligen Zeitpunkt keine Trainerlizenz besass, wurde ihm der U-21-Trainer Urs Meier, mit dem er bereits den FC Baden trainiert hatte, zur Seite gestellt. Zusammen trainierten sie den FCZ bis Ende Saison, als mit Rolf Fringer ein neuer Trainer verpflichtet wurde.Zwei frühere Badener dirigieren jetzt den FC Zürich In: Aargauer Zeitung, 10. Mai 2012. Dieser wurde allerdings bereits im November 2012 entlassen, sodass Meier wieder den Chefposten übernehmen konnte, diesmal endgültig.
Nachdem Gämperles Vertrag beim FC Zürich im Sommer 2013 ausgelaufen war, holte ihn sein langjähriger Sportchef Fredy Bickel, der bereits ein halbes Jahr zuvor vom FCZ zurück zum BSC YB gewechselt war, zum Hauptstadtclub. Er wurde unüblicherweise bereits verpflichtet, als man noch gar keinen Cheftrainer gefunden hatte.Harald Gämperle wird YB-Assistenztrainer bscyb.ch, 10. Mai 2013. Nach der Entlassung von Uli Forte 2015 übernahm Gämperle interimistisch, mit der Ambition, dauerhaft Cheftrainer zu bleiben, wozu es aufgrund unbefriedigender Resultate nicht kam.Trainersuche in Bern – Hat Bickel einen Gämperle-Plan? In: Blick, 12. August 2015.Wie YB zum neuen Trainer kam, In: Neue Zürcher Zeitung, 3. September 2015. Danach stand er beim BSC YB Adi Hütter sowie Gerardo Seoane als Assistent zur Seite und feierte zwei Schweizer Meistertitel.
Zur Saison 2019/20 kehrte er zu Hertha BSC zurück, wo er Ante Čović assistierte. Mit der Trennung von Čović wurden auch seine Co-Trainer Ende November 2019 freigestellt.
Titel und Erfolge Als Spieler Grasshopper Club Zürich Schweizer Meister: 1991, 1995, 1996, 1998 Schweizer Cupsieger: 1994
Als Trainer FC Zürich Schweizer Meister: 2006, 2007 Schweizer Cupsieger: 2005 BSC Young Boys Schweizer Meister: 2018, 2019
Privates Harald Gämperle ist verheiratet und hat zwei Kinder.Nie wieder Favre – Herthas entlassener Co-Trainer ist von seinem Ex-Chef menschlich enttäuscht: Harry Gämperle nach dem Lulu-Auftritt voller Frust In: Berliner Kurier, 8. Oktober 2009.
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