Das Netzwerk Schweizerische Innovationspark (SIP, ) ist ein Wissenschaftspark mit sechs Standorten in der Schweiz. Heute besteht Switzerland Innovation aus einem Netzwerk mit der nationalen Stiftung Switzerland Innovation sowie den sechs eigenständigen Standortträgern Switzerland Innovation Park (SIP) Basel Area, SIP Biel/Bienne, SIP Innovaare, SIP Ost, SIP West EPFL und SIP Zurich. Mit zehn weiteren, den Standortträgern angeschlossenen Standorten ist Switzerland Innovation an insgesamt 16 Standorten schweizweit vertreten. 23 Kantone sind im Rahmen der föderalistischen Struktur bei Switzerland Innovation engagiert.
Aufgrund des starken Anteils der Privatwirtschaft im Bereich der Wirtschafts- und ForschungsförderungDie Wirtschaft stellt etwa 70 % der etwa 16 Mrd. Fr. jährlich (3 % des BIP); Angabe nach Lit. BBl. 15.031 1.2 Heutige Innovationsförderpolitik, S. 2950 f (pdf S. 8). gab es immer wieder Bestrebungen, auch ein staatliches Instrument zu haben, das über reine Finanzierung hinaus konkrete Standortpolitik betreibt. Lit. BBl. 15.031 1.3 Innovationspark als neues Instrument, S. 2952 ff (pdf S. 10). Schon 2006 wurde über eine Stiftung Forschung Schweiz nachgedacht.Christoph Niederberger, Konferenz kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren (VDK): Der Nationale Innovationspark (NIP) – wie wirkt er innovationsfördernd? / Parc national d‘innovation (PNI) – Comment promeut-il l‘innovation? Tagungspapier SGVW-Herbsttagung vom 26. November 2015, Abschnitt 3. Nationaler Innovationspark: vom NIP zum SIP, S. 10 ff (pdf, auf sgvw.ch). In Folge gab es die Motion Einrichtung eines Parc d'innovation suisse (NR 07.3582) durch die FDP-Liberale Fraktion, die per 19. September 2007 angenommen wurde.07.3582 Motion «Einrichtung eines Parc d'innovation suisse». parlament.ch.
Mit der Totalrevision des Forschungs- und Innovationsförderungsgesetzes wurde 2012 die gesetzlichen Grundlagen für die Unterstützung des Bundes geschaffen (32–34 FIFG).Lit. BBl. 15.031 1.3.3 Rechtliche Abstützung im neuen FIFG, S. 2953 (pdf S. 11). Dabei waren wegen der föderalen Struktur der Schweiz mehrere Standorte vorgesehen. Auf Basis der offen gelassenen Umsetzung erarbeitete die Konferenz kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren (VDK) eine Startkonfiguration, die 2014 vom Bundesrat gutgeheissen wurde. Diese umfasste, nachdem insgesamt acht kantonale Vorschläge geprüft worden waren, i-net.ch News, o. n. A.; abgerufen am 29. Juli 2024. zwei Standorte im Umfeld der beiden Eidgenössischen technischen Hochschulen (ETH) in Zürich und in Lausanne, und wurde anfangs unter der Bezeichnung Nationaler Innovationspark (NIP, ) geführt.Nationaler Innovationspark (NIP): Der VDK-Vorstand verabschiedet seine Anträge zuhanden der Plenarversammlung. Medienmitteilung Konferenz kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren, Bern, 6. Juni 2014 (pdf, vdk.ch).Nationaler Innovationspark: Aargau und Basel werden zu Netzwerkstandorten. Erich Aschwanden, Daniel Gerny, in: NZZ online, 6. Juni 2014.Rudolf Minsch: In: economiesuisse.ch News, 26. Juni 2014; abgerufen am 29. Juli 2024. Im Mai 2015 beschloss der Bundesrat einen weiteren Standort in Biel-Bienne. Mit 6. März 2015 wurde von Privaten die privatrechtliche Stiftung Swiss Innovation Park als Dachorganisation und für die Entwicklung weiterer Standorte geschaffen,Stiftung Swiss Innovation Park gegründet. Medienmitteilung Stiftung Swiss Innovation Park, Bern, 6. März 2015 (pdf, switzerland-innovation.com). die seit 2016 als Switzerland Innovation firmiert.
