Ferid Alnar (Hasan Ferit Alnar; * 11. März 1906 in Istanbul; † 1978 in Ankara) war ein türkischer Komponist.
Alnar studierte von 1927 bis 1932 in Wien bei Joseph Marx und Oswald Kabasta. Danach war er in Istanbul zunächst Dirigent am Theater und Lehrer für Musikgeschichte am Konservatorium, von 1937 bis 1946 Kompositionslehrer und dann bis 1953 Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters. Von 1954 bis 1960 leitete er als Generalmusikdirektor die Staatsoper in Ankara, wo er danach als Gastdirigent wirkte. Er gehörte zu den Türkischen Fünf, der Gruppe der ersten professionellen Komponisten der Türkei.
Alnar komponierte Opern, Bühnen- und Filmmusiken. Ferner schrieb er Instrumentalkonzerte (ein Cellokonzert, ein Konzert für Kanun), ein Streichquartett, ein Klaviertrio, eine Suite für Klavier und Orchester, Klavierstücke und Lieder. Seine Kompositionen sind von der Folklore seiner Heimat geprägt.
Werke Orchesterstücke und Konzerte mit Orchester Romantische Ouvertüre, 1932 Prelude und zwei Tänze, 1935 Türkische Suite, 1936 Istanbul, Orchestersuite, 1937–1938 Konzert für Violoncello und Orchester, 1943 Konzert für Kanun und Streichorchester, 1944–1951
Kammermusik und Bühnenwerke Fantasie für Trio, 1929 Suite für Violine und Klavier, 1930 Streichquartett, 1930 Yalova Türküsü, 1932 Sari Zeybek, 1932 Schauspielmusik zu Goethes Faust, 1944
Werke für Gesang und Orchester Drei Lieder für Soprano und Orchester, 1948
Filmmusik und traditionelle Werke Straßen von Istanbul (Filmmusik), 1931 Namik Kemal (Filmmusik), 1949 Die Teppichverkäuferi" (Filmmusik), 1953 Schmetterling Zabit Einstimmige Operette, 1922 10 Saz semaisi, 1926 Bayati Araban Pesrev, 1927 Bayati Araban Saz Semaisi, 1927 Segah Pesrev, 1927 Lied ohne Worte, 1926
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