Sterne im Euro-NCAP-CrashtestCrash-Test Opel Astra G (Euro NCAP Opel Astra G 02/1999; PDF-Datei; 278 kB) 105px

Der Opel Astra G ist ein Fahrzeugtyp der Kompaktklasse der Adam Opel AG und wurde als Nachfolger des Opel Astra F in Deutschland von März 1998 bis Dezember 2004 gebaut.Eckhart Bartels, Rainer Manthey: Opel: Fahrzeug-Chronik Band 3: 1991–2012. Podszun, Brilon 2013, ISBN 978-3-86133-666-2, S. 39, 47 und 53. Nachfolger wurde ab 2004 der Opel Astra H.

Modellgeschichte Allgemeines Von 1998 bis 2004 wurden die mit dem Opel Astra G baugleichen Modelle Holden Astra TS (in Australien) und Vauxhall Astra Mk4 (in Großbritannien) hergestellt. In verschiedenen arabischen LändernArabische Länder, in denen der Astra G verkauft wurde: Bahrain, Jordanien (auch als Cabrio), Katar, Kuwait, Libanon (auch als Cabrio), Oman, Saudi-Arabien, Syrien (auch als Cabrio) und Vereinigte Arabische Emirate. und auf den Philippinen wurde der Astra G mit Schrägheck und Stufenheck (auf den Philippinen nur mit Stufenheck) sowie als Caravan (Kombi) angeboten. Die Caravan-Version für die arabischen Länder verfügte über eine erhöhte Bodenfreiheit.

Für den nordafrikanischen Raum wurde der Opel Astra G zwischen 2002 und 2009 in Ägypten von General Motors Egypt produziert. Er war dort lediglich als Stufenhecklimousine erhältlich.

In mehreren Ländern Mittel- und OsteuropasLänder, in denen der Astra G als Astra Classic II angeboten wurde: Bulgarien, Dänemark, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Türkei. wurde der Astra G seit Oktober 2003 unter dem Namen Opel Astra Classic II als (günstigere) Alternative zum Astra H angeboten. Der Classic II war mit Schräg- und Stufenheck sowie als Caravan erhältlich und wurde bis August 2009 in Gleiwitz, Polen, produziert.

In Argentinien, Brasilien und Uruguay vertrieb General Motors eine überarbeitete Version des Astra G mit Schräg- und Stufenheck unter dem Namen Chevrolet Astra.

Von September 2004 an wurde eine teilweise modifizierte Stufenheck-Version zudem für den russischen Markt als GM-AvtoVAZ Chevrolet Viva von GM-AvtoVAZ in Toljatti, Russland, hergestellt. Im März 2008 musste die Produktion jedoch aufgrund zu geringer Verkaufszahlen eingestellt werden.

Die in Kontinentaleuropa gefertigten Opel Astra G (inklusive der ca. 250.000 in Polen gebauten Classic-II-Versionen) erreichten im Juli 2008 eine Stückzahl von 3,95 Millionen. Quelle: GM Media Online. Hinzu kommen die als Lizenzmodelle in Großbritannien und im außereuropäischen Ausland gebauten Fahrzeuge, deren Gesamtzahl nur schwer bezifferbar ist.

Modellvarianten drei- und fünftüriges Schrägheck (CC), Fahrzeugtyp: T98 (März 1998 bis März 2004) viertüriges Stufenheck (Limousine), Fahrzeugtyp: T98/NB (Juli 1998 bis März 2004) fünftüriger Kombi (Caravan), Fahrzeugtyp: T98/Kombi (März 1998 bis Juli 2004; als CNG bis Januar 2005) zweitüriges Coupé, Fahrzeugtyp: T98C (März 2000 bis Dezember 2004) zweitüriges Cabriolet, Fahrzeugtyp: T98C (März 2001 bis Dezember 2005) zweitüriger Lieferwagen, Fahrzeugtyp: Van

Die Verbreitung der jeweiligen Modellvarianten des Astra G ist weltweit von Region zu Region unterschiedlich. So war die Stufenheck-Variante in Deutschland und Westeuropa nie sehr beliebt und ist dort entsprechend selten. In Osteuropa sowie in mehreren Ländern außerhalb Europas kommt sie hingegen deutlich häufiger vor.

Die Lieferwagen-Variante wurde in Deutschland nie offiziell angeboten, einige Fahrzeuge befinden sich jedoch stellenweise im Bestand von Behörden. Als Konstruktionsbasis für den Lieferwagen diente der Astra G Caravan (Kombi), ab der B-Säule gibt es jedoch weder Türen noch Fenster. Modelle in den Niederlanden haben ein Hochdach.

