Alien: Covenant (Deutsch „Bündnis“) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film des Regisseurs Ridley Scott aus dem Jahr 2017. Der Kinostart in Deutschland war am 18. Mai 2017; in den USA kam der Film einen Tag später in die Kinos.

Der Film ist der sechste Teil der Alien-Filmreihe, welche im Jahr 1979 mit dem ebenfalls unter Scotts Regie entstandenen Werk Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt begann und ist eine direkte Fortsetzung des Films Prometheus – Dunkle Zeichen aus dem Jahr 2012. Er handelt von einer Raumschiffbesatzung, die sich Anfang des 22. Jahrhunderts mit dem Raumschiff Covenant auf einer Kolonisations-Mission befindet und spielt elf Jahre nach den Ereignissen in Prometheus.

Handlung In einem weißen Raum mit Blick auf einen See wird ein soeben aktivierter Androide von Peter Weyland, dem Tycoon, der sich selbst als dessen „Vater“ bezeichnet, nach seinem Namen gefragt. Der Android entscheidet sich für den Namen David, nach der Statue von Michelangelo, die sich in dem Raum befindet. Weyland sagt, dass die beiden eines Tages gemeinsam den Schöpfer der Menschheit finden werden. David bringt zur Sprache, dass Weyland sterblich ist, er selbst jedoch nicht, was Weyland sichtlich irritiert.

Viele Jahre später, am 5. Dezember 2104, ist das Kolonieschiff USCSS Covenant mit 2.000 Kolonisten, die sich im Hyperschlaf befinden und 1.140 menschlichen Embryonen unterwegs zu dem entfernten Planeten Origae-6. Der Androide Walter, bei dem es sich um ein weiterentwickeltes Modell als David handelt, der jedoch über dasselbe Erscheinungsbild verfügt, überwacht das Schiff. Die restlichen 14 Besatzungsmitglieder werden aus ihrem mehrjährigen Kälteschlaf geweckt, nachdem ein von einem nahen Stern ausgehender Neutrinosturm das Schiff während einer Sonnensegel-Energieaufladung getroffen und beschädigt hat. Jake Branson, der Captain der Covenant, stirbt bei diesem Zwischenfall in der Hyperschlafkammer, und Christopher Oram übernimmt das Kommando.

Als man den Funkspruch einer unbekannten Frau empfängt, lenkt dies die Aufmerksamkeit der Crew auf einen wenige Wochen entfernten Planeten, den sie für noch besser für ihre Mission geeignet hält als den eigentlich angesteuerten, da die Reise dorthin für Besatzung und Kolonisten weitere sieben Jahre im Tiefschlaf bedeuten würde.

Während die von dem Piloten Tennessee gesteuerte Covenant im Orbit des Planeten bleibt, landen elf Mitglieder der Crew mit einer Raumfähre auf dessen Oberfläche. Sie entdecken ein gestrandetes außerirdisches Raumschiff, in dem sie persönliche Dinge der Besatzung der Prometheus finden.

Auf dem Planeten dringen fremdartige Sporen in Körperöffnungen der Besatzungsmitglieder Ledward und Hallett ein. Zwei außerirdische parasitäre Wesen bilden sich binnen kurzer Zeit in ihnen heran und bersten aus ihnen hervor, wobei beide Crewmitglieder sterben. Karine Oram wird von einem der Wesen tödlich verletzt. Als Maggie Faris versucht, die Kreatur zu töten, kommt es dabei zu einer Explosion, die das Landungsschiff zerstört und sie das Leben kostet. Als die Crew kurz darauf eines der inzwischen ausgewachsenen Wesen töten kann, dann jedoch auch von dem zweiten angegriffen wird, nähert sich eine Person und vertreibt den Angreifer mit einer Leucht- und Tonsignalpistole. Es handelt sich um den Androiden David, den einzigen Überlebenden der Prometheus-Expedition, der die letzten zehn Jahre allein auf dem Planeten verbracht hat.

David bietet der Besatzung der Covenant Unterschlupf an und behauptet, dass, als er und Elizabeth Shaw auf dem Planeten angelangt sind, versehentlich ein Pathogen aus dem Schiff freigesetzt wurde, das sämtliche Tiere getötet hat, und dass Shaw ums Leben kam, als das Schiff abstürzte. Ein starkes Unwetter macht derweil jede Kommunikation mit der Covenant unmöglich, und die Crew ist gezwungen, vorerst bei David zu bleiben.

