mini|Kloster während des Gäsbock Mountainbike-Marathon 2016 Das Kloster St. Maria war ein Kloster der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern). Es befindet sich in der rheinland-pfälzischen Ortsgemeinde Esthal und steht unter Denkmalschutz.

Lage Das Kloster liegt am östlichen Ortsrand von Esthal, Klosterstraße 60. Im Osten erstreckt sich der Aschberg.

Geschichte Der Architekt Heinrich Hebgen aus Ludwigshafen am Rhein plante den Bau. Das Kloster wurde in der Zeit von 1951 bis 1959 erbaut. Es war das Provinzialmutterhaus der Provinz Pfalz, die 2005 durch Zusammenlegung in der Provinz Deutschland und Österreich aufging. Die Kirche wurde am 7. März 1959 eingeweiht.

Im Frühjahr 2010 wurde das Kloster für Gäste geöffnet und Tagungs- und Übernachtungsmöglichkeiten wurden geschaffen. Nach rund 70 Jahren wurde das Kloster 2019 wegen der demografischen Entwicklung des Ordens für rund eine Million Euro zum Verkauf ausgeschrieben und im November 2019 an die Slow Life GmbH Esthal verkauft. Die von zwei polnischen Investoren gehaltene Gesellschaft wollte den Beherbergungsbetrieb und die Gastronomie als Tagungs- und Gästehaus weiterführen. Da sie jedoch den Kaufpreis nicht zahlte, löste der Orden den Kaufvertrag am 28. Dezember 2020 auf und leitete Gespräche mit anderen Interessenten ein. Im März 2021 erfolgte der erneute Verkauf, nun an die Europäisches Haus Esthal GmbH, die den Betrieb des Gästehauses fortführte. Die Klosterkirche wird weiterhin als Gotteshaus genutzt.

Nachdem sie den Übergang begleitet hatte, wurde die Schwesterngemeinschaft im Kloster St. Maria im November 2022 aufgelöst. Mit einem vom Weihbischof Otto Georgens geleiteten Dankgottesdienst endete die einhundertjährige Präsenz der Ordensschwestern in Esthal. Die verbliebenen vier Schwestern zogen in andere Niederlassungen des Ordens um. Der Eigentümer und Geschäftsführer der Europäisches Haus Esthal GmbH, der Priester Jaroslav Krzewicki, feiert weiterhin die Heilige Messe mit den Klostergästen.

Ausstattung Ein kunsthistorisch bedeutsames Kreuz im Chor der Kirche wurde 1984 aus Schweizer Privatbesitz erworben. Ein Großteil der restlichen Ausstattung schuf 1986 Josef Henger neu.

Literatur Edgar Hürkey: Der monumentale Kruzifixus im Kloster St. Maria in Esthal/Neustadt. In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 40 (1988) S. 73–84.

Weblinks Homepage Kloster Esthal Kloster Esthal auf den Seiten der Ortsgemeinde Esthal

Einzelnachweise

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