Saint-Nazaire-d’Aude () ist ein Ort und eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Aude in der Region Okzitanien.
Lage Der Ort Saint-Nazaire-d’Aude liegt 1,5 Kilometer nördlich des Flusses Aude und rund 14 Kilometer nordwestlich von Narbonne auf einer Höhe von etwa 22 m ü. d. M. in der geschichtsträchtigen Kulturlandschaft des Minervois.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2018Einwohner 539 802 967 778 1113 2062 Der Bevölkerungsrückgang in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die Reblauskrise im Weinbau und die Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzuführen. Die Nähe zur Großstadt Narbonne hat danach wieder zu einem deutlichen Anstieg der Einwohnerzahlen geführt.
Wirtschaft Ein Großteil der landwirtschaftlichen Flächen ist seit Jahrhunderten dem Weinbau vorbehalten; produziert werden hauptsächlich Rotweine, die über die Appellationen Pays de l’Aude, Languedoc, Minervois, Le Pays Cathare und Pays d’Oc vermarktet werden.Saint-Nazaire-d’Aude – Weinbau Einige Häuser sind zu Ferienwohnungen (gîtes) umgewandelt worden.
Geschichte mini|hochkant=1.3|Pont Neuf Der Ort existiert bereits seit dem Mittelalter. Einen wirtschaftlichen Aufschwung nahm er im 18. Jahrhundert durch den Bau des circa einen Kilometer nördlich vorbeiführenden Canal du Midi.
Sehenswürdigkeiten Im Rathaus (mairie) gibt es eine schöne Decke aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Im Palais der Äbte von Fonfroide ist ein Kamin (cheminée) aus derselben Zeit erhalten. Umgebung Der Canal du Midi durchquert einen kleinen Abschnitt im Norden der Gemeinde; ein wenig außerhalb befindet sich der Weiler Le Somail, der im Zusammenhang mit dem Bau des Kanals entstand und heute ein relativ einheitliches Ensemble der Architektur des ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts mit Brücke, Kapelle und Herberge bildet. Der gesamte Baukomplex ist seit 1996 als Monument historique anerkannt. Auch der im Jahr 1771 erbaute und nicht mehr gewölbte Pont Neuf (Koordinaten: NS=43/15/46/N, OW=2/54/15/O) steht seit dem Jahr 1997 unter Denkmalschutz.
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Einzelnachweise
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