Randall T. Edwards (* 13. August 1961 in Eugene, Oregon) ist ein US-amerikanischer Politiker.
Frühe Jahre Randall T. Edwards wurde in Eugene (Oregon) geboren, verbrachte aber den größten Teil seiner Kindheit in Walla Walla (Washington). Sein Vater, Tom Edwards, hatte dort eine Anstellung als Geschichtsprofessor an der Fakultät vom Whitman College und seine Mutter war 20 Jahre lang als Lehrerin an einer öffentlichen Schule tätig.Carter, Steven: A legislator fights for education, The Oregonian (Portland, Oregon: Oregonian Publishing), 22. April 1997, S. B4
Der junge Edwards zeigte wenig Interesse an der Politik, obwohl als intelligent und beliebt beschrieben, jedoch zurückhaltend, mied er die Aufmerksamkeit der Beteiligen in der Studentenschaft. Stattdessen wandte er sich seinem Studium zu, beschäftigte sich mit Tennis und der Beherrschung eines klassischen Cellos. Sein Vater kommentierte später der Presse gegenüber, dass er sich niemals vorstellen konnte, dass sein Sohn jemals in die raue Welt der Politik gehen würde. Dabei sagte der mittlerweile pensionierte Professor folgendes:Hosaka, Tomoko: Family finds bipartisan solution, The Oregonian (Portland, Oregon: Oregonian Publishing), 1. Januar 2001, S. A1
Edwards ging auf das Colorado College, wo er 1983 mit einem Bachelor of Arts in Wirtschaft graduierte.State Treasurer Randall Edwards, Oregon Blue Book, Oregon Secretary of State Danach begann er im Dienststab vom US-Senator Bob Packwood in Washington, D.C. zu arbeiten und ging landwirtschaftlichen Belangen nach. Während dieser Zeit lernte er Julia Brim kennen, eine Pressereferentin von Packwood, welche später seine Ehefrau wurde. Edwards nahm eine Anstellung im Handelsministerium an und ging der Forst- und Holzwirtschaftspolitik nach. Daneben besuchte er die Abendkurse der George Washington University, wo er 1990 seinen Master of Business Administration machte.,
1992 zog er mit seiner Ehefrau Julia Brim-Edwards nach Portland (Oregon), ihrer Heimatstadt, wo sie noch heute leben. Das Paar hat drei Kinder: Katherine, Thomas und Jackson. Randall T. Edwards begann im Stab des demokratischen State Treasurer von Oregon Jim Hill zu arbeiten. Julia Brim-Edwards war noch ein weiteres Jahr im Stab von US-Senator Packwood tätig. Danach managte sie die erfolglose Gouverneurswahlkampagne von Craig Berkman. Sie war als eine Portland Public Schools Co-Vorsitzende tätig. Dann nahm sie eine Anstellung als Deputy Director for State Government and Public Affairs bei Nike an.Carter, Steven: School Board co-chairwoman goes to work for Nike, The Oregonian, 8. November 2004, S. B4
Politische Laufbahn Repräsentantenhaus von Oregon Edwards entschied sich eine politische Laufbahn einzuschlagen. Er wurde Mitglied der Demokratischen Partei. 1996 kandidierte er für die Nominierung für den zur Wahl stehenden offenen Sitz im 15. Abgeordnetenbezirk des Repräsentantenhauses von Oregon. Die Amtsinhaberin Lisa Naito hat verkündet nicht zu Wiederwahl anzutreten.Snell, John: 1996 Voters' Guide, The Oregonian (Portland, Oregon: Oregon Publishing), 16. Oktober 1996, S. B4 Edwards gewann die demokratischen Vorwahlen gegenüber dem 49-jährigen Senior Management Auditor für Multnomah County und Teilzeit-College-Lehrer Steve March, und dem 32-jährigen Anwalt Harry D. Ainsworth.Nominate March, Lewis, The Oregonian (Portland, Oregon: Oregonian Publishing), 3. Mai 1996, S. B6 Dabei erhielt er 2.587 Stimmen, March 2.245 Stimmen und Ainsworth 815 Stimmen. Bei den folgenden Wahlen besiegte er den republikanischen Kandidaten Mark LewisOfficial Results State Representative Districts 1–36 May 21, 1996, Elections History, Oregon Secretary of State, 1996 mit 12.998 zu 5.697 Stimmen.Official Results State Representative Districts 1–36 November 5, 1996, Elections History, Oregon Secretary of State, 1996
