Kunreuth ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Forchheim und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gosberg.

Geografie

Gemeindegliederung Die Gemeinde Kunreuth hat 4 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Ermreus (Dorf) Kunreuth (Pfarrdorf) Regensberg (Kirchdorf) Weingarts (Pfarrdorf)

Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Ermreus, Kunreuth und Oberehrenbach (Gemarkungsteil 0). Die Gemarkung Kunreuth hat eine Fläche von 2,191 km². Sie ist in 684 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3203,24 m² haben.

In Regensberg befindet sich die Burgruine Regensberg mit der Burgkapelle. mini|Kunreuth aus der Vogelperspektive (2018) mini|Kriegerdenkmal

Nachbargemeinden Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Leutenbach, Gräfenberg, Igensdorf, Hetzles, Effeltrich, Pinzberg.

Geschichte Urkundlich wurde Kunreuth erstmals 1120 in einer Schenkungsurkunde für das St.-Egidien-Spital Bamberg erwähnt. Lange herrschte die Meinung vor, dass der Ort 1109 als „Chunesrut“ gegründet wurde. Doch das Gründungsbuch des Collegiat-Stiftes St. Jacob zu Bamberg beschreibt einen Ort bei Amberg, den es heute nicht mehr gibt (Wüstung). Das Jakobsspital hatte zu keiner Zeit Grundbesitz in Kunreuth, wohl aber das Egidienspital. Die Burg von Regensberg ist seit 1251 als Lehen des Hochstifts Bamberg nachweisbar. Das im 14. Jahrhundert entstandene Wasserschloss der Herren von Egloffstein war seit 1412 ebenfalls Lehen des Hochstifts Bamberg. Im Jahr 1426 erfolgte der Bau der Kirche. Im Zweiten Markgrafenkrieg 1553 ließ Albrecht Alcibiades den Ort, das Schloss und die Kirche zerstören. Im Jahr 1560 wurde Kunreuth evangelisch, nachdem die Herren von Egloffstein einen evangelischen Pfarrer eingesetzt hatten. Im Jahr 1700 befreite sich Kunreuth von der Bamberger Herrschaft, das Schloss wurde Sitz der Kanzlei des Kantons Gebürg der Reichsritterschaft in Franken. Im Jahr 1805 fiel Kunreuth an das Königreich Bayern, bis 1845 existierte noch ein Patrimonialgericht der Freiherren und Grafen von und zu Egloffstein.

Am 3. Januar 1952 wurde der Name der Gemeinde von Cunreuth in Kunreuth geändert.

Eingemeindungen Am 1. Juli 1971 wurde die Gemeinde Ermreus eingegliedert. Am 1. Mai 1978 kam Weingarts hinzu.

Politik Bürgermeister Bürgermeister ist seit 2026 Edwin Rank (CSU). Rank trat ohne Gegenkandidat an. Er erreichte 72,4 %. Sein Vorgänger war Ernst Strian (SPD/Demokratie), der Konrad Ochs (CSU/Bürgerblock) folgte. Ochs war Nachfolger des ehemaligen Landrats Hermann Ulm (CSU; als Bürgermeisterkandidat für Demokratie/SPD aufgestellt), der bei der Wahl am 2. März 2008 mit 65,11 % der Stimmen gewählt wurde. Sein Herausforderer Helmut Rahner (CSU/Bürgerblock) kam auf 34,89 % der gültigen Stimmen. Sein Vater Helmut Ulm (Demokratie/SPD) amtierte bis 2008.

Landräte Zwei der Landräte des Landkreises Forchheim kamen bzw. kommen aus Kunreuth: Paul Strian (CSU, 1951–1964) und Hermann Ulm (CSU, seit 2014).

Gemeinderat Der Gemeinderat von Kunreuth hat zwölf Mitglieder zuzüglich des Ersten Bürgermeisters. CSU SPD Demokratie Junge Bürger Bürgerliste Ermreus Die Jungen Kunreuther Gesamt 2002 3 1 5 2 1 0 12 Sitze 2008 3 1 5 2 1 0 12 Sitze 2014 4 1 3 2 2 0 12 Sitze 2020 4 0 3 2 2 1 12 Sitze 2026 4 0 3 2 2 1 12 Sitze

Wappen

Sehenswürdigkeiten mini|Schloss Kunreuth mini|Lukaskirche mini|Rathaus in Kunreuth Schloss Kunreuth Lukaskirche Kulturweg Rathaus Kunreuth ehemaliges „Gasthaus zur Krone“ St.-Georgs-Kirche Weingarts Burgruine Regensberg Burgkapelle Regensberg

Söhne und Töchter der Gemeinde Christoph Reich (auch Johann Christoph Reich; 1567–1632), deutscher Theologe, Dichter und Bibliothekar Friedrich von Müller (1779–1849), Staatskanzler des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach Carl Kuhn (1816–1869), Physiker, Meteorologe und Mathematiker Georg Erlwein (1863–1945), Elektrotechniker und Elektrochemiker Hermann Heller (1871―1950), Verwaltungsjurist und Bezirksoberamtmann Helmut Rahner (* 1971), Fußballspieler

Literatur

Weblinks

Kulturweg Kunreuth (PDF)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Forchheim Kategorie:Ersterwähnung 1120

Kategorie:Gemarkung im Landkreis Forchheim