mini|Libet Werhahn bei einem Empfang von John F. Kennedy auf dem roten Teppich in der zweiten Reihe rechts im hellblauen Mantel (1963)

Elisabeth „Libet“ Werhahn (* 17. Mai 1928 in Köln als Elisabeth Adenauer Website der Konrad-Adenauer-Stiftung, 15. Dezember 2008, abgerufen am 23. Juli 2016 (pdf; 207 kB).; auch als Libet Werhahn-Adenauer in der Öffentlichkeit; † 3. Februar 2019 in NeussJüngste Tochter von Konrad Adenauer gestorben.In: svz.de. 4. Februar 2019.Traueranzeige Libet Werhahn-Adenauer In: FAZ vom 5. Februar 2019.) war die jüngste Tochter von Konrad Adenauer und seiner zweiten Ehefrau Auguste Adenauer. Sie begleitete ihren Vater während seiner Zeit als Bundeskanzler öfter bei offiziellen Anlässen.

Leben Libet Adenauer wurde 1928 in Köln geboren. Sie hatte sechs Geschwister; ihr folgte noch ein Bruder.Konrad Adenauers Tochter Libet ist gestorben. In: welt.de. 4. Februar 2019. Später lebte sie mit ihrer Familie in Rhöndorf, wo sie das Kriegsende erlebte. Zuvor hatte sie die Gestapozentrale in Köln aufgesucht, um den Aufenthaltsort ihrer Eltern in Erfahrung zu bringen. Schließlich fand sie ihre Eltern im Gefängnis von Brauweiler, von wo sie ihre Mutter mitnehmen durfte. Der Vater kam erst Ende November 1944 wieder frei.Maicke Mackerodt: Erlebte Geschichten mit Libet Werhahn. Westdeutscher Rundfunk, 21. Mai 2009, abgerufen am 23. Juli 2016 (, 11,1 MB).

1947 begegnete Libet Adenauer in Rhöndorf zum ersten Mal ihrem späteren Ehemann, dem Industriellen Hermann Josef Werhahn (1923–2016Ludger Baten: Neusser Unternehmer: Hermann Josef Werhahn ist tot. Neuß-Grevenbroicher Zeitung, 21. Juli 2016, abgerufen am 23. Juli 2016.), den sie am 2. Mai 1950 in der Basilika des Klosters Maria Laach heiratete.Helga Bittner: Eine rheinische Liebe. Neuß-Grevenbroicher Zeitung, 30. April 2010, abgerufen am 23. Juli 2016. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor.

Weil Libets Mutter Auguste vor der Amtsübernahme ihres Vaters als Bundeskanzler gestorben war, übernahm sie bei zahlreichen Auftritten und Auslandsreisen Funktionen der „Kanzlergattin“.Helga Bittner: In Neuss war Adenauer vor allem Opa. Neuß-Grevenbroicher Zeitung, 4. August 2012, abgerufen am 23. Juli 2016. So begleitete sie ihren Vater zwölf Mal in die Vereinigten Staaten. Unter anderem wurde ihr zugeschrieben, dass das Treffen zwischen Adenauer und John F. Kennedy 1961 „entspannt“ ablief.Helga Bittner: Als Libet Werhahn die Kennedys besuchte. Neuß-Grevenbroicher Zeitung, 19. Juni 2013, abgerufen am 23. Juli 2016. Am 19. April 1967 richtete Konrad Adenauer an die in Tränen ausgebrochene Tochter Libet seine letzten Worte: „Da jitt et nix zo kriesche!“ (Da gibt es nichts zu weinen.)

Bis zu ihrem Tod im Jahr 2019 repräsentierte sie die Familie Adenauer. So begleitete sie 2009 Angela Merkel bei einem Besuch auf dem Waldfriedhof in Rhöndorf.Margarete van Ackeren: Angela Merkel: Auf Zeitreise mit der Adenauer-Sippe. Focus Online, 15. September 2009, abgerufen am 23. Juli 2016.

Libet Werhahn engagierte sich von 1975 bis 1994 für die CDU in Neuss, insbesondere für die Bereiche Kultur und Soziales, aber auch als Vorsitzende des Komitees für Partnerschaften. Sie war von 1979 bis 1989 Mitglied des Stadtrates in Neuss.Libet Werhahn-Adenauer – 60 Jahre CDU-Mitgliedschaft. CDU Neuss, 15. Oktober 2009, abgerufen am 23. Juli 2016. Außerdem war sie stellvertretende Vorsitzende der Europa-Union Nordrhein-Westfalen.

Beigesetzt wurde Libet Werhahn auf dem Hauptfriedhof in Neuss.

Weblinks

Maicke Mackerodt: Erlebte Geschichten mit Libet Werhahn. Westdeutscher Rundfunk, 21. Mai 2009, abgerufen am 23. Juli 2016 (mp3, 11,1 MB) Judith Michel: Elisabeth Werhahn (geb. Adenauer). Adenauer-Portal der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Einzelnachweise

⚭Libet Libet Kategorie:Kommunalpolitiker (Rhein-Kreis Neuss) Kategorie:Person (Neuss) Kategorie:CDU-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Preuße Kategorie:Geboren 1928 Kategorie:Gestorben 2019 Kategorie:Frau