mini|hochkant=1.4|Stolpersteine für die Familie Neumann in Bratislava Die Liste der Stolpersteine im Bratislavský kraj enthält die Stolpersteine in der slowakischen Region Bratislavský kraj (Bratislavaer Landschaftsverband). Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen der jeweiligen Stadt, die von National­sozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine wurden von Gunter Demnig verlegt. Im Regelfall werden sie vor dem letzten selbstgewählten Wohnort des Opfers verlegt.

Die Stolpersteine werden auf Slowakisch pripomienkové kamene beziehungsweise pamätné kamene (beides für „Gedenksteine“), alternativ auch „Stolpersteine“, genannt.

Verlegte Stolpersteine

Bratislava In Bratislava wurden 33 Stolpersteine an sechzehn Anschriften verlegt. (Stand: Oktober 2021)

Stolperstein Übersetzung Verlegort Name, Leben 120px HIER LEBTEGIZELAFLEISCHMANNOVÁGEB. FISCHEROVÁGEB. 1892DEPORTIERT 1944NACH SEREDDANN NACH AUSCHWITZERMORDET Klariská 333/7 , geborene Fischer, wurde am 21. Januar 1892 in Bratislava geboren und war eine slowakische Frauenrechtlerin und Widerstandskämpferin. Als Präsidentin der slowakischen Sektion der Women’s International Zionist Organisation wurde sie eine Führungsperson der zionistischen Frauenbewegung in der Slowakei. Ab 1941 war sie im Verband Hechaluz aktiv, der die jüdische Einwanderung nach Palästina (Alija) und deren Vorbereitung (Hachschara) zum Ziel hatte. Am 28. September 1944 wurde sie im Zuge der Razzien nach dem slowakischen Nationalaufstand verhaftet und ins KZ Sereď deportiert. Weil sie sich weigerte, andere zu verraten, wurde sie im Oktober 1944 mit dem letzten Transport von der Slowakei ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert und direkt nach der Ankunft ermordet. Sie war mit dem Kaufmann Josef Fleischmann verheiratet, der 1942 verstarb, und hatte zwei Töchter, Alice und Judith, die beide den Holocaust überlebten.120px HIER LEBTEJOSEF FRANKLGEB. 1871AUF DER FLUCHTVERHAFTET 1942ERMORDETIN PODUNAJSKÉBISKUPICE Panská 6 120px HIER LEBTELEO FRANKLGEB. 1907DEPORTIERT 1942NACH MAJDANEKERMORDET Panská 6 120px HIER LEBTEGUSTÁV GRÁFGEB. 1881VERHAFTET IM HERBST 1942IN DÚBRAVKADEPORTIERT NACH SEREDNACH SACHSENHAUSENERMORDET Paulínyho 1 Über Erinnerungen stolpern: „Gedenken an einem Ort, wo sie einst glücklich waren“, abgerufen am 26. Oktober 2021 120px HIER LEBTEJIŘÍ GRÁFGEB. 1926VERHAFTET 1942IN PRAGDEPORTIERT NACH SEREDNACH MALY TROSTINEZERMORDET Paulínyho 1 120px HIER LEBTEKAMILA GRÁFOVÁGEB. LÖWNEROVÉGEB. 1891VERHAFTET IM HERBST 1944IN DÚBRAVKADEPORTIERT NACH SEREDNACH RAVENSBRÜCKERMORDET 120px HIER LEBTEPAVEL GRÁFGEB. 1928VERHAFTET IM HERBST 1942IN DÚBRAVKADEPORTIERT NACH SEREDNACH SACHSENHAUSENNACH BUCHENWALDHAT ÜBERLEBT Paulínyho 1 120px HIER LEBTEIVAN MARKOVIČGEB. 1888VERHAFTET AM 1.9.1939IN PRAGDEPORTIERT 1939NACH DACHAUDANN NACH BUCHENWALDERMORDET AM 16.2.1944 Boženy Němcovej 2 (1888–1944) 120px HIER LEBTEJÚLIUS MAYERGEB. 1895DEPORTIERT 1944ERMORDET 3.2.1945IN BUCHENWALD Palackého 49/4 wurde am 6. April 1895 als Sohn von Leopold und Rosalia Mayer in Svätý Jur geboren, einer Kleinstadt in der Westslowakei. Er lebte in Bratislava und heiratete Margot Scheimowitz, geb. 1902 in Šúrovce. 1944 wurde er deportiert und am 3. Februar 1945 im KZ Buchenwald ermordet.

