Lucien Carré (* 19. März 1904 in Paris, Frankreich; † nach 1957 in Frankreich) war ein französischer Filmarchitekt.

Leben und Wirken Der Sohn des vor allem in den USA tätigen Film- und Bühnenarchitekten Sosthène „Ben“ Carré erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Pariser École des Arts Appliqués. Praktische Erfahrungen sammelte er noch zu Stummfilmzeiten in den ausgehenden 1920er Jahren als Assistent der Szenenbildner Serge Piménoff, Lucien Aguettand und Jean Perrier.

Bereits mit 21 Jahren durfte er die Kostüme zu einem Film mitgestalten, seit Beginn der Tonfilm-Ära war Carré ein vielbeschäftigter Gestalter von Filmkulissen. Neben einer großen Anzahl an Entwürfen zu Routineinszenierungen – in den 1950er Jahren vor allem für André Hunebelle – war Carré auch an einigen wenigen Spitzenproduktionen des französischen Kinos beteiligt, allen voran Jean Cocteaus Meisterwerk Es war einmal (1946), für das er, zusammen mit dem etwas älteren Kollegen René Moulaert, eine poetisch-phantastische Märchenwelt entwarf. Nach 1957 verliert sich seine Spur.

Filmografie

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 1: A–C. Erik Aaes – Jack Carson. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 691. International Federation of Film Archives (FIAF) (Hrsg.): International Directory of Cinematographers, Set- and Costume Designers of Film. Vol. 2: France. Hrsg. von Alfred Krautz. München / New York / London / Paris 1983. S. 102 f.

Weblinks

Kategorie:Szenenbildner Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben im 20. oder 21. Jahrhundert Kategorie:Mann