Friedrich Josef Schaffernak, auch Fritz Schaffernak, (* 27. April 1881 in Windischgrätz, Österreich-Ungarn; † 12. März 1951 in Graz) war ein österreichischer Wasserbauingenieur, Hydrologe und Hochschullehrer. Er war Rektor der Technischen Hochschule Wien.

Leben Friedrich Schaffernak studierte an der Technischen Hochschule Graz Bauingenieurwesen. Ab 1909 war er im k. k. Ministerium für öffentliche Arbeiten als Ingenieur tätig. 1914 promovierte er zum Dr. techn. an der TH Wien, wo er sich 1917 für Hydrologie und Flussbau habilitierte und 1919 zum ordentlichen Professor für Wasserbau II (Wasserwirtschaft, Flussbau und Wasserkraftanlagen) berufen wurde. In den Studienjahren 1926/27 und 1927/28 stand er als Dekan der Bauingenieurschule vor, im Studienjahr 1929/30 war er gewählter Rektor der Technischen Hochschule Wien. 1938 wurde er Nachfolger des zurückgetretenen Prorektors Friedrich Böck, 1947 wurde er emeritiert.

1921 wurde er zum Ehrenbürger der Technischen Hochschule Karlsruhe ernannt, ab 1934 war er wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Friedrich Schaffernak starb 1951 im Alter von 69 Jahren. Nach ihm war im 21. Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf die Schaffernakgasse benannt, welche 1977 aus dem amtlichen Straßenverzeichnis gestrichen wurde.

Publikationen (Auswahl) 1916: Die Versuchsanstalt für Wasserbau im K.k. Ministerium für öffentliche Arbeiten, Zeitschrift des Österreichischen Ingenieur- und Architekten-Vereines (ÖIAV) 1916: Die Theorie des Geschiebebetriebes und ihre Anwendung, Zeitschrift des ÖIAV 1922: Neue Grundlagen für die Berechnung der Geschiebeführung in Flussläufen, Leipzig/Wien, F. Deuticke-Verlag, Mitteilungen der Versuchsanstalt für Wasserbau im Bundesministerium für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten 1929: Das hydrologische Institut an der Technischen Hochschule in Wien, Hydrologisches Institut der TH Wien 1929: Ein Beitrag zur Morphologie des Flussbettes, Hydrologisches Institut der TH Wien 1930: Der Einfluß der Koppelung von Flußsystemen auf das Geschieberegime, Hydrologisches Institut der TH Wien 1930: Untersuchung über die Wasser- und Geschiebebewegung bei freien Werkseinfängen, Hydrologisches Institut der TH Wien 1931 (gemeinsam mit Robert Dachler): Versuchstechnische Lösung von Grundwasserproblemen, Hydrologisches Institut der TH Wien 1933: Erforschung der physikalischen Gesetze nach welchen die Durchsickerung des Wassers durch eine Talsperre oder durch den Untergrund stattfindet, Hydrologisches Institut der TH Wien 1934 (gemeinsam mit Robert Dachler): Das Widerstandsgesetz für die Wasserströmung durch Kies, Hydrologisches Institut der TH Wien 1935: Hydrographie, Springer-Verlag, Wien 1936: Die Wasserbautechnik und ihre naturwissenschaftliche Grundlagen, Akademie der Wissenschaften Wien 1950: Grundriss der Flussmorphologie und des Flussbaues, Springer-Verlag, Wien

Literatur Juliane Mikoletzky, Sabine Plakolm-Forsthuber (Herausgeber): Eine Sammlung von außerordentlicher Geschlossenheit/A Collection of Unusual Completeness: Die Rektorengalerie der Technischen Universität Wien/The Gallery of Rectors of the TU Wien. Festschrift 200 Jahre Technische Universität Wien, Band 13, Wien, Böhlau-Verlag 2015, ISBN 978-3-205-20113-7, Seite 110 Schaffernak, Friedrich, in: Johannes Feichtinger, Herbert Matis, Stefan Sienell, Heidemarie Uhl, Silke Fengler (Hrsg.): Die Akademie der Wissenschaften in Wien 1938 bis 1945 : Katalog zur Ausstellung. Wien : ÖAW, 2013, S. 243

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Einzelnachweise

Kategorie:Wasserbauingenieur Kategorie:Hydrologe Kategorie:Rektor (Technische Universität Wien) Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Wien) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Absolvent der Technischen Universität Graz Kategorie:Absolvent der Technischen Universität Wien Kategorie:Ehrenbürger des Karlsruher Instituts für Technologie Kategorie:Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Mitglied des Deutschen Klubs (Verein) Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1881 Kategorie:Gestorben 1951 Kategorie:Mann