mini|300px|Pielenhofen (2023) Pielenhofen ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Regensburg in Bayern. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Pielenhofen-Wolfsegg. Bekannt ist der Ort auch durch das Kloster Pielenhofen und die ehemalige Grundschule der Regensburger Domspatzen.
Geografie Geografische Lage Pielenhofen liegt in der Region Regensburg im Naabtal, umrahmt von steil abfallenden Jurafelsen.
Gemeindegliederung Es gibt zehn Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Es gibt die Gemarkungen Pielenhofen, Pielenhofer Wald l.d.Naab und Schwaighauser Forst (nur Gemarkungsteil 3).
Geschichte Bis zum 19. Jahrhundert Pielenhofen gehörte zum Reichsstift Kaisheim. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern, bildete aber eine geschlossene Hofmark des Kaisheimischen Subpriorates Kloster Pielenhofen. Das Kloster wurde 1803 säkularisiert und 1838 von den Salesianerinnen gekauft, die ein Institut für höhere Töchter einrichteten.
Ab dem 20. Jahrhundert Im Rahmen der Gemeindegebietsreform war zunächst 1971 eine Verwaltungsgemeinschaft mit Pettendorf und Wolfsegg vorgesehen. Dazu kam es jedoch zunächst nicht. Im Jahre 1975 wurde diese Planung von der Regierung wieder aufgenommen und realisiert. Am 1. Mai 1978 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Pettendorf, bestehend aus Pielenhofen, Pettendorf und Wolfsegg mit Sitz in Pettendorf, gegründet. Am 1. Januar 2002 wurde Pettendorf aus dieser Verwaltungsgemeinschaft entlassen und bildet seither eine Einheitsgemeinde. Der Verwaltungssitz der verbliebenen Gemeinschaft Pielenhofen-Wolfsegg wurde nach Wolfsegg verlegt.Sechstes Gesetz zur Änderung der Gliederung von Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften vom 23. November 2001 (GVBl S. 738)
Zum 1. Oktober 2009 wurde eine 1.251.554 Quadratmeter große Teilfläche des aufgelösten gemeindefreien Gebiets Schwaighauser Forst eingegliedert.
In der Klosterkirche hing jahrzehntelang ein Bild des als Kriegsverbrecher zum Tode verurteilten Josef Kollmer in SS-Uniform.SZ: Der Kriegsverbrecher von PielenhofenPatrick Wehner Der Kriegsverbrecher von Pielenhofen, Süddeutsche Zeitung, 12. Dezember 2022, S. R8
Einwohnerentwicklung Die Gemeinde Pielenhofen hatte 1861: 883 Einwohner (342 Gebäude in zehn Orten) 1871: 890 Einwohner (334 Gebäude, 150 Wohngebäude in zehn Orten) 1900: 816 Einwohner (146 Wohngebäude) 1925: 863 Einwohner (143 Wohngebäude) 1950: 1116 Einwohner (148 Wohngebäude) 1961: 995 Einwohner (177 Wohngebäude in zehn Orten) 1970: 1051 Einwohner 1987: 1060 Einwohner (250 Gebäude mit Wohnraum, 346 Wohnungen) 1991: 1090 Einwohner 1995: 1062 Einwohner 2000: 1145 Einwohner 2005: 1362 Einwohner 2010: 1414 Einwohner 2015: 1534 Einwohner 2020: 1612 Einwohner Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1058 auf 1563 um 505 Einwohner bzw. um 47,7 %.
Der Ort Pielenhofen hatte 1861: 551 Einwohner, 197 Gebäude 1871: 606 Einwohner, 203 Gebäude 1900: 557 Einwohner, 95 Wohngebäude 1925: 591 Einwohner, 95 Wohngebäude 1950: 790 Einwohner, 97 Wohngebäude 1961: 739 Einwohner, 127 Wohngebäude 1987: 737 Einwohner, 169 Wohngebäude, 234 Wohnungen
Politik
Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 12 Mitgliedern. Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 haben von den 1.230 stimmberechtigten Einwohnern in der Gemeinde Pielenhofen, 866 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 70,41 Prozent lag.
Bürgermeister 1990–2004: Franz Wittl 2004–2020: Reinhold Ferstl seit 2020: Rudolf Gruber (FW) Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 wurde Rudolf Gruber mit 62,76 % der Stimmen zum Ersten Bürgermeister gewählt.https://wahlen.landkreis-regensburg.de/kommunal2020/20200315/09375184/html5/Buergermeisterwahl_Bayern_67_Gemeinde_Gemeinde_Pielenhofen.html
Wappen
Gemeindepartnerschaften Crécy-la-Chapelle in Nordfrankreich Cerrione in NorditalienSiehe die
Kultur Baudenkmäler
Kloster Pielenhofen
Bodendenkmäler
Burgstall Lichtenroth
Sport (Quelle: )
FC Pielenhofen/Adlersberg Reitsportclub Ziegelhof e. V. Turn und Sportverein Pielenhofen TSV
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Im Jahre 2020 gab es 159 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer am Arbeitsort. Diese teilen sich wie folgt auf:
0 Bereich der Land und Forstwirtschaft 31 produzierenden Gewerbe 31 48 Handel, Verkehr, Gastgewerbe 59 öffentliche und private Dienstleister 21 sonstige
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 691. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2016 11 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 376 Hektar. Davon waren 323 Hektar Ackerfläche.
Behörden Außenstelle des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg
Bildung Im Schuljahr 2020/21 gab es folgende Einrichtungen: 2 Kindergärten und 1 Kinderhort mit 50 Plätzen 1 Fachoberschule: eine Klasse mit 13 Schülern 1 Realschule: privat mit sechs Klassen und 75 Schülern
Söhne und Töchter der Gemeinde Wolfram Menschick (1937–2010), Kirchenmusiker und Komponist von Kirchenmusik, Domkapellmeister in Eichstätt
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Regensburg Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)