Das Paar hatte zwei Kinder, deren Namen und Schicksal unbekannt sind. Seine Witwe verstarb 1974 in Israel. 120px HIER LEBTEALEXANDER NEUMANNGEB. 1876FESTGENOMMEN IM OKT. 1944DEPORTIERTNACH AUSCHWITZERMORDET IM JAN. 1945 Hlavné námestie 5 120px HIER LEBTEMARGIT NEUMANNGEB. SCHLESINGERGEB. 1890FESTGENOMMEN IM NOV. 1944DEPORTIERTNACH SEREDDANN NACH RAVENSBRÜCKERMORDET IM FEB. 1945 Hlavné námestie 5 120px HIER LEBTEJAKUBOESTERREICHERGEB. 1891DEPORTIERT 1944NACH AUSCHWITZERMORDET Tolstého 851/9 , auch Iakob, geboren 1891, war Arzt und arbeitete zuletzt am Jüdischen Spital von Bratislava. Er war mit Josefa Wasserfogl verheiratet. Ob die beiden Kinder hatten, ist nicht bekannt. Beide wurden 1944 ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet. 120px HIER LEBTEJOZEFAOESTERREICHEROVÁGEB. WASSERFOGLGEB. 1896DEPORTIERT 1944NACH AUSCHWITZERMORDET Tolstého 851/9 geb. Wasserfogl war Jahrgang 1896. Sie heiratete den Arzt Jakub Österreicher und wurde mit ihm 1944 ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet. 120px HIER ARBEITETEJÁN ORSZÁGHGEB. 1898VERHAFTET 4.2.1945DEPORTIERT 10.4.1945NACH MAUTHAUSENDORT ERMORDET Námestie Slobody 1 (1898–1945)vets.cz: Spolek pro vojenská pietní místa, abgerufen am 26. Oktober 2021 120px HIER LEBTEDR. EMIL PÁSZTORGEB. 1887ZUR ZWANGSARBEITDEPORTIERT 1942NACH AUSCHWITZ 1944ERMORDET Kúpeľná 30/3 (1887–1944) 120px HIER LEBTEPAVOL ROTTERGEB. 1914DEPORTIERT 1942NACH SEREDNACH LUBLIN-MAJDANEKERMORDET Štúrova 12 wurde 1914 geboren und lebte während des Krieges in Bratislava. Am 30. März 1942 wurde er von Sered ins KZ Majdanek deportiert und dort ermordet.120px HIER LEBTEŠALAMON ROTTERGEB. 1879DEPORTIERT 1944NACH SEREDNACH AUSCHWITZERMORDET Gorkého 4 wurde 1879 geboren, von den National­sozialisten 1944 zuerst nach Sereď und danach ins KZ Auschwitz deportiert. Er wurde dort ermordet.Spolek pro vojenská pietní místa: Kamene zmiznutých - Šalamon Rotter, abgerufen am 26. November 2016 (slowakisch)120px HIER LEBTEELZA ROTTEROVÁGEB. SPITZEROVÁGEB. 1889DEPORTIERT 1944NACH SEREDNACH AUSCHWITZERMORDET Gorkého 4 (geb. Spitzerová) wurde 1889 als Tochter von Max und Eva Shpitzer geboren. Sie war Lehrerin und mit Salomon Rotter verheiratet. Sie wurde von den National­sozialisten 1944 zuerst nach Sereď und danach ins KZ Auschwitz deportiert. Sie wurde dort ermordet.Spolek pro vojenská pietní místa: Kamene zmiznutých - Elza Rotterová, abgerufen am 26. November 2016 (slowakisch) 120px HIER LEBTEEVA ROTTEROVÁGEB. 1926DEPORTIERT 1942NACH SOBIBORERMORDET Štúrova 12 wurde am 5. Februar 1926 in Bratislava als Tochter von Isaak und Therese Rotter geboren. Zusammen mit ihrer Mutter wurde sie am 7. Juni 1942 ins KZ Sobibor deportiert und dort ermordet. 