Als neuer Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Oregon legte er 1997 eine Gesetzesvorlage vor, welcher die Kommunalverwaltungen befähigte die Verkehrsstrafen in den Schulzonen zu verdoppeln und verhinderte Richter von der Verhängung von milderen Strafen. Nach dem Vorbild ähnlicher Gesetzgebung, welche auf Bauzonen Anwendung fand, wurde die Gesetzesvorlage verabschiedet und trat im selben Jahr nach Unterzeichnung in Kraft.Parente, Michele: Traffic fines in school zones about to double throughout city, The Oregonian (Portland, Oregon: Oregonian Publishing), 15. Oktober 1997, S. B1 Gegen seine eigene Parteiführung und einer Aktion gegen den damaligen demokratischen Gouverneur John Kitzhaber, und den nachziehenden Zorn der Oregon Education Association, fügte Edwards eine Klausel in eine Gesetzesvorlage betreffend Schulfinanzierung ein, welcher Audits bei der Klassifizierung der Studenten in Schulbezirken vorschrieb. Da die staatliche Unterstützung für Studenten mit Behinderungen verdoppelt wurde und zusätzliche Mittel für bestimmte andere Arten von Studenten einschloss, wurde der Vorschlag aufgegriffen solche Studenten akkurat zu zählen.Carter, Steven: Education measures in legislature carry accountability theme, The Oregonian (Portland, Oregon: Oregonian Publishing), 25. Juni 1997, S. B1
Edwards gelang es das Vertrauen der Pro-Bildungsaktivisten wiederzugewinnen, als er die einzige Gegenstimme in einer 7-zu-1-Entscheidung durch das Revenue Committee abgab betreffend eine zusätzliche Steuersenkung zu der Measure 50 in Höhe von 67 Millionen Dollar, über die der Wähler in einer vorgesehen und nicht mehr stattfindenden Wahl abstimmen sollte. Das Referendum sollte sogar noch tiefere Einschnitte rückgängig machen, welche durch die Measure 47 im vorangegangenen November beschlossen wurden. Die Handlung des Committees erfolgte unter der Androhung vom Anti-Steuer-Aktivisten Bill Sizemore, dass er seine Unterstützung der Measure 50 entziehen würde, die bereits 804 Millionen Dollar Steuererleichterungen gewährte. Sizemore sagte, dass er bereit sei die Measure 50 in einer Last-Minute-Werbekampagne zu Fall zu bringen, wenn die zusätzlichen Kürzungen nicht genehmigt würden. Edwards beanstandete vor Ort, dass jede weitere Steuersenkung im Zusammenhang mit Measure 50 zu einer großen Einschränkung der staatlichen Landesprogramme führen würde, einschließlich der Bildung.Suo, Steve: Panel rewrites tax rewrite, The Oregonian (Portland, Oregon: Oregonian Publishing), 17. Mai 1997, S. A1
Zum Ende seiner ersten Legislaturperiode hatte er sich einen Ruf als effektiver Pro-Bildungspolitiker erarbeitet, obwohl er ein Newcomer war und ein Mitglied der Minderheitspartei. In diesem Zusammenhang wurde er als „virtual education bill machine“ beschrieben. Er verfasste nicht nur Gesetzesvorlagen, sondern schaffte es auch, viele von diesen zu verabschieden. Dabei machte er sich, wenn überhaupt, nur wenige politische Feinde auf Lebenszeit. Er war bereit, im Unterschied zum demokratischen Abgeordneten Chris Beck aus Portland, Stellung zu beziehen betreffend die Methoden für die Finanzierung des staatlichen Nationalparksystems und für höhere Finanzierung der Bildung zu drängen als im vorgeschlagenen Budget des Gouverneurs vorgesehen war. Bei einem Interview nach dem Ende der Legislaturperiode sagte er folgendes:
Edwards trat sowohl bei den demokratischen Vorwahlen als auch bei den folgenden Wahlen ohne Gegenkandidaten an, so dass ihm die Wiederwahl in das Repräsentantenhaus sicher war.Official Results State Representative Districts 1–30 May 19, 1998, Elections History, Oregon Secretary of State, 1998Official Results State Representative Districts 1–30 November 3, 1998, Elections History, Oregon Secretary of State, 1998 Als die Legislative im folgenden Jahr dann zusammenkam, stand auf der Tagesordnung bereits eine große Anzahl von bildungsbezogenen Themen, darunter viele umstrittene Angelegenheiten. Gesetzesvorlagen wurden übernommen oder bereits angekündigt eingeführt zu werden, einschließlich Maßnahmen betreffend Charterschulen, Disziplin, Verantwortlichkeit für die Leistung und Klassengröße. Vor allem die Unstimmigkeiten betreffend die Ausgaben für Bildung schienen sich zu einem großen Kampf zu entwickelten.Carter, Steve: Lawmakers list education issues, The Oregonian (Portland, Oregon: Oregonian Publishing), 7. Januar 1999, S. A11
