mini|Young MC, 2021 Young MC (* 10. Mai 1967 in London, England als Marvin Young) ist ein Rapper der Stilrichtungen Pop-Rap und Westcoast-Hip-Hop.

Biografie

Marvin Young wuchs in der Mittelschicht auf und machte einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaft an der University of Southern California. Dort begegnete er Mike Ross und Matt Dike, die gerade das Label Delicious Vinyl gegründet hatten. Young schloss sich diesem an und veröffentlichte unter dem Künstlernamen Young MC das Lied I Let ’Em Know.

1989 arbeitete er dann zusammen mit Tone Lōc an dessen Musikstück Wild Thing. Es wurde in den USA die erste Single eines Rappers mit schwarzer Hautfarbe, die sich unter den 10 besten Positionen der Billboard Hot 100 platzieren konnte. Auch an deren Nachfolger, Funky Cold Medina, war Young MC dann beteiligt. Diese war mit Platz 3 der Billboard Hot 100Billboard-Charthistorie von Tone-Loc ebenfalls ein großer Erfolg.

Daraufhin arbeitete er später im gleichen Jahr als Solokünstler an seiner Debütsingle Bust a Move, ein lockeres Lied über die Erfolge und Misserfolge von Flirts. Erneut konnte er sich damit in die Top 10 der Billboard Hot 100 schieben und erhielt dafür eine Platin-Schallplatte der RIAA. sowie 1990 den Grammy Award for Best Rap Performance. Darüber hinaus half sie seinem ersten Album Stone Cold Rhymin’, das ebenfalls mit Platin der RIAA ausgezeichnet wurde, auf Platz 9 der Billboard 200 zu gelangen. Die zweite Singleauskopplung dieses Albums, Principal’s Office, konnte sich zwar auch in den Billboard Hot 100 platzieren, war mit Rang 33 aber nicht annähernd so erfolgreich wie Bust a Move. Dafür war es im Vereinigten Königreich, seinem Geburtsland, mit Platz 54 die erfolgreichste Single seiner Karriere.

Nach seinem Erfolg trennte Young MC sich im Streit von seinem Label Delicious Vinyl und warf diesem Einmischung in seine Arbeit vor. Delicious Vinyl wiederum verklagte Young MC wegen Vertragsbruchs. Schließlich einigte man sich außergerichtlich und Young MC unterschrieb bei Capitol Records, wo er sein zweites Album Brainstorm veröffentlichte. Sein Stil veränderte sich – so rappte er nicht mehr nur über leichte Alltagsthemen, sondern wollte Botschaften transportieren, wie Aufrufe zur Eigenverantwortlichkeit. Das Album erhielt zwar noch eine Goldene Schallplatte, konnte jedoch nicht an den Erfolg seines Erstlings anknüpfen.

Diese Entwicklung verstärkte sich bis 1993, insbesondere durch das Aufkommen härteren Hip-Hops wie Gangsta-Rap und Hardcore-Rap, der bei den Hörern mehr Anklang fand. Dadurch wurde Young MCs drittes Album, What’s the Flavor?, ein Flop.

Dies bedingte eine längere Schaffenspause, bis er 1997 das selbstironisch benannte Album Return of the 1 Hit Wonder (zu deutsch: Rückkehr des One-Hit-Wonders) veröffentlichte. Der Erfolg blieb jedoch weiterhin aus. Dennoch folgten bis 2009 in unregelmäßigen Abständen weitere Alben, die allesamt independent veröffentlicht wurden und keine kommerzielle Bedeutung erlangten.

2009 hatte Young außerdem einen Auftritt im Oscar-nominierten Film Up in the Air.

Im März 2023 hatte Young einen Gastauftritt in einer Folge der neunten Staffel der US-amerikanischen Version von The Masked Singer. Am Anfang der Episode, die unter dem Motto 80s Night stand, sang er außer Konkurrenz Bust a Move und präsentierte später einen Hinweis zur Identität der Kandidatin Scorpio (Christine Quinn).

Diskografie

Alben 1989: Stone Cold Rhymin’ 1991: Brainstorm 1993: What’s the Flavor? 1997: Return of The 1 Hit Wonder 2000: Ain’t Going Out Like That 2002: Engage the Enzyme 2007: Adrenaline Flow 2009: Relentless

Kompilationen 1999: The Best of Young MC 2003: Bust a Move & Other Hits

Singles 1989: Bust a Move 1989: Principal’s Office 1990: I Come Off 1991: Pick Up the Pace 1991: That’s the Way Love Goes 1991: Special Package 1991: Keep It in Your Pants 1993: What’s the Flavor? 1997: On & Poppin’ 1997: Coast to Coast 2000: What It Look Like

Videoalben 1991: Bustin’ Moves

Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte

1990: für die Single Bust a Move

1989: für die Single Bust a MovePlatin-Schallplatte

1989: für das Album Stone Cold Rhymin’

Künstlerauszeichnungen 1990: Grammy Award for Best Rap Performance für „Bust A Move“Suche im Genre Rap in der Datenbank der Grammys

Weblinks

Offizielle Website

Quellen

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