120px HIER LEBTETEREZIA ROTTEROVÁGEB. NEUVATGEB. 1890DEPORTIERT 1942NACH SOBIBORERMORDET Štúrova 12 , geborene Neurath, wurde am 25. Oktober 1890 in Trnava geboren und arbeitete in Bratislava als Hausfrau. Am 7. Juni 1942 wurde sie zusammen mit ihrer Tochter Eva ins KZ Sobibor deportiert und dort ermordet. 120px HIER LEBTEMANFRED-MORITZRÜBNERGEB. 1885FESTGENOMMEN IN [ŠAŠTÍNA]INTERNIERT IN ŽILINADEPORTIERT 1942NACH AUSCHWITZERMORDET AM 16.6.1942 Grösslingová ul. 55 120px HIER LEBTEALICA RÜBNEROVÁGEB. 1929FESTGENOMMEN IN [ŠAŠTÍNA]INTERNIERT IN ŽILINADEPORTIERT 1942NACH AUSCHWITZERMORDET AM 12.6.1942 Grösslingová ul. 55 120px HIER LEBTEELIZABETARÜBNEROVÁGEB. GRÜNWALDOVÁGEB. 1899FESTGENOMMEN IN [ŠAŠTÍNA]INTERNIERT IN ŽILINADEPORTIERT 1942NACH AUSCHWITZERMORDET AM 12.6.1942 Grösslingová ul. 55 120px HIER LEBTEROZÁLIASCHEIMOVITZOVÁGEB. 1869DEPORTIERT 1944ERMORDET 7.3.1945IN BERGEN-BELSEN Palackého 49/4 , geborene Löwy, wurde 1869 bei Nitra geboren. Sie war mit Moritz Scheimowitz (1857–1938) verheiratet und lebte zunächst in Veľké Šúrovce, während des Krieges dann in Bratislava. Das Ehepaar hatte acht Kinder und zumindest acht Enkelkinder. Die vier Söhne hießen Artur, Julius, Geza Schuri und Oskar, die vier Töchter Valeria, die im Kindbett starb, Adela verehel. Fried, Margot verehel. Mayer und Julia verehel. Sarlota Reichental.

1944 wurde Rozália Scheimovitzová deportiert und am 7. März 1945 im KZ Bergen-Belsen ermordet. Zwei ihrer Söhne, Geza Schuri und Oskar, sowie Tochter Adela wurden ebenfalls von den Nazis ermordet. Das Schicksal der anderen beiden Söhne ist ungeklärt, sie wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls Opfer der Shoah. Zwei Töchter, Margot und Julia, konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und lebten dann in Israel. Sie verstarben 1974 bzw. 2003. 120px HIER LEBTEJONÁŠ UNREICHGEB. 1874DEPORTIERT 1944NACH AUSCHWITZERMORDET Kapucínska 9 wurde 1874 geboren. Er heiratete Regina Grün­hut. mini|hochkant=1|Gedenktafel für Regina und Jonas Unreich Das Paar hatte einen Sohn, David Unreich, geboren am 30. Juli 1907 in Bratislava, der als Ringer weltberühmt wurde. Der Sohn lebte bis 1939 bei den Eltern. Jonas Unreich wurde 1944 von den National­sozialisten ins KZ Auschwitz deportiert und dort ermordet.Správy Pravda (Bratislava): V Bratislave osadia pamätníky individuálnym obetiam holokaustu, 14. August 2016, abgerufen am 26. November 2016. 120px HIER LEBTEREGINA UNREICHOVÁGEB. GRÜNHUTGEB. 1879DEPORTIERT 1944NACH AUSCHWITZERMORDET Kapucínska 9 (geb. Grünhut) wurde 1874 geboren, heiratete Jonas Unreich und hatte mit ihm einen Sohn, David Unreich, geboren am 30. Juli 1907 in Bratislava, der als Ringer weltberühmt wurde. Der Sohn lebte bis 1939 bei den Eltern, konnte dem NS-Terror aber rechtzeitig entkommen. Regina Unreichová wurde 1944 von den National­sozialisten 1944 ins KZ Auschwitz deportiert und dort ermordet. 