mini|Nils Strunk auf der Berlinale 2025 Nils Strunk (* 1990 in Bad OldesloeNils Strunk Profil und Vita. Offizielle Internetpräsenz Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ (HfS). Abgerufen am 22. Mai 2016.Nils Strunk; Vita. Offizielle Internetpräsenz Schaubühne. Abgerufen am 22. Mai 2016.) ist ein deutscher Schauspieler, Musiker und Regisseur.

Leben Nils Strunk wuchs in Lübeck auf. Als Jugendlicher spielte er in verschiedenen Bands und leitete die Musical-AG am Katharineum zu Lübeck, wo er auch sein Abitur machte. Anschließend arbeitete er an der Berliner Staatsoper in der Theaterpädagogik. Nach einem abgebrochenen Geschichtsstudium folgten mehrere Regiehospitanzen und -assistenzen, u. a. bei Andrea Breth.

Von 2011 bis 2015 absolvierte er sein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ (HfS) in Berlin. Dort spielte er mehrfach unter der Regie von Christian Grashof, so die Titelrolle in Dantons Tod und erarbeitete Rollen unter der Leitung von Eva Weißenborn, Ruth Reinecke und Corinna Harfouch. Während seines Studiums hatte er erste Gastengagements an der Staatsoper im Schillertheater, am Deutschen Theater Berlin und an der Schaubühne am Lehniner Platz.

Von Mai 2015 bis Anfang 2017 war Nils Strunk festes Ensemblemitglied des Schauspiels am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, wo er bei verschiedenen Inszenierungen auch als Bühnenmusiker und Musikalischer Leiter tätig war.

Von Mai 2017 bis zum Ende der Spielzeit 2018/19 gehörte er dem Residenztheater München an. Sein Debüt hatte er dort, an der Seite von Bibiana Beglau, als afghanischer Flüchtling Hippolyt in Martin Kušejs Inszenierung Phädras Nacht.Theater: Viel Applaus für „Phädras Nacht“ mit Bibiana Beglau. Aufführungskritik; in: FOCUS vom 8. Mai 2017. Abgerufen am 4. September 2017 In der Spielzeit 2017/18 spielte er dort die Titelrolle in Martin Kušejs Schiller-Neuinszenierung des Don Karlos.Residenztheater: Nils Strunk spielt Don Karlos. Vorbericht. In: Abendzeitung vom 16. Mai 2018. Abgerufen am 19. August 2018.Sieg des Systems. Aufführungskritik. In: Süddeutsche Zeitung vom 18. Mai 2018. Abgerufen am 19. August 2018. In der Spielzeit 2018/19 verkörperte er am Münchner Residenztheater die Rolle des Jean Paul Marat in Tina Laniks Inszenierung von Marat/Sade, neben Charlotte Schwab als Marquis de Sade.

2019 erhielt er den Kurt Meisel Förderpreis und wurde mit dem Bayerischen Kunstförderpreis für darstellende Kunst ausgezeichnet.

Von 2019 bis 2021 arbeitete Nils Strunk als Gast an der Volksbühne Berlin, am Schauspiel Hannover, am Düsseldorfer Schauspielhaus sowie am Wiener Burgtheater. Mit Mozart und Salieri gab er in der Spielzeit 2020/21 am Badischen Staatstheater Karlsruhe sein Debüt als Regisseur. Hier inszenierte er 2023 auch Mephisto von Klaus Mann.

Seit der Spielzeit 2021/22 ist Nils Strunk festes Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater. Dort brachte er 2023 gemeinsam mit Lukas Schrenk eine Neubearbeitung von Mozarts Die Zauberflöte und 2024 von Stefan Zweigs Schachnovelle auf die Bühne.

Nils Strunk ist auch als Film-Komponist, Bühnenmusiker und Chorleiter tätig. Er ist Gründungsmitglied der Gruppe „Neues Künstlertheater“.

Im Tatort: Das Recht, sich zu sorgen (2016), dem zweiten Fall des Franken-Tatorts, war Strunk in einer Nebenrolle als junger Medizinstudent und Doktorand Philipp zu sehen.„Tatort“ aus Franken Wem gehört der verlorene Schädel?. Fernsehkritik; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 22. Mai 2016. Abgerufen am 22. Mai 2016. In der deutsch-dänischen Fernsehserie Die Affäre Cum-Ex (2025) spielte Strunk den ehrgeizigen und ambitionierten jungen Anwalt Sven Lebert.Die Affäre Cum-Ex. Pressemappe des ZDF. Abgerufen am 22. März 2025

Am 1. Dezember 2025 feierte das Opernexperiment/Musical Killing Carmen an der Volksoper Wien seine Uraufführung. Die Musik stammt von Nils Strunk, der auch Regie führte sowie von Lukas Schrenk und dem französischen Musiker Gabriel Cazes. Sie nutzten dabei Motive aus Georges Bizets Oper Carmen, arrangierten diese aber völlig neu. Das Buch/Libretto wurde ebenfalls von Strunk und Schrenk verfasst. Das Stück versteht sich als Weitererzählung des Carmen-Stoffes.

