mini|Claudia Wohlgenannt (2025) Claudia Wohlgenannt (* 1975 in Lustenau) ist eine österreichische Filmproduzentin.
Leben Claudia Wohlgenannt wuchs in Dornbirn auf. Sie übersiedelte Mitte der 1990er Jahre, nach dem Schulbesuch, nach Wien. Sie war ab 1997 freiberuflich als Aufnahmeleiterin und Produktionsleiterin in der Filmbranche tätig. Von 2009 bis 2012 arbeitete sie für die Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion, 2011 absolvierte sie eine Ausbildung bei European Audiovisual Entrepreneurs. Wohlgenannt gründete 2012 ihr eigenes Unternehmen Plan C Filmproduktion, das seit 2017 mit Wolfgang Schmid als Teilhaber geführt wird.
Wohlgenannt ist ordentliches Mitglied der Akademie des Österreichischen Films und Funktionärin in der Fachvertretung der Film- und Musikwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien. In der WKO ist sie auch Vorsitzende im „Berufsgruppenausschuss für Geschlechtergerechtigkeit und Inklusion“ und zudem Mitglied in den Netzwerken dok.at, FC Gloria und Film Fatal. Sie hat zwei Kinder.
Am Standort ihrer Firma im Wiener Nibelungenviertel gründete sie zudem 2012 die Grätzlgalerie, ein Ort für Teilhabe und Kulturveranstaltungen. Zum jährlichen Fixprogramm gehört ein Sommerkino am Burjanplatz und ein Straßenfest am Kriemhildplatz. 2022 hat Wohlgenannt den Vereinsvorstand an ihre Nachfolger übergeben.
Filmografie (Auswahl) Produzentin 2012: Call Me a Jew 2013: Fiesta auf der Müllhalde (auch Regisseurin) 2014: Was Wir Nicht Sehen 2016: Desert Kids 2017: Gideon Eckhaus 2019: Die Dohnal: Frauenministerin, Feministin, Visionärin 2022: Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen 2024: Nebelkind – The End of Silence
Produktionsleiterin 2007: Universum: Semmering HochWien. Eine Stadt zieht ins Gebirge 2010: Einmal mehr als nur reden 2012: Die Lust der Männer 2013: Schulden G.m.b.H. Produktionsassistentin
2001: Bride of the Wind 2008: Der Räuber 2011: Abendland 2011: Anfang 80 2011: Michael
Set Aufnahmeleiterin 1997: Eine fast perfekte Scheidung 1997: Ein idealer Kandidat (zwei Folgen) 1999: Eine fast perfekte Hochzeit 1999–2000: Schlosshotel Orth (drei Folgen) 2002: Meine Schwester das Biest
Auszeichnungen als Produzentin der Plan C Filmproduktion Großer Diagonale Preis 2020 – Bester Dokumentarfilm für Die Dohnal Preis für außergewöhnliche Produktionsleistung der VAM (Diagonale 2020) für Die Dohnal Österreichischer Filmpreis 2021 – Auszeichnung in der Kategorie Bester Dokumentarfilm für Die Dohnal Österreichischer Filmpreis 2021 – Auszeichnung in der Kategorie Beste Montage für Die Dohnal 2022 FIPRESCI-Preis im Rahmen des Filmfests München für Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen Deutscher Filmpreis 2023 – Auszeichnung in der Kategorie Bester Dokumentarfilm für Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen Österreichischer Filmpreis 2023 – Auszeichnung in der Kategorie Bester Dokumentarfilm für Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen 2023 Romy in der Kategorie Beste Dokumentarfilm Kino für Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen
Weblinks Internetpräsenz von Plan C Filmproduktion
Artikel über „Fiesta auf der Müllhalde“. In: Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft. Interview Michael Pfeifenberger und Gideon Eckhaus Artikel über Die Dohnal: Frauenministerin, Feministin, Visionärin bei Mein Bezirk Ö1 Im Gespräch über Die Dohnal: Frauenministerin, Feministin, Visionärin Kritik zu Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen
Einzelnachweise
Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Träger des Österreichischen Filmpreises Kategorie:Mitglied der Akademie des Österreichischen Films Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1975 Kategorie:Frau