Der Eva Luise Köhler Forschungspreis ist ein mit zweckgebundenen 50.000 Euro dotierter Forschungspreis, der seit dem Jahr 2008 jährlich von der „Eva Luise und Horst Köhler Stiftung für Menschen mit seltenen Erkrankungen“ in Zusammenarbeit mit der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen e.V. für Forschungsprojekte vergeben wird, die sich der Erforschung seltener Erkrankungen widmen. Schirmherrin und Namensgeberin ist Eva Luise Köhler.
Durch seine hohe Dotierung und durch die Prominenz seiner Schirmherrin hat der Preis eine breite MedienpräsenzLebenslang auf Rollstuhl und Pflege angewiesen, Main-PostDas so genannte Böse, Frankfurter Allgemeine ZeitungAdelheid Müller-Lissner: Patienten mit der Welt verbinden, Der Tagesspiegel, 16. März 2014Erstmal einen Sekt auf die Auszeichnung, Die Welt, 28. Februar 2012, die auch durch weitere Prominente wie die damalige Kronprinzessin und heutige Königin von SpanienPrinzessin Letizia strahlt in Berlin, B.Z., 1. März 2010, abgerufen am 22. Februar 2016. unterstützt wird. Eva Luise Köhler hat ihr Engagement für die Stiftung in Zeitungsinterviews erläutert.Eva Luise Köhler über Ehrenamt und das Schicksal ihrer Tochter, Berliner Zeitung.
Preisträger 2008: Volkmar Gieselmann und Hans-Joachim Galla für Forschungen über die Blut-Hirn-Schranke 2009: Leena Bruckner-Tuderman und ihr Team für die Forschungen zum Thema Epidermolysis bullosa 2010: Karin Jurkat-Rott und Marc-André Weber für das Projekt zur Verbesserung der Arzneimitteltherapie für Menschen mit hypokaliämischer periodischer Paralyse 2011: Christoph Klein und sein Team (Christopher Baum, Kaan Boztug, Christoph von Kalle) für die Entwicklung einer neuartigen Gentherapie für Kinder mit Wiskott-Aldrich-Syndrom 2012: Oliver Semler von der Universitätsklinik Köln für Forschungen zur Translationale Therapie bei Osteogenesis imperfecta 2013: Gesine Hansen und Thomas Moritz für die Entwicklung einer gentherapeutischen Behandlung der pulmonalen Alveolarproteinose 2014: Niels Birbaumer für ein Projekt zur Kommunikation von vollständig gelähmten Menschen mit Hilfe einer Gehirn-Computer-Verbindung 2015: Heymut Omran für seine Forschung zu den Ursachen der primären ciliären Dyskinesie, Anerkennungspreis für Stephan Lobitz für ein Pilotprojekt zum Neugeborenenscreening auf Sichelzellenanämie 2016: Sven Thoms und Ekkehard Wilichowski sowie die Arbeitsgruppe für neuromuskuläre Erkrankungen für ein Projekt zur Behandlung bestimmter Formen der Muskeldystrophie 2017: Michael Schmeißer und das Team zur Erforschung des Phelan-McDermid-Syndroms 2018: Ulrike Hedrich-Klimosch und ihr Team für Arbeiten zur medikamentösen Therapie von Epilepsiepatienten mit spezifischen Genmutationen 2019: Björn Schumacher für seine Arbeiten zu Erkrankungen mit gestörter DNA-Reparatur wie Xeroderma pigmentosum (XP) oder Cockayne-Syndrom (CS) 2020: Martina Rauner und Ulrike Baschant für ihre Arbeiten zu den Grundlagen der Fibrodysplasia ossificans progressiva (FOP) 2021/22: Thorsten Marquardt, Julien Park und Karl Kunzelmann für ihre Arbeiten zur medikamentösen Behandlung der zystischen Fibrose (CF) 2023: Simone Mayer für ihre Arbeiten zur pontozerebellären Hypoplasie Typ 2 (PCH2), Selbsthilfeverein PCH-Familie 2024: Markus Schülke-Gerstenfeld und Alessandro Prigione für den Therapieansatz das Leigh-Syndrom mit Sildenafil zu behandeln 2025: Didier Stainier, Christopher Dooley und Lara Falcucci für Arbeiten zur gezielten therapeutischen Nutzung genetischer Kompensationsmechanismen 2026: Arcangela Iuso für Arbeiten zum RNA-Base-Editing bei BPAN (Beta-Propeller-Protein-assoziierte Neurodegeneration)
Weblinks Der Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen auf der Seite der Eva Luise und Horst Köhler Stiftung
Einzelnachweise
Kategorie:Medizinpreis Kategorie:Erstverleihung 2008