In der theoretischen Informatik versteht man unter einem Medwedew-Automaten einen endlichen Automaten, dessen Ausgabe direkt der Zustand ist (während sie beim Moore-Automat mit einem eigenen Schaltwerk auf der Basis des Speicherzustandes generiert wird). Der Name geht auf Ju. T. Medwedew zurück, der einer Übersetzung von Automata StudiesC. E. Shannon, J. McCarthy (Hrsg.): Automata Studies. Princeton University Press, 1956, S. 129–153. ins Russische einen eigenen ArtikelЮ. Т. Медведев: О классе событий, допускающих предсавление в конечном автомате. В сб. Автоматы. ИЛ, Moskau 1956, S. 385–401.Yu. T. Medvedev: On the class of events representable in a finite automaton. Sequential Machines: Selected Papers. Addison-Wesley, 1964. anhängte.Arto Salomaa: Composition Sequences and Synchronizing Automata. LNCS 7160. Springer, Berlin/Heidelberg 2012, S. 403–416.

Als Indikator dienen die Zustände, wobei bei manchen Automaten Akzeptanzzustände (Endzustände) existieren. Ein solcher Medwedew-Automat wird auch Akzeptor genannt. Medwedew-Automaten sind besonders einfach zu realisieren; komplexer sind Mealy-Automaten und Moore-Automaten. Der Medwedew-Automat ist ein Spezialfall des Moore-Automaten.

Einzelnachweise

Kategorie:Automatentheorie