mini|System z9 Typ 2094 mini|System z9 Typ 2094, mit geöffneten Fronttüren und ausgeklapptem Support Element mini|System z9 Typ 2094, Rückseite mini|System z9 Typ 2094, Rückseite geöffnet mini|Logo von System z9 mini|zSeries 800 Typ 2066

IBM Z (früher zSeries oder System z) ist die aktuelle Großrechnerarchitektur der Firma IBM. Sie unterscheidet sich zur Vorgängerarchitektur S/390 vor allem durch die 64-Bit-Adressierung. Programme, die für die Vorgängerarchitekturen S/390 und S/370 geschrieben wurden und somit 31-Bit- bzw. 24-Bit-Adressierung nutzen, werden weiterhin unterstützt.

Im Systemdesign der IBM z Systems sind alle Komponenten komplett redundant ausgelegt, so dass die Modelle besonders ausfallsicher und zuverlässig sind. Das „Z“ in z Systems wird gelegentlich als „Zero Downtime“ interpretiert.

Das Modell IBM z14 ist in der Lage, mit maximal 85 logischen Partitionen (LPARs)IBM z14 Technical Guide. IBM, abgerufen am 29. Februar 2024 verschiedene Betriebssysteme parallel auszuführen. Durch das einzigartige Systemdesign gelten die IBM-Mainframe-Rechner weiterhin als besonders skalierbar, besonders sicher und durchsatzstark. Außerdem ist neben den hohen Virtualisierungsraten eine hohe Auslastung des Systems von durchschnittlich 90–100 % nicht unüblich.

Die IBM-Mainframe-Rechner haben keine eingebauten Festplatten, sondern sind über FICON genannte Fibre-Channel-Adapter mit Storage-Servern oder einem SAN verbunden. Bei älteren Systemen war eine Anbindung von Speichersystemen auch über ESCON (Vorgänger von FICON) möglich.

Geschichte Die Geschichte der IBM Z-Mainframes begann am 7. April 1964, als IBM das System/360 einführte.

Am 30. Juni 1970 wurde es vom System S/370 abgelöst. Mit dem System 370/XA wurde 1981 die 31-Bit-Adressierung eingeführt, das 32. Bit des aus 4 Byte bestehenden Datenworts wurde als Kontrollbit reserviert. Es wird seitdem unter anderem zur Unterscheidung der 24- und 31-Bit-Adressierung verwendet. Im Jahr 1972 führte IBM das erste Virtualisierungsprodukt ein. Seit dem Jahr 1988 verwendet IBM die 370/ESA-Architektur.

Im September 1990 wurde das System/390 als Nachfolgesystem der S/370 vorgestellt. Hiervon erschienen insgesamt sechs Hardwaregenerationen.

Seit 1964 wurde die Ausrichtung mehrfach erweitert und ergänzt. Ausgehend von traditionellen Workloads (viele Transaktionen, OLTP Datenbanken, Batch und Quality of Service, QoS) öffneten sich ab 2001 Linux-Workloads (WebSphere, Analytics und Oracle) und schließlich auch der Java-Workload für die Mainframe-Anwender. Zehn Jahre danach wurde das Mainframe-System für Themen wie Cloud, Mobile und Operational Analytics vorbereitet.

Modellübersicht Die IBM-Mainframe-Rechner sind bereits in mehreren Generationen weiterentwickelt worden. In den nachfolgenden Tabellen wird gemäß IBM Mainframe Life Cycle History nach Multi-frame, Single-frame und LinuxONE Modellen unterschieden.

