Der Große Preis von Italien 2016 (offiziell Formula 1 Gran Premio Heineken d’Italia 2016) fand am 4. September auf dem Autodromo Nazionale di Monza in Monza statt und war das 14. Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2016.
Bericht Hintergründe Nach dem Großen Preis von Belgien führte Lewis Hamilton in der Fahrerwertung mit neun Punkten vor Nico Rosberg und mit 81 Punkten vor Daniel Ricciardo. In der Konstrukteurswertung führte Mercedes mit 181 Punkten vor Red Bull und mit 203 Punkten vor Ferrari.
Beim Großen Preis von Italien stellte Pirelli den Fahrern die Reifenmischungen P Zero Medium (weiß), P Zero Soft (gelb) und P Zero Supersoft (rot) sowie für Nässe Cinturato Intermediates (grün) und Cinturato Full-Wets (blau) zur Verfügung.
Im Vergleich zum Vorjahr gab es nur eine Veränderung an der Strecke: Die Auslaufzone der Curva del Vialone wurde asphaltiert.
Es gab zwei DRS-Zonen, die im Vergleich zum Vorjahr unverändert blieben. Die erste Zone lag hinter der zweiten Curva di Lesmos, der Messpunkt befand sich 95 Meter vor der Kurve. Der Messpunkt für die zweite Zone befand sich 20 Meter vor der Curva Parabolica, die DRS-Zone war auf der Start-Ziel-Geraden und begann 115 Meter hinter der Ziellinie.
Esteban Gutiérrez, Daniil Kwjat, Kimi Räikkönen (jeweils fünf), Valtteri Bottas, Marcus Ericsson, Nico Hülkenberg, Felipe Nasr, Rosberg, Pascal Wehrlein (jeweils vier), Max Verstappen (drei), Fernando Alonso, Romain Grosjean, Jolyon Palmer und Sebastian Vettel (jeweils zwei) gingen mit Strafpunkten ins Rennwochenende.
Ferrari und Haas setzten bei diesem Grand Prix erstmals eine weiterentwickelte Antriebseinheit ein, hierfür verwendete Ferrari die drei letzten zur Verfügung stehenden Token. Ferrari war somit der erste Motorenhersteller, der seine Token für die Saison aufgebraucht hatte.
Mit Vettel, Hamilton (jeweils dreimal) und Alonso (zweimal) traten drei ehemalige Sieger zu diesem Grand Prix an.
Als Rennkommissare fungierten José Abed (MEX), Garry Connelly (AUS), Tom Kristensen (DEN) und Paolo Longoni (ITA).
Training Rosberg fuhr im ersten freien Training in 1:22,959 Minuten die Bestzeit vor Hamilton und Räikkönen. Jenson Button, Pérez und Verstappen testeten bei diesem Training erneut das Halo-System.
Im zweiten freien Training war Hamilton in 1:22,801 Minuten Schnellster vor Rosberg und Vettel.
Im dritten freien Training war Hamilton in 1:22,008 Minuten erneut Schnellster vor Rosberg und Vettel. Grosjean drehte sich und schlug in die Streckenbegrenzung ein, an seinem Haas musste anschließend das Getriebe gewechselt werden.
Qualifying Das Qualifying bestand aus drei Teilen mit einer Nettolaufzeit von 45 Minuten. Im ersten Qualifying-Segment (Q1) hatten die Fahrer 18 Minuten Zeit, um sich für das Rennen zu qualifizieren. Alle Fahrer, die im ersten Abschnitt eine Zeit erzielten, die maximal 107 Prozent der schnellsten Rundenzeit betrug, qualifizierten sich für den Grand Prix. Die besten 16 Fahrer erreichten den nächsten Teil. Hamilton war Schnellster. Esteban Ocon stellte seinen Wagen mit einem technischen Defekt am Streckenrand ab und setzte keine Zeit, er qualifizierte sich somit nicht für den Grand Prix. Außer ihm schieden die Renault- und die Sauber-Piloten sowie Kwjat aus.
Der zweite Abschnitt (Q2) dauerte 15 Minuten. Die schnellsten zehn Piloten qualifizierten sich für den dritten Teil des Qualifyings. Hamilton war Schnellster. Genau wie Rosberg fuhr er seine beste Zeit auf der Soft-Mischung. Carlos Sainz jr., die McLaren-Piloten, Wehrlein, Grosjean und Felipe Massa schieden aus. Mit Gutiérrez erreichte zum ersten Mal ein Haas-Pilot das Q3.