Sein Ausschussaufgaben in der Legislaturperiode umfassten Sitzungen im Judiciary Committee und Rules Committee sowie im Education Subcommittee of Ways and Means.Committee appointments generate complaints, Statesman Journal (Salem, Oregon: Gannett), 12. Januar 1999, S. C3
Edwards unterstützte mit dem republikanischen Senator Randy Miller aus Lake Oswego (Oregon) zusammen eine Gesetzesvorlage zwecks Festsetzung einer Obergrenze für Klassengrößen an öffentlichen Schulen und des Grundschulalters (K-6).Carter, Steven; Holly Sanders: Schoolrooms feel the squeeze, The Oregonian (Portland, Oregon: Oregonian Publishing), 11. März 1999, S. A1 Danach unterstützte er eine Maßnahme das Charterschulprogramm über seine erklärten Vorbehalte auszudehnen, da ihre Existenz notwendig wurde wegen eines Mangels einer angemessenen Finanzierung der öffentlichen Schulen.Sarasohn, John: Find charter funding for chartless kids, The Oregonian (Portland, Oregon: Oregonian Publishing), 10. Februar 1999, S. B9
Seine Arbeit in der Legislative war natürlich nicht nur auf Bildungsthemen beschränkt. Mit dem republikanischen Abgeordneten Jim Hill aus Hillsboro (Oregon) brachte er eine Gesetzesvorlage ein, welcher das Oregon Board of Medical Examiners erforderlich machte zwecks Bereitstellung eines breiten Spektrums an Informationen über die staatlichen Ärzte, welche Online verfügbar sein sollten. Mitinbegriffen würden Beschwerden gegen einen Arzt durch ein Hospital Peer Review Committee oder Internal Review Board sein, die Oregon Health Division oder den State Medical Board, sowie anstehende ärztliche Kunstfehleransprüche.Barnett, Erin Hoover: Oregon strives to provide information to help as patients choose a doctor, The Oregonian (Portland, Oregon: Oregonian Publishing), 7. April 1999, S. E4 Er trat auch einer parteiübergreifenden Koalition von 17 Demokraten und 11 Republikanern bei zwecks Unterstützung eines Referendums, welches eine Drei-Fünftel-Mehrheit der Stimmen erforderlich machte Verfassungsänderungen durch Initiativen zu verabschieden.Suo, Steve: Lawmakers take on the initiative system, The Oregonian (Portland, Oregon: Oregonian Publishing), 7. April 1999, S. E1 Edwards suchte auch nach eine Lösung einen besonders umstrittenen „defense of marriage“-Verfassungszusatz zur Staatsverfassung in seiner Formulierung zu entschärfen. In seiner damaligen Form hob dieser ein früheres Gerichtsurteil auf, welches gleichgeschlechtlichen Partnern von Staatsangestellten eheliche Begünstigungen gewährte.Lednicer, Lisa Grace: House will take up bills on abortion, gay rights, The Oregonian (Portland, Oregonian: Oregonian Publishing), 31. Mai 1999, S. E1 Sein Kompromissvorschlag scheiterte, die ursprüngliche Volksabstimmung verabschiedet und wurde von den Wählern im folgenden Jahr bewilligt. Erst am 19. Mai 2014 urteilte ein Bundesbezirksgericht in Oregon das in der Staatsverfassung Oregon festgeschrieben Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe für unvereinbar mit der Bundesverfassung seiqueer.de:Oregon öffnet Ehe für gleichgeschlechtliche Paare (siehe Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in den Vereinigten Staaten).
State Treasurer von Oregon Während seiner Tätigkeit von 1992 bis 1996 für den damaligen State Treasurer von Oregon Jim Hill fasste Edwards den Entschluss selbst irgendwann diesen Posten zu bekleiden. Edwards sagte 2001 The Oregonian folgendes:Hosaka, Tomoko: Edwards sworn in as Treasurer, The Oregonian (Portland, Oregon: Oregonian Publishing), 3. Januar 2001, S. C5