David zeigt Kapitän Oram die Resultate seiner genetischen Experimente und erklärt, dass diese bisher aufgrund einer fehlenden Zutat behindert worden seien. Oram folgt David in eine tiefere Kammer, wird dort von einem spinnenartigen Wesen (Facehugger) angefallen und verliert das Bewusstsein. Als er wieder erwacht, bohrt sich eine neuartige Kreatur von innen durch seine Brust, wodurch er getötet wird.

Walter äußert gegenüber David den Verdacht, dass dieser das Pathogen damals absichtlich freigesetzt hat. Anstatt dies eindeutig zu bestätigen oder zu verneinen, drückt David seine starke Verachtung für die Menschheit aus. Walter sagt, dass er es nicht zulassen kann, dass David den Planeten verlässt, doch diesem gelingt es, Walter zu deaktivieren.

Lope wird ebenfalls von einem Facehugger angefallen. Als Cole diesen von seinem Gesicht schneidet, verätzt dessen Blut Lopes linke Wange. Plötzlich taucht das inzwischen ausgewachsene neuartige Wesen auf und tötet Cole, während Lope entkommen kann.

Als Daniels David mit ihrem Verdacht konfrontiert, er habe etwas mit Shaws Tod zu tun gehabt, greift David sie an. Walter, der sich selbst reaktivieren konnte, eilt ihr zu Hilfe und zwischen den beiden Androiden kommt es zum Kampf, während Daniels und Lope flüchten. Als die beiden Überlebenden sich zusammen mit Walter auf einen Lastentransporter retten, der von Tennessee auf den Planeten gesteuert wurde, klemmt sich das neuartige Wesen unter dem Schiff fest. Daniels kann es mithilfe einer mechanischen Greifkralle zerquetschen.

Zurück an Bord der Covenant wird Daniels später von dem Schiffscomputer Mutter geweckt, der an Bord ein fremdes Wesen registriert hat. Dieses ist in Lope herangewachsen und tötete ihn ebenfalls durch Ausbruch aus seiner Brust. Es handelt sich um eine Kreatur derselben Spezies wie jene, welche in Oram herangewachsen ist. Ricks und Upworth werden beim Sex in den Duschräumen von dem Wesen getötet. Mithilfe von Tennessee gelingt es Daniels, das Wesen auf das Terraforming-Deck zu locken und mittels einer Luftschleuse ins Weltall zu katapultieren.

Die Covenant nimmt wieder Kurs nach Origae-6 und die überlebenden zwei Besatzungsmitglieder begeben sich in ihre Schlafkapseln, während Walter abermals über sie wachen soll. Kurz bevor sie in Tiefschlaf fällt, wird Daniels bewusst, dass es sich bei dem Androiden in Wahrheit um David handelt, der sich seit ihrer Flucht von dem fremden Planeten für sein Nachfolgemodell ausgegeben hat. David platziert zwei vorgezüchtete „Face-Hugger“-Embryonen, die er in sich an Bord der Covenant geschmuggelt hat, in der Kühllagerung des Schiffes, lässt Mutter den Einzug der Götter in Walhall aus Wagners Rheingold abspielen und betritt den Bereich des Schiffes, in dem sich die schlafenden Kolonisten und die Kühllagerung mit den Embryonen befinden. In einem Funkspruch teilt er mit, dass bei einem Unglück alle Besatzungsmitglieder bis auf Daniels und Tennessee ums Leben gekommen seien und er sich nun auf dem Weg nach Origae-6 befinde.

Produktion Produktionsgeschichte Nachdem man den Film anfänglich schlicht als Prometheus 2 und später als Alien: Paradise Lost angekündigt hatte, wurde im November 2015 bekannt, dass der offizielle Titel Alien: Covenant lauten soll. Auch die Handlung des Films wurde in dieser Phase überarbeitet.Rodrigo Perez: . In: indiewire.com, 13. November 2015. Ebenfalls im November 2015 veröffentlichte 20th Century Fox einen kurzen Handlungsabriss zum Film.Meredith Woerner: Synopsis for 'Alien: Covenant' reveals Michael Fassbender's fate. In: latimes.com, 16. November 2015. Der Filmtitel Alien: Covenant verweist auf das „Land of the Covenant“. „Covenant“ heißt „Bund“, im Sinn von „Alter Bund“,Drehli Robnik: In: spex.de, 24. April 2017. ein Wort, das vor allem in der Bibel gebraucht wird und den Bund zwischen Gott und den Menschen bezeichnet.Ursula Stieler: Deshalb lohnt sich der Kinofilm 'Alien – The Covenant' In: The Huffington Post, 17. Mai 2017.

