Minihy-Tréguier (bretonisch: ) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Côtes-d’Armor in der Region Bretagne. Sie ist Teil des Arrondissements Lannion und des Kantons Tréguier.
Geografie Minihy-Tréguier liegt rund 17 Kilometer nordöstlich von Lannion. Zur Gemeinde gehören nebst dem Dorf Minihy-Tréguier noch zahlreiche Weiler (Convenant, Jézéquel, Penn ar Waz), Streusiedlungen und Einzelgehöfte innerhalb der Gemeinde. Die Gemeinde hat mehrere natürliche Gemeindegrenzen. Darunter der Fluss Jaudy, der Fluss Guindy, ein Bach und mehrere Teiche.
Nachbargemeinden Die Gemeinde zählt insgesamt acht benachbarte Gemeinden und Communes déléguées, nämlich Camlez, Coatréven, Langoat, La Roche-Derrien, Plougiel, Pommerit-Jaudy, Trédarzec und Troguéry.
Geschichte Der Ort ist Geburtsort von Yves de Kermartin, der später heiliggesprochen wurde. Im Mittelalter befand sich auf Gemeindegebiet ein Zufluchtsort. 1430 wurde dieser auf Druck von Papst Martin V. aufgehoben, weil sich dort angeblich Kriminelle versteckten. Die Kirchgemeinde trug bis 1790 den Namen Minihy-Ploulan-Tréguier. Im Jahr 1836 wurde ein Teil des Gemeindegebiets an die Gemeinde Tréguier ab.
Bevölkerungsentwicklung Die Gemeinde zählte 1793 rund 1600 Einwohner. Ab 1821 betrug die Anzahl Bewohner stets so zwischen 1450 und 1600 Personen. Zwischen 1886 und 1901 gab es eine erste Abwanderungswelle. Nach einer kurzen Phase der Erholung vor dem Ersten Weltkrieg folgte eine zweite Abwanderungswelle bis zum Jahr 1975 (1911–1975: −46,4 %). Nach diesem Tiefpunkt wuchs die Bevölkerung wieder deutlich (1975–2013: +89,4 %).
179318001806182118311836184118461851185618611866187218761881188618911896160313761398149014491510137716071519157515611601152815581522151613321272 1901190619111921192619311936194619541962196819751982199019992008201311951183125610319098718688528218057176737901024106310961275
Sehenswürdigkeiten Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Minihy-Tréguier Herrenhaus von Mezo Bran aus dem 15. Jahrhundert Herrenhaus von Saint-Renaud aus dem 15. Jahrhundert Dorfkirche Saint-Yves (15.–19. Jahrhundert) mit Grabmal von Saint-Yves Kapelle Saint-Joseph de Mézaubran aus dem 17. Jahrhundert in Mezo-Bran Taubenschlag von Kermartin aus dem 13. Jahrhundert Kalvarienberg bei der Dorfkirche Aquädukt über den Guindy aus dem Jahr 1610 Kaplanei aus dem Jahr 1293 Quelle: (französisch)
Literatur Le Patrimoine des Communes des Côtes-d’Armor. Flohic Editions, Band 2, Paris 1998, ISBN 2-84234-017-5, S. 1279–1281.
Weblinks
Lage der Gemeinde Informationen zur Geschichte und den Sehenswürdigkeiten (französisch) Sehenswürdigkeiten auf der Seite des Kulturministeriums
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Bretagne Kategorie:Gemeindegründung 1790