Multi-frame Modell Type Modelle Ankündigung Prozessoren Hauptspeicher Bemerkungz179175ME18. April 2025max. 208max. 64 TBNachfolger der z16, AI orientiertz163931A014. April 2022max. 200max. 40 TBNachfolger der z15, Optionen Max39, Max82, Max125, Max168 und Max200. z15 8561 T01 12. Sep. 2019 max. 190max. 40 TB Nachfolger der z14, 1-4 19" Racks z14 3906 M01, M02, M03, M04, M05 17. Juli 2017 max. 196 max. 32 TB Nachfolger der z13 z13 2964 N30, N63, N96, NC9, NE1 14. Jan. 2015 max. 141 max. 10 TB Nachfolger der zEC12 zEnterprise EC12 (zEC12) 2827 H20, H43, H66, H89, HA1 28. Aug. 2012IBM zEnterprise EC12 Press Release. IBM, abgerufen am 13. April 2015 max. 101 Nachfolger der z196 zEnterprise 196 (z196) 2817 M15, M32, M49, M66, M80 22. Juli 2010IBM Unveils zEnterprise System, Ushers in Era of Smarter Data Centers. IBM max. 96 Nachfolger der z10 EC System z10 Enterprise Class (z10 EC) 2097 E12, E26, E40, E56 und E64 26. Feb. 2008 max. 64 Nachfolger der z9 System z9 Enterprise Class (z9 EC) 2094 S08, S18, S28, S38 und S54 27. Juli 2005IBM System z9 109 – The server built to protect and grow with your on demand enterprise. (PDF; 439 kB) IBM, abgerufen am 18. Oktober 2008 max. 54 ursprünglich z9-109 eServer zSeries 990 (z990) 2084 A08, B16, C24 und D32 13. Mai 2003z990 Announcement. IBM, abgerufen am 18. Oktober 2008 max. 32 Nachfolger der größeren Modelle der z900 eServer zSeries 900 (z900) 2064 101–109, 1C1–1C9, 110–116,2C1–2C6, 2C9, 210–216zSeries 900 System Overview. IBM, abgerufen am 29. Oktober 2008 3. Okt. 2000z900 Announcement. IBM, abgerufen am 18. Oktober 2008 max. 16

Single-frame Modell Type Modelle Ankündigung Prozessoren Hauptspeicher Bemerkungz179176ME2, MER12. August 2026z163932A02, AGZ4. Apr. 2023z158562T0214. Apr. 2020max. 65max. 16 TB19"-Rack, Single frame, Nachfolger der z14 ZR1 z14 3907IBM Redbooks: IBM z14 Model ZR1 Technical Introduction ZR1 10. Apr. 2018 max. 30max. 8 TB 19"-Rack, Single frame, Nachfolger der z13s z13s 2965 N10, N20 (1 drawer), N20 (2 drawers) 16. Feb. 2016 max. 20max. 4 TB Nachfolger der zBC12 und z114, basiert auf z13 zEnterprise BC12 (zBC12) 2828 H06, H13 23. Juli 2013IBM zEnterprise BC12 Press Release. IBM, abgerufen am 13. April 2015 max. 13 Nachfolger der z114 zEnterprise 114 (z114) 2818 M05, M10 12. Juli 2011New IBM zEnterprise Mainframe Server Advances Smarter Computing for Companies and Governments in Emerging Markets and Mid-size Clients around the World. IBM max. 14 Nachfolger der z10 BC System z10 Business Class (z10 BC) 2098 E10 21. Okt. 2008 max. 5 Nachfolger der z9 System z9 Business Class (z9 BC) 2096 R07 und S07 27. Apr. 2006IBM Unveils Breakthrough Business Class Mainframe; Targets Growth of SOA Transactions and Data. IBM, abgerufen am 18. Oktober 2008 max. 7 Nachfolger der z890 eServer zSeries 890 (z890) 2086 A04 7. Apr. 2004IBM eServer zSeries 890 – A multipurpose server for an on demand world. (PDF; 351 kB) IBM, abgerufen am 18. Oktober 2008 max. 4 Nachfolger der z800 und der kleineren Modelle der z900 eServer zSeries 800 (z800) 2066 0E1, 0A1, 0B1, 0C1, 0X2, 001, 0A2, 002, 003, 004zSeries 800 System Overview. IBM, abgerufen am 29. Oktober 2008 19. Feb. 2002IBM Introduces Nine New Models of the IBM eServer z800 Family of Servers. (PDF; 261 kB) IBM, abgerufen am 18. Oktober 2008 max. 4

