miniatur|Teilweise restaurierte, historische Grabkreuze auf dem Alten Kessenicher Friedhof Der Alte Kessenicher Friedhof gehört zu den ältesten noch bestehenden Friedhöfen auf dem heutigen Gebiet der Stadt Bonn. Ursprünglich vermutlich bereits als Begräbnisplatz für Angehörige des anliegenden Klosters verwendet, wurde er als öffentlicher Friedhof ab dem Jahr 1827 genutzt; der Friedhof liegt im Ortsteil Kessenich und steht unter Denkmalschutz.
Mit der Adresse Nikolausstraße 6 liegt er am Hanggelände zwischen der Nikolausstraße/Rosenburgweg mit dem St.-Franziskus-Hospital und der höher gelegenen Rosenburg. Gegenüber dem schmalen Zuweg zum Friedhofseingang (genannt Kuhgasse) befindet sich das Kessenicher Kriegerdenkmal. Am Eingang zum Friedhof steht die historische Alt-St. Nikolaus-Kapelle.
Vom 1874 erweiterten Friedhof hat man einen weitgehend unverbauten Blick auf Kessenich und das Siebengebirge. Offiziell wurde der Friedhof im Jahr 1893 nach Eröffnung des neuen, rund 400 Meter entfernt liegenden Kessenicher Bergfriedhofs geschlossen, Beerdigungen (Erdbestattung) fanden jedoch bis ins 21. Jahrhundert statt.Lisa Inhoffen, Kessenich und Dottendorf: Stadt Bonn will Friedhöfe schließen, 11. April 2012, Bonner General-Anzeiger Nur 170 Grabstellen standen zur Verfügung.Horst Heidermann: Unter Linden an dem Rhein – die Ruhestätten der Wuppertaler in Bonn und Bad Godesberg. In: Geschichte im Wuppertal. Jahrgang 17, 2008 Der Friedhof ist mit seinem Bestand an teilweise schon über 300 Jahre alten Grabsteinen stark verwittert; einzelne Steinkreuze wurden 1981 allerdings von der Stadt Bonn instand gesetzt. Im Jahr 2012 erwog die Stadtverwaltung eine endgültige Aufgabe des Friedhofes, der dann ab dem Jahr 2040 als öffentlicher Park geführt werden und somit zu einer finanziellen Entlastung der zuständigen Friedhofsbudgets beitragen sollte.
Die auffallendste Grabstelle des Friedhofes ist einer Familie Klemmer gewidmet. Dabei handelt es sich um eine kleine Grabkapelle in romanischer Anmutung, die im Inneren mit einem kleinen Tischaltar und einem Standkreuz ausgestattet ist.bonn-kessenich.com: Gemauert aus rotbraunem Backstein, ist die Kapelle mit kleinen Rundbögen und einem aufwendig verziertem Eingangstor versehen. Wandöffnungen und Eingang sind in Form von Vierpässen ausgestaltet.11punkt.de:
Auf dem Friedhof finden sich Gräber von Geistlichen, Mönchen und Nonnen des ehemaligen Kessenicher Klosters und alteingesessener Kessenicher Familien.Martin Becker, Bonn. Das rheinische Biotop: Stadtteilportrait Kessenich, 18. August 2009 (via das Online-Magazin campus-web) Auch der Philologe Franz Bücheler, der Architekt Johannes RichterJulius Langenberg: , der Industrielle Gustav Schlieper und der Historiker Ernst aus’m Weerth, auf der Website von „kessenich ist kult“ (Auszug aus dem Kalender „Kessenicher Geschichten 2006“ der Apotheke Hausdorffstrasse) wurden hier bestattet.
Einzelnachweise und Anmerkungen
Siehe auch Liste der Baudenkmäler im Bonner Ortsteil Kessenich Liste der Naturdenkmale in Kessenich
Weblinks
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