120px HIER LEBTEIGNÁC VÉCSEIGEB. 1883NACH DEN DEPORTATIONEN 1944VERSCHWUNDEN Hlboka cesta 963/3 wurde 1889 geboren. Er studierte Architektur und gründete 1924 gemeinsam mit seinem Kollegen Weinwurm ein Architektur­büro. Er verschwand im Rahmen einer Deportation im Jahr 1944. 120px HIER LEBTEŠTEFAN VÉCSEIGEB. 1923NACH DEN DEPORTATIONEN 1944VERSCHWUNDEN Hlboka cesta 963/3 wurde 1923 geboren, mutmaßlich als Sohn von Ignác und Josefa Vécsei. Er verschwand im Rahmen einer Deportation im Jahr 1944. 120px HIER LEBTEJOZEFA VÉCSEIOVÁGEB. 1896NACH DEN DEPORTATIONEN 1944VERSCHWUNDEN Hlboka cesta 963/3 wurde 1896 geboren. Sie war mutmaßlich die Frau von Ignác Vécsei und die Mutter von Štefan Vécsei. Sie verschwand im Rahmen einer Deportation im Jahr 1944. 120px HIER LEBTEFRIEDRICHWEINWURMGEB. 1885NACH DER FLUCHT 1942VERSCHWUNDEN Gorkého 201/11 kam am 30. August 1885 in Borský Mikuláš, als Sohn des Ziegelei Besitzers Nathan Weinwurm und Fani (geborene Grünhut) zur Welt. Er studierte Architektur an den Technischen Hochschulen in Berlin und Dresden und kämpfte danach im Ersten Weltkrieg, wo er schwer verletzt wurde. Später eröffnete er in Bratislava mit seinem Kollegen Ignác Vécsei ein Architektur­büro. Seine wichtigsten Werke befinden sich in den Städten Nitra, Žilina und Piešťany. Es wird angenommen, dass er 1942 bei seiner Flucht an der ungarisch-slowakischen Grenze ums Leben gekommen ist. 120px HIER LEBTELAZAR WEISSFISCHGEB. 1895DEPORTIERT 1942NACH AUSCHWITZERMORDET Godrova 2 wurde 1895 in Bratislava geboren. Er war der Sohn von Osias und Genendel Weissfisch. Er war mit Terézia geb. Unreich verheiratet. Seine Frau wurde auch Reizi genannt. Das Paar hatte zwei Töchter, Judita, auch Judid oder Yehudit genannt (geboren 1935 oder 1936), und Miriam (geboren 1937 oder 1938). Er wurde 1942 ins KZ Auschwitz deportiert und dort ermordet. Zwei Jahre nach seiner Deportation und Ermordung wurde auch seine Familie ermordet. 120px HIER LEBTEJUDITAWEISSFISCHOVÁGEB. 1935DEPORTIERT 1944NACH AUSCHWITZERMORDET Godrova 2 wurde 1935 geboren, 1944 ins KZ Auschwitz deportiert und dort ermordet. 120px HIER LEBTEMIRIAMWEISSFISCHOVÁGEB. 1938DEPORTIERT 1944NACH AUSCHWITZERMORDET Godrova 2 wurde 1938 geboren, 1944 ins KZ Auschwitz deportiert und dort ermordet. 120px HIER LEBTETERÉZIAWEISSFISCHOVÁGEB. UNREICHGEB. 1901DEPORTIERT 1944NACH AUSCHWITZERMORDET Godrova 2 geb. Unreich wurde 1901 geboren, 1944 ins KZ Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Častá In Častá wurden drei Stolpersteine an zwei Anschriften verlegt.