JSWD Architekten ist ein Architekturbüro mit Hauptsitz in Köln und einer Dependance in Berlin, das in Deutschland und dem europäischen Ausland tätig ist. Es besteht seit dem Jahr 2000 und entstand aus dem Zusammenschluss der beiden Büros WJD Architekten und Jaspert & Steffens Architekten.
Unternehmensgeschichte JSWD bestehen seit 2000. Bis 2023 leiteten die vier Gründungspartner Frederik Jaspert, Konstantin Jaspert, Jürgen Steffens und Olaf Drehsen das Büro, in dem mittlerweile etwa 240 Mitarbeitende aus 30 Nationen arbeiten. Seit dem 1. Januar 2024 leiten die Gründungspartner Olaf Drehsen und Frederik Jaspert, die nun alleinige Gesellschafter von JSWD sind, gemeinsam mit den Partnern Christian Mammel, Mario Pirwitz und Tobias Unterberg sowie den Associate Partnern Hermann J. Norda und Helmut Schröder das Büro. Konstantin Jaspert ist noch bis Ende 2026 beratend tätig. Die Aufgabenschwerpunkte liegen im Bereich von Bauten für Lehre und Forschung, Verwaltung, Wohnen, Gesundheit und Kultur, die im In- und Ausland entstehen. Die große Mehrzahl davon hat das Büro über gewonnene Architektenwettbewerbe akquiriert. Das Themenspektrum reicht von Architektur und Städtebau über Innenarchitektur bis hin zur Generalplanung. Im Jahr 2010 wurde die JSWD Health Care gegründet, die die Bauprojekte im Bereich des Gesundheitswesens, wie Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Laborbauten und Forschungseinrichtungen, im In- und Ausland übernimmt. Dazu gehört auch die fachübergreifende Koordination bei der Abwicklung interdisziplinärer Aufgabenstellungen. Das Büro ist außerdem Mitglied im Förderverein der Bundesstiftung Baukultur.
Unternehmensstruktur Die Führungsspitze von JSWD besteht aus Olaf Drehsen als geschäftsführendem Gesellschafter und Frederik Jaspert als Gesellschafter. Zum Führungsgremium gehören außerdem die Partner Christian Mammel, Mario Pirwitz und Tobias Unterberg sowie die Associate Partnern Hermann J. Norda, Guido Litjens und Helmut Schröder. Bei Wettbewerben und bei der Durchführung von Projekten arbeitet das Architekturbüro zum Teil mit Partnerbüros aus dem europäischen Ausland, aus Asien und aus den USA zusammen.
Gründungspartner Frederik Jaspert Frederik Jaspert, Jg. 1965, studierte Musik- und Theaterwissenschaften an der Universität zu Köln und Architektur an der RWTH Aachen. Für seine Diplomarbeit wurde er mit dem Friedrich-Wilhelm-Preis der RWTH Aachen ausgezeichnet. Bereits während des Studiums arbeitete er im Büro Behnisch & Partner, Stuttgart. Von 1995 bis 1999 arbeitete er bei Gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner mit Sitzen in Hamburg und Aachen. Von 1996 bis 2001 war er Assistent bei Volkwin Marg an der RWTH Aachen. 1998 gründete Jaspert gemeinsam mit Olaf Drehsen in Köln das Architekturbüro WJD Architekten. Seit 2000 ist er Partner im Büro JSWD, seit 2009 Partner der JSWD Architekten GmbH + Co. KG. Seit 2010 ist Frederik Jaspert an verschiedenen Universitäten als Gastkritiker und in Wettbewerbsjurys als Fachpreisrichter tätig.
Konstantin Jaspert Konstantin Jaspert, Jg. 1961, ist Architekt und einer von vier Gründungspartnern von JSWD. Er studierte Architektur an der RWTH Aachen und wurde für seine Diplomarbeit mit de Friedrich-Wilhelm-Preis der RWTH Aachen ausgezeichnet. Nach dem Studium arbeitete er im Büro Schuster Architekten in Düsseldorf. Von 1991 bis 1996 war er Assistent bei Volkwin Marg an der RWTH Aachen. 1992 gründete er gemeinsam mit Jürgen Steffens in Köln das Architekturbüro Jaspert & Steffens Architekten. 1999 wird er in den BDA Köln berufen. Im Jahr 2000 schlossen sich Jaspert & Steffens Architekten mit WJD Architekten zu JSWD Architekten zusammen. 2001 hatte Konstantin Jaspert an der Hochschule Koblenz (ehemals Fachhochschule Koblenz) einen Lehrauftrag inne. Von 2001 bis 2004 war er Mitglied im Vorstand des BDA Köln. Von 2009 bis 2023 war Konstantin Jaspert Partner von JSWD. Seit dem 1. Januar 2024 ist er ausschließlich beratend tätig.
