Günther Maier (* 24. Februar 1932 in Hausen, Kreis Heidenheim; † 10. April 2026 in Marburg) war ein deutscher Chemiker und Hochschullehrer für Organische Chemie an der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Leben Maier studierte Chemie an der Technischen Hochschule Karlsruhe, an der er 1959 bei Rudolf Criegee promoviert wurde. Als Post-Doktorand war er 1960 bei E. H. White an der Johns Hopkins University. 1964 habilitierte er sich in Karlsruhe. 1970 wurde er Professor an der Philipps-Universität Marburg und 1978 an der Universität Gießen.
Er befasste sich mit kleinen Ringen, reaktiven Zwischenstufen, Hetero--Systemen, Valenzisomerisierung, Molekülen mit ungewöhnlichen Strukturen oder Bindungseigenschaften und Matrixisolations-Spektroskopie.Römpp Chemielexikon, Artikel Maier, und Biographie in Chemie in unserer Zeit, 1991, Heft 1, S. 58 1978 gelang ihm mit Mitarbeitern die Synthese von Tetrahedran, einer Verbindung mit Tetraeder-förmigem Kohlenstoffgerüst.
1991 erhielt er die Adolf-von-Baeyer-Denkmünze.
Schriften Ungewöhnliche Moleküle. Wechselspiel zwischen Theorie und Experiment, in: Chemie in unserer Zeit, Band 25 (1991), Heft 1, S. 51–58 Günther Maier: Das war’s – Erinnerungen eines Doktorvaters. GNT Publishing, Berlin 2021, ISBN 978-3-86225-125-4, e-book: ISBN 978-3-86225-548-1, DOI: 10.47261/1548 (Autobiographie).
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