Linux Lite ist eine erstmals am 26. Oktober 2012 veröffentlichte Linux-Distribution, die von Ubuntu abstammt und von einer Gruppe unter der Leitung von Jerry Bezencon aus Auckland (Neuseeland) entwickelt wird.
Die Distribution wird von einem Anwender-Forum begleitet.
Ziele Linux Lite soll es Anwendern, die vormals vor allem Windows als Betriebssystem benutzt haben, leicht machen, zu Linux zu wechseln. Lite wurde für Linux-Einsteiger entwickelt, die sich eine schlanke, aber vollwertige Desktop-Umgebung ohne Funktionseinschränkungen wünschen.
Merkmale Ähnliche Distributionen Unter den über 1000 Linux-Distributionen gibt es verschiedene, die ähnliche Entwicklungsziele wie Linux Lite haben, namentlich Xubuntu, elementary OS, Linux Mint Xfce Edition, Manjaro Linux, Lubuntu, Zorin OS und Q4OS.
Vergleich zwischen Linux Lite und Xubuntu Durch einen Vergleich mit Xubuntu werden die Charakteristika von Linux Lite deutlicher.
+ Grundlegende Gemeinsamkeiten von Linux Lite und Xubuntu Abstammung Ubuntu LTS Grafische Bedienoberfläche Xfce
+ Vergleich Linux Lite versus Xubuntu Linux Lite Xubuntu Support-Dauer 5 Jahre 3 Jahre, höchstens Prozessorleistung mindestens 1 GHz 900 MHz empfohlen 1,5 GHz Arbeitsspeicher mindestens 768 MB 512 MB empfohlen 1 GB 1 GB, mindestens Minimale Bildschirmauflösung 1024 × 768 Notwendige Hardware DVD-Laufwerk oder USB-Zugang für ein Installationsmedium Speicherbedarf auf der Festplatte 8 GB, mindestens 6,1 GB
Besonderheiten von Linux Lite mini|Willkommens-Bildschirm mini|Online-Hilfe von Linux Lite 3.0. mini|Detailansicht der Online-Hilfe mini|Lite Software mini|Tweaks von Linux Lite 3.2. Um Anwendern zu helfen, sich mit Linux vertraut zu machen, bietet ihnen Linux Lite ein Einführungssystem (englisch „Welcome Center“), eine mit sehr vielen Bildschirmfotos illustrierte englischsprachige Hilfedatei auf dem Desktop (englisch „Help Manual“), ein Kontrollzentrum (englisch „Linux Lite Control Center“), über das viele Einstellungen leicht vorgenommen werden können, und ein Systemmenü, das dem Windows-Start-Menü ähnelt und über die Windows-Taste oder per Maus-Klick geöffnet werden kann.
Im Startmenü werden einige Anwendungen nicht nur über den Anwendungsnamen angeboten, sondern teilweise über aufgabenbezogenen Menüpunke. Der Anwender muss also nicht unbedingt den Programmnamen kennen, sondern kann nach einem Menüpunkt suchen, der beschreibt, was er tun möchte, beispielsweise unter Menu → Office → New Document oder unter Menu → Office → New Presentation.