Strunk lebt in Wien und Berlin.

Theater (Auswahl) Hessisches Staatstheater Wiesbaden (2015–2017) 2015: Hamlet, Rolle: Horatio, Regie: Nicolas Brieger 2015: Das Leben in Fragen und Ausrufen, Regie: Ulrike Arnold 2015: Kafka/Heimkehr, Regie: Jan Philipp Gloger 2016: Mutter Courage und ihre Kinder, Rolle: Schweizerkas, Regie: Thorleifur Örn Arnarsson 2016: Ungeduld des Herzens, Rolle: Leutnant Hofmiller, Regie: Tina Lanik 2016/17: Don Karlos, Rolle: Don Karlos, Regie: Uwe Eric Laufenberg

Residenztheater München (2017–2019) 2017: Phädras Nacht, Rolle: Hippolyt, Regie: Martin Kušej 2017: Für immer schön, Rolle: Junger Nachbar. Regie: Katrin Plötner 2017: Die Räuber, Rolle: Razmann, Regie: Ulrich Rasche 2017: Jagdszenen aus Niederbayern, Rolle: Rovo, Regie: Martin Kušej 2018: Der Balkon, Rolle: Der Polizeichef, Regie: Ivica Buljan 2018: Don Karlos, Rolle: Don Karlos, Regie: Martin Kušej 2018: Marat/Sade, Rolle: Jean Paul Marat, Regie: Tina Lanik 2019: Eine Göttliche Komödie, Regie: Antonio Latella 2019: Eine Odyssee, Regie: Thorleifur Örn Arnarsson

Burgtheater Wien (2019–2024) 2019: Don Karlos, Rolle: Don Karlos, Regie: Martin Kušej (Übernahme des Residenztheaters München) 2021: Die Schwerkraft der Verhältnisse, Rolle: Rudolf, Regie: Bastian Kraft 2022: Der Sturm, Rolle: Ferdinand, Regie: Thorleifur Örn Arnarsson 2022: Der Nackte Wahnsinn, Rolle: Nils / Roger Trampelmann, Regie: Martin Kušej 2022: Engel in Amerika, Rolle: Louis Ironson, Regie: Daniel Kramer 2023: Die Zauberflöte, Regie: Nils Strunk 2023: Bunbury, Rolle: John Worthing, Regie: Antonio Latella 2024: hildensaga. ein königinnendrama, Rolle: Siegfried, Regie: Jan Bosse 2024: Schachnovelle, Regie: Nils Strunk, Lukas Schrenk

Staatstheater Darmstadt (2024) 2024: The Importance of Being Erna (Regie: Lukas Schrenk, Musik: Nils Strunk)

Filmografie (Auswahl) 2015: SOKO Köln (Fernsehserie, Folge: Nackte Tatsachen) 2016: Tatort: Das Recht, sich zu sorgen (Fernsehreihe) 2017: Kommissarin Heller – Verdeckte Spuren (Fernsehreihe) 2025: Die Affäre Cum-Ex (Fernsehserie) 2025: Die Nichte des Polizisten (Fernsehfilm) 2026: Gentle Monster (Kinofilm)

Auszeichnungen 2019: Kurt-Meisel-Preis, Förderpreis 2019: Bayerischer Kunstförderpreis, Sparte „Darstellende Kunst“ 2025: Elisabeth-Orth-Preisderstandard.at vom 30. Juni 2025: Elisabeth-Orth-Preis für Schauspieler Nils Strunk; abgerufen am 30. Juni 2025 2025: Hessischer Film- und Kinopreis, „Schauspieler*innenpreis“ an Lisa Wagner, Nils Strunk und Justus von Dohnányi für ihre Arbeit in der ZDF-Serie Die Affäre Cum-Ex. 2026: Grimme-Preis, Preis an Nils Strunk (Stellvertretend für das Darstellerensemble der ZDF-Produktion Die Affäre Cum-Ex) 2026: Österreichischer MusiktheaterpreisNils Strunk ist Preisträger des „Crossover-Preis“ beim Österreichischen Musiktheaterpreis – BILD, abgerufen am 29. August 2026, Kategorie Crossover

Weblinks

Nils Strunk bei agentur britta imdahl Vita, Deutsches Theater Berlin

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1990 Kategorie:Mann