Das Ruttnern ist die Passierbarmachung von Gebirgspässen im Winter mit Pferden, Maultieren oder Ochsen.Heini Hofmann: Trainpferde auf historischen Saumpfaden - ein Epilog. Allgemeine Schweizerische Militärzeitschrift 03/2018, Seite 40–43

Dabei wird von den Ruttnern (, ) mit Schaufeln und Pferden ein Weg durch den Schnee gemacht, der nachher mit Bastpferden, Pferdeschlitten oder zu Fuss benutzt werden kann. Im Idealfall wird gleichzeitig mit dem ersten Schneefall begonnen und das Ruttnern kontinuierlich fortgesetzt, so dass ein fester und tragfähiger Pfad in der gleichen Höhe wie der umliegende Schnee entsteht. Dadurch können keine Schneeverwehungen entstehen.

Im Winter 1985 wurde auf diese Weise von der Trainkolonne II/42 der Grenzbrigade 12 der Schweizer Armee erstmals nach über 100 Jahren wieder der Scalettapass geöffnet.Heini Hofmann: Moderner Train auf historischen Saumpfaden. NZZ vom 23. März 1985

Siehe auch Säumer

Literatur Heini Hofmann: Ruttnern, eine uralte Schneepfadtechnik. In: Bündner Jahrbuch, N.F., Band 30 (1988), S. 77–83. Wilhelm Mark: Winterausbildung: Das Ruttnern. In: Allgemeine Schweizerische Militärzeitschrift, Band 130 (1964), Heft 2, S. 88–89.

Einzelnachweise

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