Der finale Abschnitt (Q3) ging über eine Zeit von zwölf Minuten, in denen die ersten zehn Startpositionen vergeben wurden. Hamilton fuhr mit einer Rundenzeit von 1:21,135 Minuten die Bestzeit vor Rosberg und Vettel. Es war die 56. Pole-Position für Hamilton, davon die siebte der Saison.
Grosjean wurde wegen des Getriebewechsels im Anschluss an das dritte freie Training um fünf Startplätze nach hinten versetzt.
Rennen Hamilton startete schlecht und wurde von seinem Teamkollegen Rosberg, Vettel, Räikkönen, Bottas und Ricciardo überholt. Vettel versuchte in der ersten Schikane, Rosberg anzugreifen, doch der Mercedes-Pilot wehrte sich und übernahm die Führung und konnte im Anschluss einen komfortablen Vorsprung herausfahren, während Hamilton sich langsam zurück kämpfte und zunächst Ricciardo und kurz darauf Bottas überholte.
Hinten kam es in der zweiten Runde zu einer Berührung zwischen Palmer und Nasr, die beide zum Ausscheiden zwang, woraufhin der Brasilianer mit einer Strafe von zehn Sekunden belegt wurde.
In der 15. und 16. Runde wechselten die beiden Ferrari-Piloten die Reifen. Hamilton kletterte damit auf den zweiten Platz. Hinter den italienischen Autos, die nun auf den Plätzen drei und vier lagen, lag nun Grosjean, der allerdings von Bottas und Ricciardo rasch überholt wurde.
In der 24. Runde stoppte Rosberg um auf Medium-Reifen zu wechseln und macht daher bis zum Ende des Rennens keine weiteren Stopps. Die gleiche Strategie verfolgte auch Hamilton, der eine Runde später stoppte. Die Rangliste blieb unverändert, die beiden Mercedes lagen vor den beiden Ferrari. Die beiden italienischen Autos und Bottas machten zwischen der 30. und 34. Runde den jeweils zweiten Stopp. Der Williams-Pilot entschied sich wie Vettel für weiche Reifen, während sich Räikkönen für mittlere Reifen entschied. Ricciardo, der Bottas nach dessen Stopp überholte, stoppte in Runde 37 und zog Supersoft-Reifen auf. Der Australier kehrte hinter dem Finnen wieder auf die Strecke zurück. In Runde 47 überrascht Ricciardo Bottas in der ersten Schikane und belegte den fünften Platz. Eine Runde später machte auch der andere Red Bull-Fahrer, Verstappen, eine Position gut (siebter Platz) und überholte Pérez.
Hamilton hatte schlussendlich weder die Geschwindigkeit noch die Reifen, um seinen Teamkollegen Rosberg einzuholen, der das Rennen gewann. Vettel wurde Dritter vor seinem Teamkollegen Räikkönen. Ricciardo belegte den fünften Platz vor Bottas. Es war der 21. Sieg für Rosberg in der Formel-1-Weltmeisterschaft, davon der siebte der Saison. Außerdem stand Rosberg zum 50. Mal auf dem Podium. Hamilton erreichte im 14. Saisonrennen den elften Podestplatz, Vettel den sechsten. Die restlichen Punkteplatzierungen erzielten Verstappen, Pérez, Massa und Hülkenberg. Somit erreichten nur die zehn Erstplatzierten der Fahrerwertung die Punkteränge, die zudem für die fünf erstplatzierten Konstrukteure antraten.
In der Fahrer- und der Konstrukteurswertung blieben die ersten drei Plätze unverändert.