Eigene Software Für Linux Lite wurden eigens Programme geschrieben, welche den Umgang mit dem Betriebssystem erleichtern sollen, und eigene Software erstellt:Linux Lite 3.0: Welcome Center: Contribute: Code: "This is a very exciting time in Linux Lite development. We are in the process of producing custom, free software for Linux Lite." + Linux Lites eigene Programme Programmname Aufgabe Lite Info Ein Programm, mit dem der Nutzer Angaben über seine Hardware wie den Prozessor, den Arbeitsspeicher, die Grafik- und Sound-Hardware übers Internet in die Hardware-Datenbank von Linux Lite eintragen kann, so dass sich Interessenten informieren können, auf was für Geräten Linux Lite schon benutzt wird.Linux Lite 3.0: Welcome Center: Hardware Database: "The purpose of the Linux Lite Hardware Database is to give people an idea of different computer configurations from within a Linux Lite Series including, Make and Model, CPU, Graphics, Audio, Network and Storage technical specifications. These hardware combinations provide a snapshot of the kind of computers people are able tu use with Linux Lite. This makes a good ressource for people either thinking to buy new hardware, or seeing if their existing machine is capable of running Linux Lite." Lite Kernel Ein Programm, um einen an den eigenen Bedarf angepassten Linux-Kernel zu erzeugen. Lite Manual Eine umfassende englischsprachige hypertextuelle Bedienungsanleitung für Linux Lite mit sehr vielen Bildschirmfotos. Lite Software Programm, um häufig verwendete Programme besonders einfach zu installieren, beispielsweise den Audacity Toneditor und -rekorder, den Chromium Webbrowser, Dropbox Datenspeicherdienst, das Ubuntu Games Pack, den Instant Messenger Pidgin, Java Softwareentwicklungsumgebung, die Passwortverwaltung KeePassX, das Mediacenter Kodi, PlayOnLinux eine grafische Oberfläche für Wine, Ubuntu Restricted Extras, den Instant-Messaging-Dienst Skype, TeamViewer eine Fernwartungssoftware, die Video-Bearbeitungs-Software OpenShot, die Virtualisierungssoftware VirtualBox und die Windows-kompatible Laufzeitumgebung Wine. Lite Tweaks Anpassungen wie Auswahl des Standard-Web-Browsers Den Hostnamen des eigenen Rechners ändern Alte Linux-Kernel löschen, mit denen man das System nicht mehr starten möchte NumLock beim Systemstart standardmäßig aktivieren oder deaktivieren Lite Updates Notify Erzeugt Desktop-Nachrichten, um den Anwender zu informieren, wenn Updates verfügbar sind. Lite Upgrade Nimmt nach dem Erscheinen einer neuen Version von Linux Lite ein komplettes Upgrade des Systems vor. Lite User Manager Ein Programm zum Anlegen und Löschen von Anwenderkonten. Mit dem User Manager kann das Passwort eines Anwenders geändert und er Anwendergruppen zugeordnet werden. Lite Welcome Ein Dialog, der angezeigt wird, wenn das Linux-System zum ersten Mal gestartet wurde.
Standardmäßig installierte Software Linux Lite bringt von vornherein einige bewährte Anwendungsprogramme mit, beispielsweise die LibreOffice Suite, Mozilla Firefox und Thunderbird, das Bildbearbeitungsprogramm GIMP, ein Datensicherungsprogramm und den Media-Player VLC sowie den Texteditor Mousepad (seit Linux Lite 5.0).Linux Lite 3.0: Welcome Center: "Welcome To Linux Lite": "Linux Lite aims to provide each user with a basic collection of everyday tools, a web browser, email client, media player, an Office Suite, an image editor and so on." Zur Systemverwaltung sind unter anderem die Paketverwaltung Synaptic und das Firewall-Programm Gufw vorinstalliert.
Versionen Version Codename Veröffentlichung Beschreibung / Änderung 1.0.0 2.0 Beryl Einführung eigener Repositories für die eigenen Programme wie den Lite User Manager, das Lite Manual, und Lite Software 3.0 Citrine Unter anderem Neuer Login-Manager, Share Hardware Configuration (Lite Info) 4.0 Diamond Unter anderem Lite Desktop als neue Anwendung zur Verwaltung von Desktop-Icons und Lite Sounds zur systemweiten Toneinstellung. 5.0 Unter anderem UEFI-Support Neue automatische Update-Benachrichtigungen Massive Erweiterung des Hilfe-Hypertextes 6.0 Fluorite Unter anderem Google Chrome als neuer Standardbrowser Werkzeuge zur erleichterten Bedienung wie Bildschirmtastatur, Screenreader und Bildschirmlupe 7.0 Unter anderem Änderungen am Willkommensbildschirm Installationsfolien angepasst
Kritiken
Literatur
Weblinks
Linux Lite – Easy to Use Free Linux Operating System, die offizielle Website (englisch) Linux Lite Forums, die offiziellen Linux-Lite-Foren (englisch) Linux Lite bei DistroWatch.com (englisch) (englisch) Linux Lite auf lidux.de, eine kurze deutschsprachige Beschreibung mit einigen Bildschirmfotos
Einzelnachweise
Kategorie:Ubuntu-basierte Linux-Distribution Kategorie:Live-CD