Im Zuge der Begründung wurde der Innovationspark auch als bezeichnet,Projekt «Innovationspark Schweiz» – Die Vision für ein Schweizer Silicon Valley. Hansueli Schöchli, in: NZZ online, 18. Januar 2016.Mit dem Innovationspark richtet Biel gross an. In: Berner Zeitung online, 19. Januar 2016.Un nouveau «laboratoire d'idées» voit le jour. Parc suisse de l'innovation. In: Le Matin online, 19. Januar 2016. es gab aber auch kritische Stimmen, die von einem und der Gefahr eines reinen sprachen. Auch die Verteilung auf mehrere Standorte wurde als Problemfeld der gesehen.
Die Stiftung Switzerland Innovation wurde 2015 gegründet; Switzerland Innovation wurde 2016 als öffentlich-private Partnerschaft mit gesetzlichem Auftrag des Bundes offiziell lanciert.Start des Schweizerischen Innovationspark. Medienmitteilung Switzerland Innovation, Bern, 18. Januar 2016 (pdf, switzerland-innovation.com).
Switzerland Innovation ist organisatorisch als nationales Netzwerk von sechs Parks aufgebaut: Park Basel Area, Park Biel/Bienne, Park Innovaare, Park Ost, Park Network West EPFL und Park Zurich. Zusammen bilden sie ein Netz von 16 Standorten in der Schweiz.
Im Sinne einer Zweckgesellschaft der öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP, Public-private-Partnership PPP) ist der Schweizerische Innovationspark in privater Trägerschaft und wird vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation ohne operative Beeinflussung gefördert. Das umfasst die Bereitstellung eines Rahmenkredits zur Verbürgung zweckgebundener Darlehen, sowie die Abgabe von Grundstücken im Eigentum des Bundes, jedoch prinzipiell ohne Verzicht auf Baurechtszinsen.Lit. BBl. 15.031 3 Unterstützungsmassnahmen, S. 2969 ff (pdf S. 27 ff).
Die Stiftung soll als Netzwerk- und Marketingorganisation für einen gemeinsamen Auftritt dienen und arbeitet mt national Wirtschaftspartnern zusammen. Sie trifft aber keine Ansiedlungsentscheide. Diese liegen in der Autonomie der lokalen Standortträger.
Die Standorte selbst sind eigenständige Rechtspersonen. Die baurechtlichen Verträge vor Ort werden zwischen den Bau- und Liegenschaftsorganen des Bundes und den einzelnen Standortkantonen abgeschlossen.
Kontroll- und Leitungsorgane der Stiftung Switzerland Innovation Die wichtigsten Stiftungsorgane sind:Lit. BBl. 15.031 2.3 Nationale Trägerschaft , S. 2960 ff und Statuten Art. IV. Organisation (pdf S. 18 ff resp. 47 ff). Stiftungsrat als oberster Organ der Stiftung: Sorgt für Wahrung des Stiftungszwecks, übt die Oberaufsicht über die Tätigkeiten der Organe der Stiftung aus, trifft Entscheidungen. Er wird mit Vertretern des Bundes, der Kantone und der Privatwirtschaft besetzt Präsidialausschuss: Rechtlicher und geschäftlicher Vertreter. Geschäftsstelle: Für die operative Tätigkeit. Revisionsstelle: Für die Finanzkontrolle. Weiters besteht: Wirtschaftsbeirat als beratendes Gremium: aus je einem Mitglied der Gönnerfirmen; nominiert die Vertreter der Privatwirtschaft im Stiftungsrat; kann zu einzelnen Geschäften Stellung beziehen.
Standorte des Schweizerischen Innovationsparks Zum Netzwerk von Switzerland Innovation gehören heute sechs Parks mit insgesamt 16 Standorten: Park Basel Area mit den Sites Main Campus, Novartis Campus und Jura; Park Biel/Bienne; Park Innovaare; Park Ost mit der Site Buchs; Park Network West EPFL mit den Sites Biopôle, Bluefactory, Campus Biotech, Energypolis, EPFL Innovation Park und Microcity; sowie Park Zurich mit den Sites Central und Ticino.