LinuxONE Modell Type Modelle Ankündigung Prozessoren Frames Kühlung BemerkungRockhopper 59175ML2 / MLR7. Juli 2026Im Werksgehäuse (ML2) und als Rackmount (MLR) erhältlich.Emperor 59175ML16. Mai 2025max. 2081-4LinuxONE 4 Express6. Feb. 2024max. 16 -ab $ 135.000 erhältlichRockhopper 43932LA2 / AGL4. Apr. 2023max. 681/-Im Werksgehäuse (LA2) und als Rackmount (AGL) erhältlich.Emperor 43931LA113. Sept. 2022max. 2001-4entspricht z16 A01, Optionen Max39, Max82, Max125, Max168 und Max200LinuxONE III Express4. Mai 2021LinuxONE III8562LT214. Apr. 20201Luftentspricht z15 T02 LinuxONE III 8561 LT112. Sep. 20191-4Wasserentspricht z15 T01 Rockhopper II 3907 LR1 10. Apr. 2018 max. 30Family 3907+02 IBM LinuxONE Rockhopper II basiert auf z14 ZR1 Emperor II 3906 LM1–LM5 12. Sep. 2017 max. 170 basiert auf z14 Emperor 2964 L30, L63, L96, LC9, LE1 26. Jan. 2016 max. 141 Rockhopper 2965 L10, L20 (1 Drawer), L20 (2 Drawer) 26. Jan. 2016 max. 20 basiert auf z13s Emperor 2964 17. Aug. 2015 max. 141 basiert auf z13 Rockhopper 2828 L06, L13 17. Aug. 2015 max. 20 basiert auf zBC12

Modelle

z900, z800, z990 und z890 Die ersten zSeries-Rechner waren die Systeme z900 (2000) und z800 (2002). Es handelte sich dabei um fast völlige Neuentwicklungen gegenüber der S/390, hier kamen erstmals 64-bit-Prozessoren mit 64-bit-Adressierung im System zum Einsatz. Die Baureihe S/390 wurde durch System Z (der damalige Name) abgelöst – die Mitbewerber (Hitachi und Siemens, die S/390-kompatible Systeme entwickelt hatten) konnten kein 64-Bit-System mehr entwickeln, und IBM-Z war wieder konkurrenzlos. Danach folgten die Systeme z990 (2003) und z890.

Durch das Engagement des Labors IBM Germany Research & Development in BöblingenIBM Germany Research & Development Labor in Böblingen. IBM, abgerufen am 13. April 2015 wurde 2001 das Betriebssystem Linux auf den IBM-Mainframe portiert.

z9 Im Juli 2005 wurde System z9 EC, und im April 2006 System z9 BC angekündigt. Seitdem gibt es pro Baureihe ein BC- und ein EC-Modell: BC, wie Business Class, umfasst die kleineren Systeme, EC, für Enterprise Class, deckt hingegen den oberen Leistungsbereich ab.

z10 Am 26. Februar 2008 wurde das System z10 ECAnkündigung System z10 EC. IBM, abgerufen am 28. März 2008 mit einer Leistungsfähigkeit von etwa 1500 Servern auf x86-Basis angekündigt.IBM launches New “System z10” Mainframe. IBM, abgerufen am 18. Oktober 2008 Am 21. Oktober 2008 folgte das System z10 BC,IBM Launches Next-Generation Mainframe for Midsize Customers. IBM, abgerufen am 28. Oktober 2008 welches die Leistung von bis zu 232 x86-Servern bei 83 % kleinerer Fläche und bis zu 93 % geringerem Energieverbrauch besitzen soll.

