Krzyżany () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, der zur Stadt- und Landgemeinde Ryn (Rhein) im Powiat Giżycki (Kreis Lötzen) gehört.

Geographische Lage Krzyżany liegt in der östlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 21 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Giżycko (Lötzen) und sechs Kilometer westlich der Stadt Ryn (Rhein). mini|links|Krzyżany Geschichte Das kleine Dorf mit später mehreren Entwässerungsmühlen wurde 1547 gegründetDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Steinwalde.

Von 1874 bis 1945 war der Ort in den Amtsbezirk GneistRolf Jehke, Amtsbezirk Gneist () eingegliedert, der zum Kreis Lötzen im Regierungsbezirk Gumbinnen (1905 bis 1945: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Von 1874 bis 1912 war Krzysahnen dem Standesamt Gneist (Knis), danach bis 1945 dem Standesamt Rhein (Ryn) zugeordnet.

245 Einwohner waren im Jahr 1910 in Krzysahnen gemeldet. Ihre Zahl verringerte sich bis 1933 auf 242 und belief sich 1939 nur noch auf 187.

Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Krzysahnen gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Krzysahnen stimmten 180 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.Herbert Marzian, Csaba Kenez: „Selbstbestimmung für Ostdeutschland - Eine Dokumentation zum 50 Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920“; Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 80

Am 2. März 1927 wurde Krzysahnen in „Steinwalde“ umbenannt.

In Kriegsfolge kam das Dorf 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Krzyżany“. Heute ist es Sitz eines Schulzenamtes () und eine Ortschaft im Verbund der Stadt- und Landgemeinde Ryn (Rhein) im Powiat Giżycki (Kreis Lötzen), vor 1998 in die Woiwodschaft Suwałki, seither in die Woiwodschaft Ermland-Masuren einbezogen.

Religionen Bis 1945 war Krzysahnen / Steinwalde in die Evangelische Pfarrkirche RheinWalther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens. Band 3: Dokumente. Göttingen 1968, S. 492–493 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union und in die katholische Pfarrkirche St. Adalbert in Sensburg () im Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Krzyżany zur Evangelischen Pfarrgemeinde in Ryn in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen bzw. zur katholischen Pfarrkirche Unbefleckte Empfängnis Mariä in Ryn im Bistum Ełk (Lyck) der Römisch-katholischen Kirche in Polen.

Der verfallene Friedhof des Ortes wurde 2021 gesäubert und saniert.

Verkehr Krzyżany liegt an einer Nebenstraße, die bei Ryn (Rhein) von der polnischen Landesstraße DK 59 (frühere deutsche Reichsstraße 140) abzweigt und nach Słabowo (Slabowen, 1928 bis 1945 Langenwiese) führt.

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Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Ryn