mini|Standort der ehemalige Synagoge in Langerwehe, Hauptstraße 123 Die Synagoge Langerwehe stand an der Hauptstraße in Langerwehe im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen, bis zum Reichspogromnacht am 10. November 1938.
Geschichte mini|Gedenktafel an der ehemaligen Synagoge in Langerwehe Bereits vor 1865 bestand in der Hauptstraße 123 ein Betsaal. In diesem Haus wohnte der jüdische Metzger Hermann Eckstein. 1874 wurde hinter dem Haus die Synagoge eingeweiht. In diesem Zeitraum lebten in Langerwehe etwa 50 Juden. Juden leben in Langerwehe bereits seit Mitte des 17. Jahrhunderts.
Da die Gemeinde immer größer wurde, baute man im Garten des Hauses auf einem 239 m² großen Grundstück ein 60 m² großes Gebäude aus Ziegelsteinen. Das Vorderhaus war mit der Synagoge verbunden und von dort aus erreichten die Frauen auch die Empore. Die Männer mussten durch das Vorderhaus gehen. Das kleine Gotteshaus stand auf einem hochrechteckigen Grundriss, der sich nach etwa zwölf Metern in Richtung Osten verjüngte.
Ein kleines Gebäude an der Ostseite und ein Toilettenhäuschen sind erhalten.
In der Reichspogromnacht am 10. November 1938 wurde die Synagoge zerstört. Die Bänke wurden auf der Straße verbrannt und die Kultgegenstände wurden bei der NSDAP-Ortsgruppe abgeliefert. Seit 1999 befindet sich an der Wand des erhaltenen Wohnhauses eine Gedenktafel.
Siehe auch Liste der im Deutschen Reich von 1933 bis 1945 zerstörten Synagogen Jüdischer Friedhof (Langerwehe)
Literatur Elfi Pracht-Jörns: Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, ISBN 978-3-7616-1322-1
Weblinks
http://www.duereninfo.de/AGV/V.pdf
Einzelnachweise
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