Meldeliste Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen 44 Mercedes F1 W07 Hybrid Mercedes-Benz PU106C Hybrid 6 5 Ferrari SF16-H Ferrari 059/5 7 19 Williams FW38 Mercedes-Benz PU106C Hybrid 77 3 Red Bull RB12 TAG Heuer 33 27 Der Force India mit der Startnummer 34 wurde im ersten freien Training für Celis eingesetzt. Hülkenberg übernahm das Fahrzeug anschließend für das restliche Rennwochenende mit seiner Startnummer 27. Force India VJM09 Mercedes-Benz PU106C Hybrid 11 34 20 Renault R.S.16 Renault Energy F1 2016 30 26 Toro Rosso STR11 Ferrari 059/4 55 9 Sauber C35 Ferrari 059/5 12 14 McLaren MP4-31 Honda RA616H 22 94 Manor MRT05 Mercedes-Benz PU106C Hybrid 31 8 Haas VF-16 Ferrari 059/5 21 Anmerkungen
Klassifikationen Qualifying Pos. Fahrer Konstrukteur Q1 Q2 Q3 Start 1 1:21,854 1:21,498 1:21,135 1 2 1:22,497 1:21,809 1:21,613 2 3 1:23,077 1:22,275 1:21,972 3 4 1:23,217 1:22,568 1:22,065 4 5 1:23,264 1:22,499 1:22,388 5 6 1:23,158 1:22,638 1:22,389 6 7 1:23,229 1:22,857 1:22,411 7 8 1:23,439 1:22,922 1:22,814 8 9 1:23,259 1:22,951 1:22,836 9 10 1:23,386 1:22,856 1:23,184 10 11 1:23,489 1:22,967 – 11 12 Grosjean wurde wegen eines vorzeitigen Getriebewechsels um fünf Startplätze nach hinten versetzt 1:23,421 1:23,092 – 17 13 1:23,783 1:23,273 – 12 14 1:23,760 1:23,315 – 13 15 1:23,666 1:23,399 – 14 16 1:23,661 1:23,496 – 15 17 1:23,825 – – 16 18 1:23,956 – – 18 19 1:24,087 – – 19 20 1:24,230 – – 20 21 1:24,436 – – 21 22 Obwohl er sich nicht qualifiziert hatte, durfte Ocon starten, weil er im freien Training ausreichend schnell gewesen war keine Zeit – – 22 107-Prozent-Zeit: 1:27,584 min (bezogen auf Q1-Bestzeit von 1:21,854 min) Anmerkungen
Rennen Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit StartSchnellste Runde 1 53 2 1:17:28,089 21:26,599 (26.) 2 53 2 + 15,070 11:26,303 (27.) 3 53 1 + 20,990 31:26,310 (48.) 4 53 1 + 27,561 41:26,016 (50.) 5 53 1 + 45,295 61:25,919 (52.) 6 53 1 + 51,015 51:26,708 (46.) 7 53 2 + 54,236 71:26,405 (50.) 8 53 1 + 1:04,954 81:26,920 (40.) 9 53 1 + 1:05,617 111:26,400 (50.) 10 53 1 + 1:18,656 91:26,954 (40.) 11 52 2 + 1 Runde 171:27,227 (50.) 12 52 2 + 1 Runde 181:26,354 (40.) 13 52 2 + 1 Runde 101:27,106 (42.) 14 52 2 + 1 Runde 121:25,340 (51.) 15 52 2 + 1 Runde 151:26,751 (41.) 16 52 2 + 1 Runde 191:28,552 (37.) 17 52 1 + 1 Runde 211:27,618 (52.) 18 51 1 + 2 Runden 221:28,534 (51.) – 3 0 DNF 161:28,037 (35.) – 1 0 DNF 131:28,723 (18.) – 1 0 DNF 201:31,361 (4.) – 0 0 DNF 18– WM-Stände nach dem Rennen Die ersten zehn des Rennens bekamen 25, 18, 15, 12, 10, 8, 6, 4, 2 bzw. 1 Punkt(e).
Fahrerwertung Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte 1 Mercedes 250 2 Mercedes 248 3 Red Bull-TAG Heuer 161 4 Ferrari 143 5 Ferrari 1366 Red Bull-TAG Heuer /Toro Rosso-Ferrari 121 7 Williams-Mercedes 70 8 Force India-Mercedes 62 9 Force India-Mercedes 46 10 Williams-Mercedes 41 11 McLaren-Honda 30 12 Toro Rosso-Ferrari 30 Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte 13 Haas-Ferrari 28 14 Toro Rosso-Ferrari /Red Bull-TAG Heuer 23 15 McLaren-Honda 17 16 Renault 6 17 Manor-Mercedes 1 18 McLaren-Honda 1 19 Haas-Ferrari 0 20 Renault 0 21 Sauber-Ferrari 0 22 Sauber-Ferrari 0 23 Manor-Mercedes 0 24 Manor-Mercedes 0
Konstrukteurswertung Pos. Konstrukteur Punkte 1 498 2 290 3 279 4 111 5 108 6 48 Pos. Konstrukteur Punkte 7 45 8 28 9 6 10 1 11 0
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Einzelnachweise
#2016 Italien Kategorie:Sportveranstaltung in Monza Kategorie:Autodromo Nazionale di Monza