mini|Gary Tyler (2017)

Gary Tyler (* 1958) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Häftling.

Der farbige Schüler aus St. Rose, Louisiana, wurde als 17-Jähriger der Erschießung eines 13-jährigen weißen Jungen für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Zwischen 1977 und 1981 befasste sich der United States Court of Appeals for the Fifth Circuit mit dem Urteil. Es wurde in lebenslange Haft umgewandelt. Tyler wurde von Menschenrechtsorganisationen unterstützt, politische Organisationen und auch Sportler setzten sich für ihn ein. Am 29. April 2016 kam er schließlich nach vier Jahrzehnten frei.

Umstände des Falles Tyler gehörte im Jahr 1974 zu einer Gruppe farbiger Schüler, die im Rahmen einer gerichtlich verfügten Anordnung zur Aufhebung der Rassentrennung mit Bussen an eine ehemals nur für weiße Schüler erlaubte High School in Louisiana fuhren. Am 7. Oktober wurde der Bus, in dem Tyler saß, von einem wütenden Mob angegriffen. Hierbei wurde ein weißer Junge erschossen. Tyler wurde als Täter verdächtigt und als Erwachsener vor Gericht gestellt. Eine nur mit weißen Geschworenen besetzten Jury erkannte ihn wegen Mordes ersten Grades für schuldig. Mit nur 17 Jahren kam er nach Angola, dem größten Hochsicherheitsgefängnis des Landes.

Kulturelle Rezeption

Gil Scott-Heron sang 1978 über Tyler in dem Lied Angola, Louisiana auf dem Album Secrets. UB40 veröffentlichten 1980 auf ihrem Debütalbum den Song Tyler. 2008 griffen sie das Thema in dem Lied Rainbow Nation wieder auf. Die Band Chumbawamba befasste sich mit dem Fall 2008 in dem Lied Waiting for the Bus auf dem Album The Boy Bands Have Won.

Einzelnachweise

Kategorie:Zum Tode verurteilte Person Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1958 Kategorie:Mann