mini|Berghotel Friedrichroda (2024)
Das Berghotel Friedrichroda ist ein 1980 als Erholungsheim „August Bebel“ des FDGB eröffnetes Ferien- und Tagungshotel auf dem Reinhardsberg am Stadtrand des Luftkurortes Friedrichroda im Thüringer Wald.
Geschichte
Das Berghotel Friedrichroda wurde 1980 als Erholungsheim „August Bebel“ der DDR-Gewerkschaft FDGB eröffnet.Bauen in Gotha unter neuem Befehl. In: thueringer-allgemeine.de. Abgerufen am 31. Mai 2016 Der auf dem Reinhardsberg errichtete Gebäudekomplex war das größte und eines der modernsten FDGB-Ferienheime.Nancy Allmrodt: Geotourismus in Thüringen: Eine Analyse der Nachfragestruktur des Nationalen Geoparks Inselsberg-Drei Gleichen. Diplomica, Hamburg 2011, ISBN 978-3-8428-6004-9 Es war vor allem verdienten und kinderreichen DDR-Bürgern vorbehalten. Zu DDR-Zeiten hatte das Hotel 1500 Betten.Urlaub im FDGB-Ferienheim Friedrichroda. In: mdr.de. Abgerufen am 31. Mai 2016. Einige Zeugnisse aus der Zeit als FDGB Erholungsheim sind im Museum für Regionalgeschichte und Volkskunde in Gotha archiviert.
Nach der Wende veräußerte die Treuhandanstalt das Hotel an die Euromill Hotelmanagement GmbH, die jedoch 1999 Insolvenz anmeldete. 1999 übernahm die Hotelgruppe Albeck & Zehden aus Berlin den Betrieb mit einer neuen Unternehmenssparte,Matthias Schäfer: , Berliner Zeitung, 3. März 2008 woraus die eigenständige Hotelgruppe Ahorn Hotels hervorgegangen ist. 2010 wurde das Berghotel in Ahorn Berghotel Friedrichroda umbenannt.
Architektur mini|Die von einer markanten Wabenstruktur geprägte Fassade und das Panoramarestaurant. Das Erholungsheim „August Bebel“ wurde 1979 vom VEB Bau Gotha als industrieller Betonfertigteilbau errichtet. Das Gebäude ist stark gegliedert mit markanten Balkonelementen sowie unterschiedlichen Fassaden aus Sichtbeton, Sandstein und Glas. Die einzelnen Baukörper sind strukturiert sowie gestaffelt mit bis zu zwölf Geschossen. Gemessen am üblichen Plattenbau in der DDR der späten 1970er Jahre kennzeichnet das Gebäude eine eher aufwändige und repräsentative Architektur.
Im Gaststättentrakt befindet sich ein 12 mal 12 Meter großes Emaille-Wandbild von Willi Neubert zum Thema: Sport, Spiel, Erholung und Freizeitgestaltung.
Hotelbetrieb mini|Blick vom 8. Stockwerk auf die Stadt.
Mit seinen 457 Zimmern auf zwölf Etagen ist es das größte Hotel in Thüringen.Ahorn-Berghotel Friedrichroda nahezu ausgebucht. In: thueringer-allgemeine.de. Abgerufen am 31. Mai 2016Übernachtungszahlen sind 2015 im Landkreis Gotha wieder gestiegen. In: thueringer-allgemeine.de. Abgerufen am 31. Mai 2016 Das Drei-Sterne-Hotel ist Teil der Ahorn Hotels. Die Gastronomie im Haus umfasst eine Bar, ein Buffetrestaurant, einen Biergarten und ein Panoramarestaurant im 12. Stock., Unternehmenswebsite ahorn-hotels.de. Abgerufen am 31. Mai 2016.
Literatur Ulrich Wieler: Architekturführer Thüringen: vom Bauhaus bis zum Jahr 2000, Band 1. Bauhaus-Universität, Universitätsverlag, Weimar 2001, ISBN 978-3-86068-139-8, S. 110 Heike Wolter: Das grüne Herz der DDR. Tourismus im Thüringer Wald 1945–1989. Thüringen Blätter zur Landeskunde, hrsg. von Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Erfurt 2007; online
Weblinks
AHORN Berghotel Friedrichroda, Unternehmenswebsite ahorn-hotels.de Wo der Osten Urlaub machte: Urlaub im FDGB-Ferienheim Friedrichroda, Video, MDR Zeitreise, 28. Juni 2004
Einzelnachweise
Kategorie:Hotel in Thüringen Kategorie:Friedrichroda Kategorie:Erbaut 1979 Kategorie:FDGB-Ferienheim Kategorie:Unternehmen (Landkreis Gotha)