Günther Zins (* 9. April 1951 in Butzbach, Hessen)Zins, Günther. In: Allgemeines Künstlerlexikon Online. K. G. Saur. ist ein deutscher Bildhauer und Fotograf. Bekannt wurde Zins durch seine geometrischen Stahlskulpturen.

Ausbildung Günther Zins studierte von 1970 bis 1975 Freie Malerei an der Fachhochschule für Kunst und Gestaltung in Köln. 1979 wechselte er an die Hochschule der Künste nach Berlin, wo er bis 1980 studierte. 1987 erhielt er das Märkische Stipendium für Bildende Kunst in Lüdenscheid. 2004 und 2007 war er Atelierstipendiat der Cité international des Arts in Paris und ist Mitglied im Verein der Düsseldorfer Künstler.

Werk Bereits in seinem frühen Werk zeichnet sich Günther Zins' Vorliebe für die konkrete Kunst ab. Schon die frühen malerischen Zeugnisse aus den Jahren um 1985 zeigen geometrische Strukturen und auch die Farbe findet sich bei ihm als materielles Element, das zur skulpturalen Formung herausfordert. Sein charakteristisches künstlerisches Mittel aber wird schließlich das Stahlrohr. Mit ihm konstruiert Zins geometrische Formen, die sich sowohl als raumfüllende als auch als reliefartige Objekte ausgeprägt finden. Immer wieder sucht Zins die Konfrontation mit gebauter Architektur oder findet landschaftliche Orte, in die er seine reduzierten Stahlrohplastiken einfügt.

Bei all diesen skulpturalen Objekten geht es dem Künstler um den Übergang der Linie in den Raum. Das Spiel mit der Illusion findet sich darüber hinaus auch in den fotografischen Arbeiten, mit denen der Künstler seit der Jahrtausendwende experimentiert. In der Werkgruppe der „geworfenen Plastik“ (2002) entstehen für Bruchteile von Sekunden scheinbar schwerelose Skulpturen, die als Raumzeichnungen fotografisch festgehalten werden.

Mit seinen skulpturalen Werken schließt Günther Zins an die konstruktive Plastik der 1920er Jahre an und entwickelt sie als raumfüllende Installation und Raumzeichnungen weiter.

Einzelausstellungen mini|Sculpture Quader für Marl (1991) von Günther Zins als Teil der Außensammlung des Skulpturenmuseums Glaskasten 1984: Städtisches Museum Haus Koekkoek, Kleve 1991: Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl / Museum Ostwall, Dortmund 1994: Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Goch, Öffnung des Raumes 1998: Städtische Galerie Lüdenscheid 2001: Zeche Zollverein, Essen, Gewirkt – Geschweisst, Linie und Farbe im Raum 2004: Museum Kurhaus Kleve 2008: Kunstverein Region Heinsberg, Schwerelos 2011: Museum Goch/Museum Schloss Moyland, Schwerelos, Zeichen im Raum 2012: ehem. Reichsabtei, Aachen-Kornelimünster, Öffnung des Raumes, Stahlplastik und Fotografie 2018: Gustav-Lübcke-Museum, Hamm, Klare Kante 2019: Museum Voswinckelshof, Dinslaken, Raumskulpturen 2019: Museum Moderner Kunst Wörlen, Passau 2021: Museum Kurhaus Kleve, Kleve

Ausstellungsbeteiligungen 1974: Museum Katharinenhof, Kranenburg 1986: Malen in Lüdenscheid – 1. Lüdenscheider Malersymposion: Brigitte Driller, Ulrich Dürrenfeld, Gerhard Scharnhorst, Christian Stober, Ulli Weiß und Günther Zins 1988: Figurationen, Flottmannhallen, Herne 1989: 11 Künstlerräume, Museum Schloss Morsbroich, Leverkusen 1995: Schweben, Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl 2002: Busan Sculpture Project, Busan Biennale, Südkorea 2006: Still und konsequent, Arbeiten aus der Sammlung Uwe Obier, Siegerlandmuseum, Siegen 2006: und es bewegt sich doch, Alexander Calder und Jean Tinguely bis zur zeitgenössischen mobilen Kunst, Museum Bochum 2008: Die Große, Museum Kunstpalast Düsseldorf 2010: Privatim, Arbeiten aus der Sammlung Crummenerl, Städtische Galerie Lüdenscheid 2010: Die Große, Kunstpalast Düsseldorf 2014: Stahlplastik in Deutschland Gestern und Heute, Kunstverein Wilhelmshöhe, Ettlingen 2017: Skulpturen im Dialog, Dominikanerkirche Münster, Kunsthalle Schnake 2018: Kreislauf, Museum Katharinenhof, Kranenburg 2019: Sichtwelten, 34. Übersichtsausstellung des Westdeutschen Künstlerbundes, Osthaus Museum Hagen und Städtische Galerie Iserlohn

Kunst im öffentlichen Raum mini|Versinkender Würfel (1993) im Forstgarten, Kleve mini|Versinke Würfel, tauch auf (2003), Bastionstraße 19, Düsseldorf Kreishaus Lüdenscheid Parktheater Iserlohn Glockengasse, Geldern Haus im Park, Emmerich Dach des Ratssaals, Rathaus Marl Forstgarten Kleve Dresdner Bank, Frankfurt am Main Niedersächsisches Landesamt für Ökologie, Hildesheim Altes Rathaus, Hattingen Finanzverwaltung NRW, Münster St. Johannes Krankenhaus, Dortmund Sparkasse-Dresdner Bank, Frankfurt/Oder BIK, Frankfurt am Main Sparkasse, Kleve Polizeipräsidium Kleve Museum am Ostwall, Dortmund Stadtpark am Rathaus, Dinslaken Skulpturenpark am Stadion, Busan, Südkorea Alter Markt, Emmerich Realschule, Kleve-Kellen Museen der Stadt Delmenhorst Kreisverkehr Stadionring, Bochum Ruhrcongress Bochum Mokpo Sculpture Park, Südkorea Volksbank Borken Künstlerzeche Unser Fritz, Herne Kurpark, Hamm Rütterswall, Kranenburg Bastionstraße 19, Düsseldorf

Literatur Gerhard Reinert: Günther Zins, Skulpturenmuseum Glaskasten 1995 Günther Zins, Städtische Galerie Lüdenscheid 1998. Günther Zins, hrsg. Kurhaus Kleve, Kleve 2004. Günther Zins. Schwerelos. Zeichen im Raum, hrsg. Vom Museum Goch und Museum Schloss Moyland, Kerber Verlag 2011. Kürschners Handbuch der Bildenden Künstler: Deutschland, Österreich, Schweiz, II, M./L. 2007 U.Rüth (Ed.): Material und Raum, I, Essen 1991 I.Keimer u. a.: BauArt. Künstler. Gest. staatl. Bauten in Niedersachsen, Hannover, 1999 Skulpturen-Park, Köln 2001 Weiter und so weiter und so weiter. 60 Jahre Westdeutscher Künstlerbund, Bochum 2006; H. G. Golinski u. a.: Und es bewegt sich doch ... Von Alexander Calder und Jean Tinguely bis zur zeitgenössischen "mobilen Kunst", Bochum 2006 Günther Zins. Ein Filmportrait von Ralph Goertz, Institut für Kunstdokumentation, 2011. Günther Zins, Klare Kante, hrsg. Gustav Lübcke Museum, Hamm Günther Zins, Präzision und Leichtigkeit, Hrsg. Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e.V., Kleve 2021

Weblinks

Website von Günther Zins „Günther Zins – Linie und Raum“ Video

Einzelnachweise

Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1951 Kategorie:Mann