Ausstattungsvarianten Basis Comfort NJoy Sportive (später dann „Sport“) Eco (1.2) Eco 4 (1.7 DTI, nach Facelift 1.7 CDTI) Selection (Free, Comfort, Sport) Elegance Fresh (ab 2002) Sondermodelle: Fashion Edition 100 Edition 100 Classic Edition 2000 Edition Silver (Nov. 1998 bis Jan. 1999) Eurosport (Österreich, MJ 2002) OPC 1 (auf 3000 Stück limitiert; Sep. 1999 bis Ende 2001) OPC 2 (ab Herbst 2002) Edition Bild (ab 2002 zum 50. Geburtstag der Bildzeitung) FC Bayern München Edition (auf 500 Stück limitiert; ab Feb. 2000) Sportsline (auf Basis von Sportive, von der Firma Irmscher ab Werk getunt) Sondermodelle bei Cabrio/Coupé: Edition 90 Jahre Bertone (ab Ende 2002) Linea Blu (Herbst 2001 bis Anfang 2004) Linea Rossa (Juli 2002 bis November 2004) Daytona (ab Oktober 2003) Silverstone (ab Oktober 2003)

Serienmäßig gab es Servolenkung, vier Airbags (für den Export keine oder nur zwei Airbags), ABS (Export teilweise ohne) und eine Wegfahrsperre.

Zusatzausstattung bzw. bei bestimmten Versionen Serie waren Klimaanlage, E-Fenster vorn, E-Spiegel, Radio, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Xenon, Multi-Info-Display.

Gegen Aufpreis waren diverse Extras wie Klimaautomatik, Navigationssystem, Antriebsschlupfregelung oder Xenon-Scheinwerfer erhältlich sowie eine elektronische 4-Gang-Automatik.

Der Astra G war der erste Opel, der mit einer vollverzinkten Karosserie (bis Modelljahr 2001, danach teilverzinkt) und 12 Jahren Durchrostungsgarantie angeboten wurde.

Coupé mini|Opel Astra Coupé mini|Heckansicht

Das Astra Coupé wurde ab März 2000 in Grugliasco Turin, Italien, von Bertone hergestellt, was durch an den Seitenteilen angebrachte Bertone-Logos sowie dem Firmenschriftzug Bertone bei den serienmäßigen Einstiegsleisten hervorgehoben wird.

Das Fahrzeug wurde gerne als inoffizieller Nachfolger des Opel Calibra gesehen, war aber laut Opel der Nachfolger des Kadett C Coupé.

Das Modell wurde anfangs als Astra Coupé bezeichnet. Am Fahrzeugheck war ab November 2000 nicht mehr „Astra Coupé“, sondern nur noch „Coupé“ zu lesen.

Das Coupé war mit fünf Motoren erhältlich: vier Ottomotoren mit 1,6 l und 76 kW (103 PS, nur 2004), 1,8 l mit 85 oder 92 kW (116 oder 125 PS), 2,2 l mit 108 kW (147 PS) und dem 2,0-l-Turbo in den Leistungsstufen 140, 141 oder 147 kW (190, 192 oder 200 PS). Der einzige Diesel hatte einen Hubraum von 2,2 Litern und leistete 92 kW (125 PS, erhältlich ab 07/2002). Anders als bei anderen Karosserieformen wurden alle Motorisierungen mit 5-Loch-Radanbindung ausgeliefert. Serienmäßig gab es ein 5-Gang-Schaltgetriebe, wahlweise war ein Automatikgetriebe (4 Gang) für den 2,2-l-Ottomotor erhältlich.

Der 2,0-l-Turbo wurde exklusiv mit 17-Zoll-Leichtmetallrädern mit fünf Speichen ausgeliefert und erhielt serienmäßig eine größere Bremsanlage vorn.

Der im Astra Coupé eingeführte 2,2-l-Ottomotor war von GM neu entwickelt worden. Der Motor mit der Bezeichnung Z22SE/L61, der ebenfalls im Cabrio und im Opel Speedster verbaut worden ist, war der erste Motor der erfolgreichen L850-Motorenfamilie.

Eine Klimaanlage war serienmäßig, sie konnte jedoch abgewählt werden. Ab Modelljahr 2002 war eine Klimatisierungsautomatik erhältlich (je nach Variante auch serienmäßig). Die Serienausstattung war im Vergleich zu normalen Astra-G-Modellen sehr umfangreich. So waren elektrische Fensterheber, elektrische verstellbare und beheizte Außenspiegel sowie Nebelscheinwerfer ab Werk serienmäßig.

Die Palette der wählbaren Außenfarben unterschied sich von denen des normalen Astra G. Es konnte aus diversen Farben ausgewählt werden, wobei nur Karbonschwarz, Europablau, Magmarot und Chiantirot in allen Modelljahren zur Verfügung stand. Weitere Farben waren: Starsilber II und III, Mirage, Moonlandgrau, Lichtsilber, Arubablau, Nocturnoblau, Breezeblau, Saturnblau, Sardinienblau, Chinablau, Blue Verde, Uralgrün, Verde, Farngrün, Capriegelb und Sunrise Orange.