alt=Visualisierung „Koelnmesse 3.0“, Wettbewerb 2016|mini|Visualisierung „Koelnmesse 3.0“, Wettbewerb 2016
Jürgen Steffens Jürgen Steffens, Jg. 1960, studierte Architektur an der RWTH Aachen. Danach arbeitete er im Büro Behnisch & Partner, Stuttgart. Von 1992 bis 1995 war er Assistent bei Vladimir Lalo Nikolić an der RWTH Aachen. 1992 gründete er gemeinsam mit Konstantin Jaspert in Köln das Architekturbüro Jaspert & Steffens Architekten. Im Jahr 2000 schloss sich dieses Büro mit WJD Architekten zu JSWD Architekten zusammen. Seit 2001 lehrt Jürgen Steffens u. a. an der Hochschule Koblenz als Lehrbeauftragter. 2002 war er Professor i. V. an der Hochschule Bochum, von 2003 bis 2006 Gastprofessor an der Chinesischen Universität für Bergbau und Technologie, Xuzhou. 2005 war er außerdem Professor i. V. an der Technischen Universität Darmstadt und wurde dort mit der Ehrenmedaille des Fachbereichs Architektur ausgezeichnet. Seit 2003 ist er im Vorstand des Vereins kölnarchitektur e. V., einem Kölner Internetforum für Architektur und Städtebau, seit 2006 als Vorstandsvorsitzender. Seit 2009 ist Jürgen Steffens Partner der JSWD. Seit 2015 ist er Gastprofessor an der School of Architecture and Design der Beijing Jiaotong-Universität, China. 2017 hat er als eingeladener Sprecher am UIA 2017 Seoul World Architects Congress teilgenommen. Seit dem 1. Januar 2024 ist Jürgen Steffens im Büro ausschließlich beratend tätig.
Olaf Drehsen Olaf Drehsen, Jg. 1967, studierte Architektur an der RWTH Aachen. Bereits während des Studiums arbeitete er im Büro Behnisch & Partner, Stuttgart. Von 1994 bis 1995 war er Mitarbeiter im Büro Kowalski in Düsseldorf. 1995 gründete er sein eigenes Architekturbüro in Aachen. Von 1995 bis 1998 arbeitete er bei Gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner mit Sitzen in Hamburg und Aachen. 1998 gründete Drehsen gemeinsam mit Frederik Jaspert in Köln das Architekturbüro WJD Architekten. Seit 2000 ist er geschäftsführender Partner im Büro JSWD und seit 2009 geschäftsführender Gesellschafter der JSWD Architekten GmbH & Co. KG. Von 2015 bis 2021 war er stellvertretender Vorsitzender des Gestaltungsbeirats der Stadt Düren. Von August 2019 bis Juli 2020 dozierte er an der University of South Florida (USF), School of Architecture & Community Design (SACD), USA. Seit August 2020 hat er dort eine Professur inne. 2022 wurde er ins American Institute of Architects (AIA) berufen sowie in die Association of Medical Facility Professionals (AMFP). 2023 folgte die Berufung in den Architekten für Krankenhausbau und Gesundheitswesen e. V. (AKG).
Quelle:
Die Architektur von JSWD alt=Visualisierung „Haus der Europäischen Geschichte, Brüssel“, Wettbewerb 2011|mini|Visualisierung „Haus der Europäischen Geschichte, Brüssel“; es wurde 2017 eingeweiht
Die Projekte, die JSWD bearbeiten, weisen im Hinblick auf Größe, Aufgabenschwerpunkt und Bauherrschaft ein breites Spektrum auf. Form, Funktionalität und Materialität sind JSWD bei den von ihnen geplanten Gebäuden besonders wichtig. Die Entwürfe werden immer aus den Besonderheiten des jeweiligen Ortes, an dem das Gebäude später entstehen soll, heraus entwickelt. Ganz intensiv setzen sich JSWD bei allen Bauten mit der Fassade als Haut des Gebäudes auseinander. Sie transportiert das Innenleben nach und lässt bei Gebäuden eine Corporate Architecture entstehen.
Außerdem spielen die drei Aspekte der Nachhaltigkeit – ökologisch, ökonomisch und sozial – eine wichtige Rolle. Viele der realisierten Gebäude wurden nach einem der verschiedenen Systeme zur Klassifizierung für ökologisches Bauen zertifiziert (z. B. DGNB, Passivhausstandard, LEED).
Gemeinsam mit den Fachplanern erbringen sie alle Leistungsphasen der HOAI.
Wichtige Meilensteine im Portfolio von JSWD sind die Projekte Thyssenkrupp-Quartier, Essen (2011 bis 2014), das Haus der Europäischen Geschichte, Brüssel (2017) sowie der Wettbewerbsgewinn zur Auslobung des Neubaus Schauspielhaus und der Sanierung der Oper, Köln (2008). Im März 2016 wurde der Entwurf von JSWD für die Kölnmesse 3.0 von der Jury mit dem ersten Preis ausgezeichnet. alt=Ecole Centrale, Clausen|mini|Die Ecole Centrale Clausen im luxemburgischen Stadtteil Clausen wurde 2017 fertiggestellt.
