Horst A. Reichel (* 15. April 1936 in LudwigshafenGeburtsort lt. IMDb; Reichel erwähnt in dem zitierten Merkur-Artikel dagegen, dass er gebürtiger Schwarzwälder sei.; † 10. September 2014 in München) war ein deutscher Schauspieler, Theatergründer und -leiter.

Leben Horst A. Reichel arbeitete Ende der 1950er Jahre als Beleuchter am Münchner Residenztheater und hatte privaten Schauspielunterricht, als er 1959 23-jährig das Theater44 gründete, an dem er sowohl als Schauspieler und Regisseur als auch im administrativen Bereich tätig war.Christine Diller: Ein Leben im Theater, Münchner Merkur vom 16. April 2009, abgerufen am 3. Juni 2016

Seit Ende der 1960er Jahre fand Reichel auch immer wieder Zeit für Arbeiten vor der Kamera. Wiederholt sah man ihn in Episodenrollen der Krimireihe Derrick und anderen Serien wie Der Alte, Die Schwarzwaldklinik oder Forsthaus Falkenau, ferner in Literaturverfilmungen, so 1986 in Der Anschlag nach dem Roman Das Attentat von Harry Mulisch und Die Apothekerin auf der Grundlage des Bestsellers von Ingrid Noll.

1964 hatte Reichel seine spätere Frau Irmhild Wagner kennengelernt, als sie an seinem Theater in Jean Cocteaus Stück Die geliebte Stimme spielte. Ab 1965 leitete er gemeinsam mit ihr das Theater44 bis zur Schließung im Jahr 2009. 1999 wurden beide mit dem Schwabinger Kunstpreis ausgezeichnet. Aus der Ehe ging der gemeinsame Sohn Robinson Reichel hervor, der heute ebenfalls als Schauspieler tätig ist. Horst A. Reichel starb 78-jährig und wurde auf dem Münchner Nordfriedhof beigesetzt.Traueranzeige, abgerufen am 3. Juni 2016

Filmografie 1968: Die Söhne 1972: Tatort – Kennwort Gute Reise 1972: Mädchen, die nach München kommen – Das geheime Sexleben der Olympiastadt 1972: Ehen vor Gericht – In Sachen Dreyer gegen Dreyer 1973: Hausfrauen-Report 4. Teil 1975: Dein gutes Recht – Draculas Tochter 1976: Das Brot des Bäckers 1976: Derrick – Tod des Trompeters 1976: Derrick – Tote Vögel singen nicht 1977: Derrick – Tote im Wald 1978–1979: Unternehmen Rentnerkommune (4 Folgen als Anton Nowak) 1979: Die Protokolle des Herrn M. – Mit gezinkten Karten 1979: Der Alte – Illusionen über einen Mord 1980: Krelling 1982: Der Gast 1982: Schlaflose Tage 1984: Derrick – Die Verführung 1984: Derrick – Ende einer Sehnsucht 1985: Der eiserne Weg – Anna geht auf Amerika 1985: Die Krimistunde (Fernsehserie, Folge 14, Episode Der Mühe Lohn) 1985: Marie Ward – Zwischen Galgen und Glorie 1986: Der Anschlag 1987: Tatort – Blindflug 1988: Die Schwarzwaldklinik – Der Quacksalber 1989: Forsthaus Falkenau – Straßenpaganini 1989: Bumerang-Bumerang 1991: Der Fahnder – Alte Kameraden 1992: Marienhof – Schatten der Vergangenheit 1993: Die zweite Heimat – Chronik einer Jugend – Die Hochzeit 1993: Forsthaus Falkenau – Chefsache 1994: Anwalt Abel – Ihr letzter Wille gilt 1994: Der Fahnder – Ottos große Liebe 1995: Risiko Null – Der Tod steht auf dem Speiseplan 1995: Fesseln 1997: Die Apothekerin 1999: Aus heiterem Himmel – Liebe mit Hindernissen 2000: Im Licht des Feuers 2002: Tatort – Schlaraffenland 2002: Der Bulle von Tölz: Zirkusluft 2004: Unser Pappa – Herzenswünsche 2004: Kommissarin Lucas – Vergangene Sünden 2005: Mathilde liebt 2005: Die Rosenheim-Cops – Freier Fall 2005–2007: Die Fallers – Die SWR Schwarzwaldserie (div. Folgen als Gerhard Sieber)

Hörspiele 1980: Zahlende Gäste – Autor: Rodney David Wingfield – Regie: Heiner Schmidt

Weblinks

Traueranzeige

Einzelnachweise

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