Stab und Besetzung mini|hochkant|Regisseur Ridley Scott Als Regisseur fungierte wieder Ridley Scott, der zuvor bereits bei zwei Filmen der Alien-Reihe diese Arbeit übernahm. Als Autoren für die Geschichte konnten Michael Green und Jack Paglen gewonnen werden, wobei Paglen bereits im Fall von Transcendence an einem Science-Fiction-Film gearbeitet hatte. Das Drehbuch wurde von John Logan und Dante Harper geschrieben. Auf die Frage, warum Science-Fiction beziehungsweise der Weltraum so gut geeignet dafür sind, um über die Rolle der Menschheit oder über die grundlegenden Fragen der menschlichen Existenz zu diskutieren, antwortete Scott: „Der Weltraum ist so eine Leere. Und die Religion hat uns gelehrt uns schuldig zu fühlen. Ich glaube zwar selbst nicht mehr an Gott, aber fühle mich immer noch unglaublich schuldig – und weiß nicht einmal wofür! […] Die Logik, dass etwas da draußen sein muss, eine Kraft, die viel weiter und mächtiger ist als wir, hat für mich Sinn.“Ridley Scott im Gespräch mit David Rams: 'Alien: Covenant' – Interview mit Regisseur Ridley Scott In: tvmovie.de, 18. Mai 2017. Diese grundlegenden Fragen ließen auch Logan und Harper in das Drehbuch einfließen, so während einer Unterhaltung zwischen Walter und David, in der sie die beiden den kompletten Text von Percy Shelleys Gedicht „Ozymandias“ aus dem Jahr 1817 zitieren lassen.Michael Meyns: 'Alien: Covenant' im Kino: Walter in der Bundeslade In: taz.de, 18. Mai 2017.

Nachdem Michael Fassbender bereits 2014 angekündigt hatte, in der Fortsetzung von Prometheus mitwirken zu wollen, bestätigte Scott dies im September 2015 offiziell.Angie Han: 'Prometheus 2': Michael Fassbender Confirmed to Return In: slashfilm.com, 14. September 2015. Fassbender übernahm wieder die Rolle des Androiden David und spielt zudem dessen weiterentwickelte Version Walter.Daniel Krüger: 'Alien: Covenant'-Kritik: Michael Fassbender, das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt In: musikexpress.de, 8. Mai 2017. Die Rolle des zentralen weiblichen Charakters, der Terraforming-Expertin Daniels, wurde mit Katherine Waterston besetzt. Weitere Neuzugänge sind Demián Bichir als Sergeant Lope, Nathaniel Dean als ihr Mann, Danny McBride in der Rolle des Piloten Tennessee, Billy Crudup, der den ersten Offizier Christopher Oram spielt, der in den Rang des Captains aufrückt, Carmen Ejogo, die Orams Frau Karine spielt, Jussie Smollett, Amy Seimetz und Callie Hernandez.David Herger: ‘Hateful 8’-Star Demian Bichir stößt zum Cast von Ridley Scotts ‘Prometheus’-Sequel ‘Alien: Covenant’. In: filmstarts.de, 23. Februar 2016.Hy Quan Quach: Alien: Covenant – Vier Neuzugänge im Cast zur Prequel-Trilogie, Billy Crudup im Gespräch. In: gamona.de, 26. Februar 2016.Sara Vilkomerson: Empire star Jussie Smollett joins Ridley Scott’s Alien: Covenant In: Entertainment Weekly, 25. Februar 2016. Im Februar 2016 wurde bekannt, dass der australische Schauspieler Alex England eine Rolle im Film erhalten hatte.Mike Fleming Jr: In: deadline.com, 26. Februar 2016. Im März 2016 stieß Ben Rigby zur Crew.Ben Rigby Joins 'Alien: Covenant' In: Variety, 14. März 2016. Wie im Oktober 2016 bekannt wurde, ist Guy Pearce im Film, wie bereits in Prometheus – Dunkle Zeichen, in der Rolle von Peter Weyland zu sehen, dem milliardenschweren Gründer von Weyland Corp., der die Prometheus-Expedition von Dr. Elizabeth Shaw zum Planetoiden LV-223 finanzierte.Sebastian Lorenz: Alien: Covenant – Rückkehr eines weiteren Charakters aus Prometheus In: robots-and-dragons.de, 30. Oktober 2016. James Franco übernahm im Film die Rolle von Captain Jake Branson, der gleich zu Beginn des Films in seiner Schlafkapsel ums Leben kommt und praktisch nur auf Fotos und in Videos zu sehen ist.

Synchronisation Die deutschsprachige Synchronisation entstand bei der Interopa Film nach einem Dialogbuch von Klaus Bickert und unter der Dialogregie von Axel Malzacher.