Der Schweizerische Innovationspark umfasst folgende Standorte (Stand April 2026): Switzerland Innovation Park Basel Area in Allschwil BL und an den weiteren Standorten im Main Campus, Novartis Campus sowie in Corroux, Kanton JuraSwitzerland Innovation Park Basel Area Switzerland Innovation Park Basel Area feierlich eröffnet. Handelskammer beider Basel, hkbb.ch, 18. Januar 2016; Innovationspark offiziell eröffnet. In: Basler Zeitung online, 18. Januar 2016; baselarea.ch, 26. Februar 2016. Switzerland Innovation Park Biel/Bienne in Biel/Bienne BESwitzerland Innovation Park Biel/Bienne biel-bienne.ch Wirtschaft → Stadtentwicklung (engl.);20 Millionen Kantonsgelder für Swiss Innovation Park in Biel. In: Berner Zeitung online, 14. Januar 2016. Switzerland Innovation Park Innovaare in Villigen AG (beim Paul Scherrer Institut)Switzerland Innovation Park Innovaare PARK innovAARE – der starke Netzwerkstandort für den Nationalen Innovationspark. Dossier, ag.ch (abgerufen am 10. April 2016). Switzerland Innovation Park Ost in St. Gallen und am Standort Buchs Switzerland Innovation Park West EPFL in Lausanne (im Umfeld der EPF/ETH Lausanne)Switzerland Innovation Park West EPFL (sip-west.ch). mit Standorten Biopôle Lausanne, Bluefactory Fribourg, Campus Biotech Genf, Energypolis Sion, EPFL Innovation Park Lausanne und Microcity Neuenburg. Switzerland Innovation Park Zurich in Dübendorf ZH (im Umfeld der ETH Zürich)Switzerland Innovation Park Zurich. Unterwegs zum Schweizer Innovationspark. Florian Meyer. ETH Zürich: News, 15. Januar 2014. mit Standorten Park Central in Rotkreuz und Park Ticino in Bellinzona
Aufgaben und Agenden Ziele des Schweizerischen Innovationsparks die Realisierung erfolgreicher Forschungs- und Entwicklungskooperationen zwischen privaten Unternehmen, den Schweizer Hochschulen sowie weiteren Forschungspartnern; die Generierung von Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen aus dem In- und Ausland; die Ansiedlung von Firmen und Forschungspartnern aus dem In- und Ausland, welche Arbeitsplätze schaffen und neue marktfähige Produkte, Dienstleistungen und Prozesse entwickeln; die Schaffung einer Plattform zur beschleunigten Umsetzung von Forschungsresultaten in marktfähige Lösungen; die Schaffung von attraktiven Rahmenbedingungen für Forschungsgruppen und Start-Ups als Katalysatoren für die Ansiedlung etablierter Firmen; die Sicherung der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit durch klare Kompetenzprofile an den Standorten sowie durch exzellente Rahmenbedingungen und Dienstleistungen.
Innovationsbereiche Switzerland Innovation beschäftigt sich mit folgenden Innovationsbereichen: Advanced Manufacturing and Materials Buildings and Construction Energy Life Sciences Mobility Photonics und Quantum Space and Aviation
Aufgaben der Stiftung Switzerland Innovation Die Stiftung Switzerland Innovation soll folgende Aufgaben wahrnehmen: Die internationale Positionierung und Vermarktung von Switzerland Innovation auf der Basis von attraktiven Angeboten, die durch die Standorte nach einheitlicher Systematik definiert werden; Die Unterstützung der Standorte mit Finanzierungslösungen; durch den Einsatz der Bundesbürgschaft sowie durch die Schaffung von Finanzierungsinstrumenten in Zusammenarbeit mit der Finanzindustrie; Die Koordination und Vernetzung der Standorte und die Sicherstellung einer effizienten Zusammenarbeit mit den Bundesstellen sowie die Gewährleistung einer kohärenten Dachmarke; Die Sicherstellung einheitlicher Qualitätsstandards an den Standorten auf der Basis des VDK-Kriterienkatalogs und deren Weiterentwicklung im Rahmen kontinuierlicher Verbesserungsprozesse.
Literatur Botschaft zur Ausgestaltung und Unterstützung des Schweizerischen Innovationsparks vom 6. März 2015, Bundesblatt 15.031, S. 2943–2996; inkl. Anhang Statuten der Stiftung «Swiss Innovation Park», Bereinigte Schlussfassung vom 9. Februar 2015, Version 5.0 (pdf, admin.ch; Statuten dort ab S. 44).
Weblinks Offizielle Webseite (switzerland-innovation.com)
Einzelnachweise About us switzerland-innovation.com, abgerufen am 15. April 2026 (englisch). Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI, sbfi.admin.ch, Abschnitte Umfangreiche Vorbereitungsarbeiten, Massnahmen des Bundes und Stiftung als Dachorganisation (abgerufen am 17. Juli 2024).
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