mini|Stammwappen I derer von Schönfeld (lothringen-böhmisch) mini|Wappen II derer von Schönfeld (böhmisch) Die Freiherren, Grafen und Ritter von Schönfeld sind ein altes lothringen-böhmisches Adelsgeschlecht, das seinen Ursprung auf die aus den österreichischen Niederlanden stammende Familie der Nachkommen des Nicolaus de Serainchamp (auch de Serein Champ d. h. in der Übersetzung Schönfeld), verheiratet mit Barbara de Hault, zurückführt.

Sie stehen in keinem genealogischen Zusammenhang mit dem sächsischen Adelsgeschlecht Schönfeld.Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, Wien 1890, Band 31, S. 156, siehe Digitalisat und dem gleichnamigen böhmischen Geschlecht mit einem anderen Wappen (Pfahl und Balken mit drei Sternen), die 1594 geadelt wurde. Von ihr stammte Johann Ferdinand von Schönfeld (seit 1814 Ritter von Schönfeld).

Wappen der Grafen von Schönfeld (de Serainchamp) Blasonierung: Wappen I: In Silber ein schrägrechter, mit drei goldenen Rosen belegter rother Balken. Kleinod: vor drei roth-golden-rothen Straussenfedern ein silberner, golden behalsbandeter Brackenkopf; Decken: rot-silbern. Wappen II: Geviert mit goldenem Herzschild, in diesem ein silberner Brackenkopf mit rotem, goldgefassten und beringten Halsband. 1. und 4. in Silber ein linker, rother, mit drei goldenen Rosen belegter Balken; 2. und 3. in Gold ein doppelschwänziger, rechtsgekehrter rother Löwe. Drei gekrönte Helme: 1. drei (rot-gold-rot) Straussenfedern, belegt mit dem Brackenkopf; Decken: roth-golden. II. der römisch-deutsche Reichsadler ohne Schwert und Apfel; Decken: schwarz-golden. III. Drei rot-golden-rote-goldene Straussenfedern: Decken: roth

Nachkommen

Die beiden letztgenannten Frauen Ludmilla und Anna müssen (auf Grund der Hochzeitstermine) um 1645–50 geboren sein und können daher nicht die Töchter von Rudolf Wenzel F.v.S. und der Viktoria Gräfin von Waldstein sein.

Mit dem Tod von Josef Franz Karl Graf von Schönfeld starben die Grafen von Schönfeld 1737 in der männlichen Linie aus.

Anderes böhmisches und österreichisches Adelsgeschlecht von Schönfeld mini|hochkant|Wappen der böhmischen Familie von Schönfeld, verliehen 1594. Die in Böhmen und in Österreich ansässigen Adelsfamilie von Schönfeld (1594 verliehen Wappen: Pfahl und Balken mit drei Sternen) wurden am 9. August 1814 in den österreichischen Ritterstand erhoben und erhielten am 14. Juli 1816 auch das böhmische Inkolat. Diese Ritter von Schönfeld waren im 17. und 18. Jahrhundert als Glockengießer-Familie in der Prager Altstadt tätig. Sie fertigten Glocken, Taufbecken, Kerzenständer und andere Zinnarbeiten in ihren Werkstätten, die in zahlreichen böhmischen Kirchen bis heute erhalten sind. Danach wirkten sie als Beamte, Buchdrucker und Verleger in Prag, Brüx und Saaz.

Namensträger Anton Johann von Schönfeld (* 1695), k.k. Hof-Buchdrucker in Prag und Genealoge Franz Expedit Edler von Schönfeld (1745–1807), SJ, Gelehrter und Schriftsteller, 1760 Eintritt in den Orden der Jesuiten, Professor der Dichtkunst (Gymnasium Prager Neustadt und Universität Prag), Dechant in Reichstadt, wirklicher Hofrat des regierender Herzog Prinz Christian von Waldeck.BLKÖ:Franz Expedit von Schönfeld (abgerufen am 20. April 2016) mini|Franz Expedict von SchönfeldJohann Ferdinand Ritter von Schönfeld (1750–1821), k.k. Hof-Buchdrucker und Genealoge, erwirkte 1814 die Erhebung der Familie in den RitterstandBLKÖ:Johann Ferdinand Ritter von Schönfeld (abgerufen am 20. April 2016)Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, Wien 1890, Band 31, S. 152–156, siehe Digitalisat Ignaz Ritter von Schönfeld (1778–1839), österreichischer Beamter, Unternehmer und GenealogeBLKÖ:Ignaz Ritter von Schönfeld (abgerufen am 20. April 2016) Peter Ritter von Schönfeld (1784–1857), Verleger, Buchdrucker in Brüx und Saaz, errichtete die erste Buchdruckerei im Saazer Kreis. Theodor Ritter von Schönfeld (1816–1879), Jurist, Advokat, Buchhändler und Bürgermeister in Saaz Anton Freiherr von Schönfeld (1827–1898), österreichischer Generaltruppeninspektor und Feldzeugmeister mini|Johann Ferdinand von SchönfeldConstantin Ritter von Schönfeld (1844–1921), Bürgermeister in Saaz Rudolf Ritter von Schönfeld (1876–1940), Offizier, 1894 beim Ulanenregiment 2 in Tarnow, nach Kriegsgefangenschaft 1921 Major in Ruhe, 1924–1938 Bürgermeister der christlich-sozialen Partei in Saaz.

Literatur Die Wappen des böhmischen Adels. J. Siebmacher’s großes Wappenbuch, Bd. 30, 1979 Neustadt an der Aisch, ISBN 3 87947 030 8, Schönfeld (in Böhmen) S. 169, Wappen I und II auf Tafel 75; Mittrowsky von Mitrovic, Freiherrn von Nemysl, Grafen, S. 149, Wappentafel 66 Ferdinand Seibt, Hans Lemberg, Helmut Slapnicka: Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder. Bd. III, R. Oldenbourg Verlag München 2000, S. 735 f. Namensträger der von Schönfeld Roman von Procházka: Genealogisches Handbuch erloschener böhmischer Herrenstandsfamilien. Ergänzungsband. Herausgegeben vom Vorstand des Collegium Carolinum (Institut), Forschungsstelle für die böhmischen Länder, R. Oldenbourg Verlag München 1990, ISBN 3-486-54051-3, S. 94 Übersichts-Stammtafel der böhmischen Grafen von Schönfeld

Einzelnachweise

Kategorie:Böhmisches Adelsgeschlecht