z196 Am 22. Juli 2010 wurde das erste Modell der nächsten Generation zEnterprise 196 (z196) angekündigt. Das System bot die Möglichkeit, Ressourcen von IBM System z, Power und System x zu einem Komplettsystem zu integrieren. Die z196 verfügte über insgesamt 96 Prozessorkerne mit einer Taktfrequenz von 5,2 GHz. Dies ermöglichte eine Leistungsverbesserung von 60 Prozent pro Kern und steigerte die Gesamtkapazität für Workloads auf Basis von z/OS, z/VM und Linux auf z Systems um 60 Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell z10 EC.IBM Unveils zEnterprise System, Ushers in Era of Smarter Data Centers. IBM, 22. Juli 2010

z114 Im Folgejahr, am 12. Juli 2011, wurde das nächste BC-Modell IBM zEnterprise 114 (z114) angekündigt.

zEC12 und zBC12 Am 28. August 2012 wurde mit der IBM zEnterprise EC12 (zEC12) eine neue Generation angekündigt.IBM zEnterprise EC12. IBM Die Ankündigung der IBM zEnterprise BC12 (zBC12) erfolgte am 23. Juli 2013.IBM

IBM z13 Am 14. Januar 2015 wurde die Enterprise Class IBM z13 (z13) angekündigt.IBM z13 Press Release. IBM, abgerufen am 13. April 2015 Das neue System ist auf die Integration der auf dem Mainframe vorhandenen Daten und Transaktionen ausgelegt.

Im Vergleich zum Vorgängermodell zEnterprise EC12 bietet die IBM z13 eine Leistungssteigerung von 40 %, dreimal so viel Hauptspeicher (bis zu 10 TB), mehr LPARs (85 statt zuvor 60) und mehr I/O Kanäle.IBM z13 Data Sheet. (PDF) IBM, abgerufen am 13. April 2015 Durch die Vergrößerung des Hauptspeichers können Mainframe-Nutzer ihre Latenzzeiten für OLTP-Workloads, Antwortzeiten durch weniger I/O-Wartezeiten und Batch-Zeiten reduzieren.

Außerdem führt IBM mit dieser Modellreihe Simultaneous Multithreading (SMT) sowie SIMD-Instruktionen ein. Für die Hardware-Kryptographie gibt es eine neue Karte. Neben den Neuigkeiten um die z13-Hardware gehörte zur Ankündigung im Januar 2015 auch eine Vorschau auf das neue Betriebssystem z/OS.

Am 16. Februar 2016 hat IBM den neuen Einstiegsgroßrechner z13s angekündigt.Neue Großrechner von IBM für mehr Sicherheit bei Hybrid-Clouds Das neue Rechnermodell ähnelt dem kurz zuvor vorgestellten Rockhopper-Modell.

IBM z14 Im Juli 2017 wurde das Nachfolgemodell IBM z14 angekündigt.IBM kündigt mit 'IBM Z14' neue Generation seiner Mainframes anMeet IBM z14 Die zentrale Prozessoreinheit weist zehn Kerne auf, die IBM mit 5,2 GHz taktet. Jeder davon hat je 128 KByte L1I- und L1D-Cache, 2 MByte L2-Instruktionen- und 4 MByte L2-Daten-Cache, hinzu kommt ein gemeinsamer 128 MByte L3-Cache, bestehend aus Embedded-DRAM. Der CP-Chip besteht aus 6,1 Mrd. Transistoren und ist 696 mm² groß. Fünf oder sechs Prozessor-Chips werden auf einem Einschub in zwei Clustern an einen System-Control-Chip, der über einen 672 MByte L4-Cache verfügt, angebunden. Der SC-Chip ist ebenfalls 696 mm² groß und enthält 9,7 Mrd. Transistoren. Beide Chips werden bei GlobalFoundries in einem 14-nm-SOI-Prozess hergestellt. Auf dem Einschub befinden sich auch die Speicher-DIMMs, an jeden CP-Chip sind dabei fünf DIMMs angebunden.golem.de: IBMs z14 mit 5,2 GHz und absurd viel Cache