Ausstattungslinien Es gab folgende Ausstattungslinien, welche sich durch einige optische und technische Merkmale von den Standardmodellen unterscheiden: Linea Blu erhältlich von Juli 2001 bis Juni 2004 Teilledersitze mit schwarzem Leder und blauem Alcantara Fußraumteppiche mit blauer Kettelung und Linea-Blu-Schriftzug Sicherheitsgurte in blau Einstiegsleisten mit Linea-Blu-Schriftzug (außer 2.0 Turbo) Schaltknauf im Aluminium-Design Lederlenkrad mit Radio-Fernbedienung nicht mit dem 1,6-l-Motor erhältlich nur mit folgenden Außenfarben erhältlich: Europablau, Karbonschwarz, Starsilber, Mirage, Lichtsilber, Saturnblau Linea Rossa erhältlich Juli 2002 bis November 2004 signalrot/schwarze Ledersitze mit Sitzheizung vorn Fußraumteppiche mit roter Kettelung und Linea-Rossa-Schriftzug Einstiegsleisten mit Linea-Rossa-Schriftzug (außer 2.0 Turbo) Schaltknauf im Aluminium-Design mit roten Ziffern Lederlenkrad Sport mit rotem Ledereinsatz Schalthebel- und Handbremshebelmanschette mit roten Nähten nur mit folgenden Außenfarben erhältlich: Magmarot, Chiantirot, Lichtsilber, Starsilber, Karbonschwarz Daytona erhältlich Oktober 2003 bis November 2004 Teilledersitze mit schwarzem Leder und kaschmirbeigem Stoff 18-Zoll-Leichtmetallräder in 11-Speichen-Design Schaltknauf im Aluminium-Design nicht mit 2,2-l-Dieselmotor erhältlich benannt nach Daytona International Speedway in Florida, USA Silverstone erhältlich Oktober 2003 bis November 2004 Teilledersitze mit schwarzem Leder und silbergrauem Stoff 18-Zoll-Leichtmetallräder mit 11 Speichen Schaltknauf im Aluminium-Design Sicherheitsgurte in silbergrau nicht mit 2,2-l-Dieselmotor erhältlich benannt nach Silverstone Circuit bei Silverstone, Vereinigtes Königreich

Sondermodelle mini|rechts|Astra Coupé Classic Line

Classic Line erhältlich 2001 Lederausstattung schwarz mit Sitzheizung vorn nur in den Farben Karbonschwarz und Starsilber nur mit dem 2,2-l-Ottomotor Lederlenkrad Sport Heckspoiler 90 Jahre Bertone erhältlich Dezember 2002 bis März 2003, anlässlich des Jubiläums des Unternehmens Bertone Leder Kaschmirbeige exklusiv für Sondermodell 17-Zoll-Leichtmetallräder BBS im Y-Design Einstiegsleisten mit 90-years-Schriftzug Außenfarbe Chinablau exklusiv für Sondermodell (optional Karbonschwarz) Kühlergrill mit Chromleiste nicht als Motorisierung 1,6 l erhältlich DTM-Edition Karosseriepaket DTM: 8×18-Zoll-Leichtmetallräder im Irmscher Sport-Star-Design mit Reifen 225/35 ZR 18, Sportauspuff-Anlage zweiflutig, Frontspoiler, Kühlergrill, Heckspoiler, Kotflügelverbreiterungen, Dachspoiler, Alu-Pedale

Cabriolet mini|Opel Astra Cabrio mini|Heckansicht

Das Cabrio wurde ebenso wie das Coupé bei Bertone in Italien entworfen (Zitat: „Erdacht bei Opel, erschaffen bei Bertone“) und ab März 2001 hergestellt.

Es handelt sich um ein viersitziges Cabriolet mit Stoffverdeck, wobei der Platz im Fond – wie bei derartigen Fahrzeugen üblich – nicht aus vollwertigen Sitzplätzen besteht. Für das Dach ist eine feste Mulde vorgesehen und es beansprucht so unabhängig davon, ob es geöffnet oder geschlossen ist, keinen zusätzlichen Platz. Damit ist der Kofferraum im Vergleich zum Coupé entsprechend kleiner. Weiterhin kann dort das Windschott verstaut werden.

Als Motoren standen vier Ottomotoren (1,6 l mit 74/76 kW (101/103 PS), 1,8 l mit 92 kW (125 PS), 2,2 l mit 108 kW (147 PS) und 2,0-l-Turbo mit 141/147 kW (192/200 PS)) und ein Dieselmotor mit 2,2 l Hubraum und 92 kW (125 PS) zur Wahl.

Das Cabrio wurde ausschließlich mit elektrischem Verdeck angeboten, als Sonderausstattung mit Fernbedienungsmöglichkeit über die Zentralverriegelung per Schlüssel. Sie war bei den Modellen 2.2- und 2.0-Turbo Serienausstattung. Das Öffnen oder Schließen dauert etwa 25 Sekunden und setzt voraus, dass das Fahrzeug steht und die Handbremse angezogen ist. Darüber hinaus können alle vier Seitenscheiben über einen zentralen Schalter gleichzeitig geöffnet und geschlossen werden.

Zusätzlich zu den gängigen Ausstattungsvarianten wurde das Cabrio als Linea-Rossa- und 90-Jahre-Bertone-Editionen sowie in den Ausstattungsvarianten Daytona und Silverstone angeboten: