Der Tierstein ist ein Naturdenkmal und ein Geotop im Nordschwarzwald auf dem Gebiet der Gemeinde Wildberg im Landkreis Calw in Baden-Württemberg.

Kenndaten Das Naturdenkmal wurde mit Verordnung vom 22. Oktober 1949 unter dem Namen Tierstein ausgewiesen. Es ist unter dem Namen Tierstein, Wildberg/Sulz und der Nummer 6753 auch als Geotop registriert.Tierstein Sulz/Wildberg (PDF; 2,5 MB), auf media.lgrb-bw.de

Lage und Beschreibung Das Naturdenkmal befindet sich in der Ortsmitte von Sulz am Eck. Es handelt sich um einen rund 20 m breiten und 4 m hohen Felsen aus Sinter. Laut Steckbrief besteht der Fels aus zum Teil schon trockenliegendem und zum Teil von Quellwasser durchsickerten und überrieseltem Kalktuffpolster. Es handelt sich um ein buntes Biotopmosaik, rasch von trockenen bis zu feuchten bis moorigen Wuchsorten wechselnder, verschiedenartiger Pflanzengesellschaften, Lebensraum einer artenreichen Tierwelt, insbesondere einer thermophilen Insektenwelt.

Das Naturdenkmal liegt vollständig im FFH-Gebiet Calwer Heckengäu und wird vollständig überlagert von zwei Biotopen: Tierstein in Sulz am Eck mit der Biotopnummer 173182351125 und Mähwiese an der Burghalde 4 mit der Biotopnummer 373182350192.

Geologie Der Untergrund gehört zu den Gesteinen des Unterer Muschelkalks.

Flora und Fauna Laut Offenland-Biotopkartierung kommen die folgenden Arten im Gebiet vor: Caloplaca cerina, Weißes Straußgras, Knoblauchsrauke, Mauerraute, Krause Ringdistel, Hänge-Segge, Schöllkraut, Kohldistel, Gewöhnliche Waldrebe, Roter Hartriegel, Gemeine Hasel, Wald-Schachtelhalm, Gewöhnlicher Spindelstrauch, Echter Schaf-Schwingel, Mädesüß, Gemeine Esche, Ruprechtskraut, Bach-Nelkenwurz, Gewöhnlicher Liguster, Weißer Steinklee, Rossminze, Zusammengedrücktes Rispengras, Purgier-Kreuzdorn, Kratzbeere, Brombeere, Sal-Weide, Purpur-Weide, Schwarzer Holunder, Kanadische Goldrute, Aufrechter Ziest, Große Brennnessel, Bryum pseudotriquetrum, Spitzblättriges Spießmoos, Palustriella commutata, Cratoneuron filicinum, Eucladium verticillatum, Spitzblättriges Schönschnabelmoos, Kalk-Quellmoos, Gemeine Schafgarbe, Gewöhnlicher Glatthafer, Taube Trespe, Wiesen-Flockenblume, Gold-Kälberkropf, Wiesen-Pippau, Gewöhnliches Knäuelgras, Kriech-Quecke, Weißes Labkraut, Pyrenäen-Storchschnabel, Flaumiger Wiesenhafer, Wiesen-Rispengras, Kriechendes Fingerkraut, Scharfer Hahnenfuß, Wiesenklee, Zaun-Wicke.

Das Naturdenkmal wird vollständig überlagert von zwei Biotopen: Tierstein in Sulz am Eck mit der Biotopnummer 173182351125 und Mähwiese an der Burghalde 4 mit der Biotopnummer 373182350192.

Im Biotop Tierstein in Sulz am Eck wurden bei einer Zählung im Jahr 2024, die von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg durchgeführt wurde, die Moosarten Eucladium verticillatum und Kalk-Quellmoos gefunden. Beide Arten wurden von der LUBW auf die Vorwarnliste gesetzt.

Siehe auch Liste der Naturdenkmale in Wildberg (Schwarzwald) Liste der Geotope im Landkreis Calw

Literatur Naturschutz im Landkreis Calw: Schutzgebiete, Hrsg. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, ISBN 3-88251-217-2

Weblinks Datenauswertebogen und Karte im Geotopsteckbrief auf dem Mapserver des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) Tierstein in Sulz am Eck

Einzelnachweise

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