mini|Die neuromanischen Säulen der Höheren Mädchenschule (später Realschule-West) von 1886 mini|Das Stadttheater Flensburg von 1891–1894 mini|Die Junkerhohlweg-Kaserne von 1893–1897 mini|Das Hans-Christiansen-Haus von 1894–1896, der ursprüngliche Standort der Goethe-Schule Flensburg sowie der Zollschule Flensburg mini|Der Alte Wasserturm von 1902 Otto Fielitz, eigentlich: Otto Karl Hermann Fielitz (* 4. August 1844 in Anklam; † 20. Juli 1922)Dieter Pust: Otto-Fielitz Straße. In: Ders.: Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005, ISBN 3-925856-50-1, S. 143. war ein deutscher Architekt, der als Stadtbaurat in Flensburg für viele bedeutsame Bauwerke der Stadt verantwortlich war.

Leben und Schaffen Otto Fielitz studierte über zweieinhalb Jahre an der Berliner Bauakademie. In der Zeit nach dem Studium war er beim Hafenbau in Kiel beschäftigt. Es folgten eine Beschäftigung als Bauleiter des Seminars in Uetersen und bei der Flensburger Navigationsschule am Munketoft. Anfang 1877 wurde er technischer Consulent für die Stadt Flensburg. Kurz darauf, am 1. April 1879, erhielt er die Anstellung als Stadtbaumeister der Stadt. Seine Dienstzeit begann also zu einem Zeitpunkt, als der Deutsch-Dänischen Krieg (1864) und der anschließenden Eingliederung der preußischen Provinz Schleswig-Holstein, schon über ein Jahrzehnt zurücklag. Die Stadt befand sich in einer Wachstumsphase.Vgl. 150 Jahre Flensburger Tageblatt : Flensburg unter der Pickelhaube, vom 29. Januar 2015; abgerufen am 25. März 2016 sowie Gründerzeit und Einwohnerentwicklung von Flensburg Viele neue öffentliche Gebäude, insbesondere Schulen, mussten geplant und errichtet werden. Die meisten der damals von Otto Fielitz entworfenen Gebäude gehören den sogenannten Backsteinrohbauten im Stil der Hannoverschen Architekturschule an.

Am 8. April 1892, nach der Einrichtung des Hochbauamtes, wurde Fielitz zum Stadtbaurat ernannt. In seiner dienstfreien Zeit engagierte er sich zudem im Verschönerungsverein Flensburgs. 1897 begann Otto Fielitz mit den Vorplanungen für die Anlage des Stadtparks auf der Westseite der Stadt.Städtische Gartenkunst – vom kaiserzeitlichen Stadtpark zum Volkspark für alle, abgerufen am 25. März 2016 Ende März 1910 ging er in den Ruhestand. Sein städtischer Nachfolger war Paul Ziegler.

Seine Gebäude prägen noch heute Flensburgs Stadtbild. Sie gehören heute zu den Kulturdenkmalen der Stadt.Vgl. Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 623 Nach ihm wurde 1997 die Otto-Fielitz-Straße benannt.

Werk 1884: St.-Jürgen-Schule, heute Offener Kanal FlensburgLutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 516 1886: Höhere Mädchenschule, später Realschule-West. Abgerissen für einen Erweiterungsbau im Jahr 1982. Erhalten blieben die neuromanischen Säulen.Neuromanische Eingangssäulen der Höheren Mädchenschule, abgerufen am 25. März 2016 1887–1889: Marien-Schule, Musikschule Flensburgs, Fielitz' Architektentätigkeit wird angenommen.Vgl. Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 188 um 1890: Nikolai-Mädchenschule, heute Schulgebäude der Volkshochschule Flensburgs, Fielitz' Architektentätigkeit wird vermutet.Vgl. Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 200 1881–1882: Voigtschule, Fielitz' Architektentätigkeit wird vermutet.Vgl. Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 256 1884: Hohlwegschule im Bereich der Hohlwege der Stadt. Ein zweiter Bauabschnitt der Schule entstand 1905/06 unter Fielitz. Die Turnhalle der Schule entstand 1912/13 unter Fielitz Nachfolger Paul Ziegler.Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 502 1890: Nackestift, Fielitz' Architektentätigkeit wird vermutet.Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 348 1891–1892: Anna-Thomsen-StiftVgl. Die Geschichte des Anna-Thomsen-Stift, abgerufen am 25. März 2016 1891–1894: Stadttheater FlensburgSchleswig-Holsteinisches Landestheater und Sinfonieorchester, Spielstätten, Flensburg, abgerufen am 25. März 2016 1892–1893: Paulus-Paulsen-Schule, heute Schulgebäude der Volkshochschule Flensburgs, Fielitz' Architektentätigkeit wird vermutet.Vgl. Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 344 1893–1897: Junkerhohlweg-Kaserne 1894–1896: Hans-Christiansen-Haus 1895–1896: Technisches Rathaus, ursprünglich St. Nikolai-Knabenschule. Fielitz' Architektentätigkeit wird angenommen.Vgl. Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 360 1896–1897: Gebrüder-Nissen-StiftLutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 320 1901–1903: Ramsharder Knaben- und Mädchenschule; heute noch von der Grundschule Ramsharde genutztVgl. Bildung in Flensburg : 21-Millionen-Neubau für Ramsharde, vom 24. Februar 2017; abgerufen am 24. Februar 2017 1902: Alter Wasserturm Flensburg 1902–1903: Umgestaltung der Mühlenfriedhofs-Kapelle die mit der Anlage des Friedhofs entstanden war. Heute nach einem Umbau von 1963 stark verändert.Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 424 1903: Söhrnsen-StiftLutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 492 1903–1908: Waldschule 1904: UNESCO-Schule beziehungsweise UNESCO-Projektschule Flensburg-Weiche. Ehemals ein Grund- und Hauptschule, heute eine reine Grundschule.Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 610 und 616UNESCO-Projektschule Flensburg-Weiche, abgerufen am 25. März 2016 1907: CholerahausVgl. Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 590 1905–1907: Haus II. der Goethe-Schule Flensburg (Willy-Weber-Schule)Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 508 1909–1910: Friedhofsdienstgebäude, am Haupteingang vom Friedhof FriedenshügelLutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 358

Literatur Fielitz, W. und Luther, H.: Ahnentafel des Geheimen Medizinalrates Dr. med. Gustav Otto Fielitz, in: Ekkehard – Mitteilungsblatt deutscher Genealogischer Abende, Jahrgang 1939–42, S. 35, 71

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