Bauwerke (Auswahl) 2026: Schwarz-Digits-Campus, Bad Friedrichshall (ehemals Schwarz-Projekt-Campus) 2024: Bürohaus Curve, Düsseldorf, 1. Preis im Wettbewerb 2018 2024: Event- und Kongress-Location Confex der Koelnmesse, Köln, 1. Preis im Wettbewerb 2016 2023: Stadtquartier Neuer Kanzlerplatz, Bonn (Fertigstellung: Haus 1 (Hochhaus) im Jahr 2023, Haus 2 und 3 im Jahr 2022) 2023: Rathaus Steinweg + Janshof mit integrierter Stadtbücherei und Kundencenter der Stadtwerke und der (Gesellschaft für Bauen und Wohnen GmbH der Stadt Brühl), Brühl (Erweiterung und Sanierung des denkmalgeschützten Rathauses)Baumeister Architektur öffentlich vom 10. Juli 2025: Erweiterung und Sanierung des Rathaus Brühl, von Helke Kölschbach, abgerufen am 27. Juli 2025 2022: Wohn- und Geschäftshaus 1 des Projektes „Neue Mitte Porz“, Köln 2022: Mantelbebauung Hybrid.M, München 2021: Verwaltungsgebäude und Betriebshöfe der Wolfsburger Abfallwirtschaft und Straßenreinigung (WAS), Wolfsburg 2021: Moxy Hotel Cologne Airport, Köln 2019: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Kiel 2019: Hochhausensemble The Icon Vienna, Wien, 1. Preis im Wettbewerb 2013 mit BEHF Architects 2018: Hauptverwaltung der GAG Immobilien, Köln, 1. Preis im Wettbewerb 2015 2018: Bahnhofsareal des Hauptbahnhofs Wuppertal-Döppersberg, 1. Preis im städtebaulichen Wettbewerb 2004 2018: Bürohaus für Vivawest auf dem Campus der ehemaligen Zeche Nordstern, Gelsenkirchen, 1. Preis im Wettbewerb 2014 2017: „House of Elements“ als neuer Hauptsitz der Brenntag-Gruppe, Essen 2017: Ecole Centrale Clausen, Luxemburg, 1. Preis Wettbewerb 2008 2017: Haus der Europäischen Geschichte („Maison de l'histoire européenne“), Brüssel, 1. Preis Wettbewerb 2011 (mit Chaix & Morel et Associés, Paris und TPF Engineering, Brüssel) 2017: FLOW Tower, Umbau des ehemaligen Hochhauses des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Köln 2015: CWD Center for Wind Power Drives, Aachen, 1. Preis Wettbewerb 2011 2015: CSSF Commission de Surveillance du Secteur Financier (luxemburgische Bankenaufsicht), Luxemburg, 1. Preis Wettbewerb 2011 (mit architecture & aménagement, Luxemburg) 2014: Thyssenkrupp Quartier, 2. Bauabschnitt, Essen, 1. Preis Wettbewerb 2006 (mit Chaix & Morel et Associés, Paris) 2014: 3. Schule, Leipzig, 1. Preis Wettbewerb 2009 2014: Zentralstandort der ENERVIE Südwestfalen Energie und Wasser AG, Hagen, 1. Preis Wettbewerb 2011 2013: Servicewohnhaus der Seniorenhaus GmbH der Cellitinnen zur hl. Maria, Düren 2012: Kindertagesstätte Miniapolis, Thyssenkrupp Quartier Essen, 1. Preis Wettbewerb 2006 (mit Chaix & Morel et Associés, Paris) 2010: Thyssenkrupp Quartier, 1. Bauabschnitt, Essen, 1. Preis Wettbewerb 2006 (mit Chaix & Morel et Associés, Paris) 2010: TZA Transferzentrum Adaptronik des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF, Darmstadt, 1. Preis Wettbewerb 2007 2009: Halle 11 im Rheinauhafen Köln (Umbau eines ehemaligen Speichergebäudes), 1. Preis im Wettbewerb 2003 Wohn- und Geschäftshäuser am Maternusplatz, Köln-Rodenkirchen, 1. Preis im städtebaulichen Realisierungswettbewerb 2001 2008: Hotel am Quai de Seine, Paris (mit Chaix & Morel et Associés, Paris), 1. Preis Wettbewerb 2004 2005: KHM Kunsthochschule für Medien, 1. Bauabschnitt, Köln, 1. Preis Wettbewerb 2002 2000–2004: fünf Bahnhöfe der Wuppertaler Schwebebahn (Pestalozzistraße, Robert-Daum-Platz, Varresbecker Straße, Westend, Zoo/Stadion), Wuppertal, 1. Preis Wettbewerb 1996
Erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben (Auswahl) 2026: Neubau des Schutzdachs für die Koksofenbatterie des UNESCO-Welterbes Zeche Zollverein in Essen, 1. Preis (mit Kevee Consulting, Köln (Tragwerk)) 2025: Neubau einer weiterführende Schule und einer Sporthalle im Stadtteil Hafner in Konstanz, 1. Preis und Zuschlag