mini|Julie Walters bei der Filmpremiere von Paddington (2014) Dame Julia „Julie“ Mary Walters DBE (* 22. Februar 1950 in Smethwick, West Midlands, England) ist eine britische Schauspielerin. Walters spielt oft in Komödien, unter ihren Filmen finden sich aber auch zahlreiche Charakterrollen. Sie gilt als eine der beliebtesten Schauspielerinnen Großbritanniens.
Leben und Karriere Julie Walters wuchs in Staffordshire in England auf. Ihr Vater war ein Handwerker und Dekorateur. Ihre Mutter arbeitete als Bürogehilfin. Zunächst arbeitete sie 3 Jahre als Krankenschwester, bevor sie an der Manchester Metropolitan University (damals: Manchester Polytechnic) Theater und Englisch studierte. Anschließend sammelte sie erste Bühnenerfahrung am Liverpooler Everyman Theatre.
Erste Erfolge feierte Walters ab 1982 an der Seite von Comedian Victoria Wood in der Fernsehserie Wood and Walters. Nach dem Buch von Wood entstand 1986 auch die Persiflage Acorn Antiques, in der Walters als „Mrs. Overall“ eine ihrer bekanntesten Fernsehrollen spielte.
Ihre erste ernste Rolle im Fernsehen spielte sie 1980 in der mehrfach ausgezeichneten Serie Boys from the Blackstuff. Auf der Filmleinwand gelang Walters der Durchbruch 1983 mit der Hauptrolle in Rita will es endlich wissen. An der Seite von Michael Caine spielte sie eine junge Friseurin, die sich an der Offenen Universität einschreibt, um ihren Abschluss nachzuholen. Für diese Darstellung wurde sie 1984 mit einem Golden Globe sowie einem BAFTA-Award als „Beste Schauspielerin“ ausgezeichnet und für einen Oscar nominiert. Ihre Leistung in Personal Service (1987) wurde mit einer BAFTA-Nominierung gewürdigt.
2001 verlieh man ihr den Laurence-Olivier-Award für ihre Rolle in Arthur Millers Alle meine Söhne. Ebenfalls 2001 gewann sie ihren zweiten BAFTA-Award für ihre Nebenrolle als Ballettlehrerin in Stephen Daldrys Billy Elliot (2000). Für diese Rolle erhielt sie auch ihre zweite Oscar-Nominierung.
Dem jungen Publikum ist die Schauspielerin vor allem als Molly Weasley in den Verfilmungen von Harry Potter und der Stein der Weisen (2001), Harry Potter und die Kammer des Schreckens (2002), Harry Potter und der Gefangene von Askaban (2004), Harry Potter und der Orden des Phönix (2007), Harry Potter und der Halbblutprinz (2009), Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1 (2010) und Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 2 bekannt.
In der Verfilmung des ABBA-Musicals Mamma Mia! aus dem Jahr 2008 spielt, singt und tanzt sie an der Seite von Meryl Streep und Christine Baranski in der Rolle der Rosie. Für ihre Verdienste um das britische Theater wurde Julie Walters 1999 als Officer in den Orden Order of the British Empire aufgenommen. Im Jahr 2008 rückte sie hier zum „Commander“ auf, 2017 wurde sie „Dame Commander“ und damit geadelt.
Im Oktober 2008 veröffentlichte Walters ihre Autobiografie, in der sie unter anderem von sexuellem Missbrauch im Kindesalter berichtet.vgl. Walters 'was assaulted aged 10' bei BBC News, 4. August 2008 (aufgerufen am 5. August 2008)
2021 wurde sie für das Lied Angel Eyes sowie 2024 für die Lieder I’ve Been Waiting For You und Super Trouper im Vereinigten Königreich mit jeweils einer Silbernen SchallplatteAuszeichnungen für Musikverkäufe: UK ausgezeichnet.
Seit 1997 ist sie mit Grant Roffey verheiratet, mit dem sie eine Tochter hat.Eintrag bei filmreference.com
Filmografie (Auswahl)
Theatrografie (Auswahl) 2000: All my Sons (Arthur Miller): Katie Keller, Royal National Theatre, London 2005: Acorn Antiques: The Musical (Victoria Wood): Mrs Overall, Theatre Royal Haymarket, London 2012: The Last of the Haussmanns (Stephen Beresford): Lyttelton Theatre, London
Auszeichnungen (Auswahl) Staatliche Ehrungen 1999: Ernennung zum Officer des Order of the British Empire (Namenszusatz „OBE“) 2008: Ernennung zum Commander des Order of the British Empire (Namenszusatz „CBE“) 2017: Ernennung zur Dame Commander des Order of the British Empire (Namenszusatz „DBE“, Erhebung in den Adelsstand, Anrede „Dame“)
Laurence Olivier Award 2001: Beste Darstellerin für Alle meine Söhne – gewonnen
Academy Award (Oscar) 1984: Beste Hauptdarstellerin für Rita will es endlich wissen – nominiert 2001: Beste Nebendarstellerin für Billy Elliot: I Will Dance – nominiert
BAFTA-Award 1984: Beste Hauptdarstellerin für Rita will es endlich wissen – gewonnen 1987: für Personal Service – nominiert 2001: Beste Nebendarstellerin für Billy Elliot: I Will Dance – gewonnen 2015: für Brooklyn – nominiert
Golden Globe Award 1984: Beste Hauptdarstellerin (Komödie) für Rita will es endlich wissen – gewonnen 2001: Beste Nebendarstellerin für Billy Elliot: I Will Dance – nominiert
International Emmy Award 2009: Beste Schauspielerin für A short stay in Switzerland – gewonnen 2011: Beste Schauspielerin für Mo – gewonnen
Weblinks
Einzelnachweise
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